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Quelle: themoviedb.org

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Basierend auf Travoltas Buch von 1997. Die Geschichte begleitet den jungen Luftfahrtbegeisterten Jeff und seine Mutter auf einem Flug quer durchs Land nach Hollywood, der sich zu einer lebensverändernden Reise voller unerwarteter Momente entwickelt.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Propeller: One-Note Nostalgia“ wäre der passendere Titel für John Travoltas (Cash Out 2 - Alles auf eine Karte) sentimentaler Piloten-Phantasie. Hinter deren an die Wes-Anderson-Version eines Vintage-Plakats erinnernden Bildern eine Story und Charaktere zu findet, taugt als filmisches Suchspiel, das einen auf halber Strecke in den Schlaf lullt. Diesen narkotischen Effekt hat die sonore Stimme des Regisseurs und Drehbuchautors in der akkuraten Adaption seines gleichnamigen Kinderbuchs. In den fast 30 Jahren seit dessen Erscheinen wartete Travolta womöglich vergebens darauf, dass jemand anderes auf eine Adaption Lust hätte. 

Oberflächlich betrachtet ist er die perfekte Person zur Adaption der Vorlage: Ein Märchen von ihm über ihn und mit ihm in einer Cameo als erwachsene Version des kindlichen Hauptcharakters. In der Nacht des 28. Dezember 1962 unternimmt der 8-jährige Jeff (Clark Shotwell) den ersten Flug seines Lebens mit seiner Mutter Helen (Kelly Eviston-Quinnett), die in L.A. auf eine Schauspielkarriere hofft. Jeff ist Flugzeug-Fan und begeistert von jedem Detail der Reise, frei von all den üblichen Ärgernissen.

Aufdringliche Sitznachbarn, blockierte Toiletten und furchtbares Essen - obwohl Jeff an den Cordon Bleus rummäkelt - gibt es nicht in dem an eine Club-Lounge erinnernden Flieger, in dem die freundliche Stewardess Liz (Olga Hoffmann) sie gratis in die erste Klasse verlegt. Liz Erinnerungen an die Nazi-Verfolgung, die sie nur knapp überlebte, scheint Teil des Abenteuers, bei dem Jeff in der jungen Stewardess Doris (Ella Bleu Travolta, The Poison Rose - Dunkle Vergangenheit) seine Zukünftige findet. Dass sie von Travoltas Tochter verkörpert wird und Jeff eine fiktive Version seiner selbst ist, verdrängt man besser. 

Keine leichte Aufgabe bei der akustischen Allgegenwart Travoltas, dessen Off-Erzählung wieder und wieder das Großartige der Erfahrung betont: „Life just couldn‘t get better“ für die Reichen und Privilegierten, zu denen Jeff und Mama Helen offenbar gehören. Ihren entrückten Elitarismus maximieren das stylische Setting und die Vintage-Kostüme wie aus dem Designer-Katalog. Paul de Lumens gediegene Kamerabilder rekreieren die artifizielle Aura eines antiquierten Werbespots. Ein solcher ist im Grunde das selbstvernarrte Szenario, dessen einstündige Laufzeit sich länger als ein Überseeflug hinzieht.

Fazit

Eine Handlung existiert in John Travoltas maskiertem Materialismus-Märchen ebenso wenig wie ausgearbeitete Charaktere und Konflikte. Ein kaputter Spielzeugflieger ist der dramatische Höhepunkt der redundanten Reminiszenz an eine verklärte Vergangenheit. Unter dem passablen Ensemble, in dem die ausnahmslos attraktiven Frauen nur existieren, um für die männlichen Figuren da zu sein, bleibt ausgerechnet der kleine Hauptdarsteller der darstellerisch schwächste. Der angeblich erste bestätigte Film des 79. Cannes Film Festivals gibt sich als Kinderfilm aus, ist aber tatsächlich patriarchalische Phantasterei für alte weiße Männer. 

Kritik: Lida Bach

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