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Inhalt

Kriminalpsychologin Kate Fuller untersucht einen Mordfall, bei dem ein Mann offenbar im Schlaf von seiner Frau erwürgt wurde. Einzige Zeugin der Tat ist die achtjährige Tochter Sophie. Als sie den Täter identifizieren soll, nennt Sophie nur einen Namen – MARA. Der Fall lässt Kate keine Ruhe. Während ihrer Recherchen stößt sie auf ähnliche Todesfälle und eine Gruppe, die behauptet, dass es sich um einen uralten Dämonen handelt, der seine Opfer im Schlaf heimsucht und tötet. Als Kate versucht, dem Geheimnis von MARA auf die Spur zu kommen, zeigen sich bei ihr die gleichen Symptome wie bei vorherigen Opfern und plötzlich findet Kate sich selbst in einem höchst realen Albtraum wieder ...

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Kritik

Schlafparalyse nennt sich der Zustand, in welchem betroffene Personen für kurze Zeit vollkommen Bewegungsunfähig sind. Sie tritt kurz vor dem Einschlafen oder beim Aufwachen auf, wenn ein Übergang zur oder aus der REM-Schlafphase erfolgt. Während wir uns nämlich im Tiefschlaf befinden, kommt es bei jedem von uns zu einer natürlichen Lähmung, die uns während dieser Zeit davor schützen soll, geträumte Bewegungen tatsächlich auszuführen. Im Normalfall nimmt der Mensch diesen Übergang zur oder aus der Lähmung nicht wahr, manchmal aber eben doch (schätzungsweise 40% aller Menschen kommen im Laufe ihres Lebens damit mindestens einmal in Berührung), was in Kombination mit halluzinären Begleiterscheinungen zum wahren Albtraum werden kann.

Der Horrorfilm Mara, mit dem Regisseur Clive Tonge sein Spielfilmdebüt feiert, nimmt sich diese Thematik zum Anlass, eine Gruselgeschichte drumherum zu spinnen, indem ein Dämon zum Grund allen Übels wird. Bietet sich schließlich regelrecht dafür an, nur machen es sich die Verantwortlichen zu einfach und gehen weitestgehend uninspiriert an die Umsetzung. Mara folgt damit der generischen Formel seines Genres, klaut sich munter Versatzstücke aus seinem Umfeld und spult dann sein recht vorhersehbares Programm runter. Auch bedient man sich mehrerer simpler Jump-Scares, die, begleitet mit lautstarken Soundeffekten, für Angst und Schrecken sorgen sollen. All das macht Mara zwar nicht gänzlich verkehrt, nur eben auch nie ansatzweise gut. Zig mal gesehen, oftmals dann auch besser umgesetzt.

Mit Olga Kurylenko (James Bond 007 - Ein Quantum Trost) ist die Hauptrolle immerhin halbwegs prominent besetzt, auch wenn sie gegenüber Kolleginnen wie Emily Blunt (A Quiet Place) oder Toni Collette (Hereditary), die gerade in jüngster Zeit innerhalb des Jahres wahrlich geglänzt haben, das Nachsehen hat, gibt sie sich im Rahmen der durch das simple Drehbuch gegebenen Möglichkeiten zumindest Mühe, das Beste aus der Situation zu machen. Hätte man ihre Rolle als Kriminalpsychologin weniger plump geschrieben und sich dem Themenkomplex etwas smarter angenähert, käme es der Glaubwürdigkeit des Films zu Gute. So aber müssen wir uns mit einer sehr oberflächlichen Betrachtung des Themas begnügen, die lediglich dafür herhalten muss, das nächste Aufeinandertreffen mit Dämon Mara zu rechtfertigen.

Fazit

"Mara" begnügt sich damit, sich als weiterer generischer Horrorfilm neben seinen vielen, ebenfalls wenig originellen, Genrekollegen einzureihen. Aus seiner doch recht unverbrauchten Thematik hätte der Film gewiss viel mehr als das machen können.

Autor: Sebastian Stumbek

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