{{ tweet.login }}

{{ tweet.reply.login }} {{ tweet.reply.deleted ? 'Ursprüngliche Nachricht gelöscht' : tweet.reply.excerpt }}
{{{ tweet.body | format }}}
Änderungsverlauf

Wird geladen…

{{ historyError }}

  1. {{ version.current ? 'Aktuelle Fassung' : (versionIndex === 0 ? 'Original' : 'Frühere Fassung') }}
    {{{ version.body | format }}}

Wird geladen...

×
?
So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
Die interne Movie-ID direkt einfügen.
Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

POISON – EINE LIEBESGESCHICHTE erzählt das bewegende Aufeinandertreffen von Lucas und Edith neun Jahre nach ihrer Trennung. Im Laufe des Tages werden sie mit der Vergangenheit konfrontiert und durchleben Gefühle der Liebe und Hoffnung, aber auch der Trauer und alter Ressentiments.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Das titelgebende Gift in Désirée Nosbuschs (15 Jahre) statischem Spielfilm-Regiedebüt meint natürlich nicht nur die nicht näher definierten Toxine im Boden des als symbolträchtiger Schauplatz dienenden Friedhofs. Auf dem ruht das vor Jahrzehnten bei einem Autounfall ums Leben gekommene Kind des zentralen Figurenpaares. Dessen unaufgearbeitete Vergangenheit verpestet schleichend dessen Gegenwart. Zumindest die Ediths (Trine Dyrholm, Mary & George). Sie dominiert die Konfrontation mit ihrem Ex-Partner Lucas (Tim Roth, Tiny Beautiful Things). Der verließ sie damals ebenso abrupt wie der Sohn.

Jener geistert in Momentaufnahmen, die mal klar als Projektion erkennbar sind, mal in der Schwebe zwischen realer und imaginärer Begegnung bleiben, buchstäblich durch das stimmungsvolle Szenario. Das lebt von Judith Kaufmanns kühlen Kameraaufnahmen und mehr noch den eindringlichen Darstellungen. Genossen an deren emotionaler Komplexität wirkt die initiativarme Inszenierung erschöpfend schal, eine Erinnerung der Verankerung des Stücks auf der Bühne. Deren Restriktionen und Routine hemmen spürbar die dramatische und psychologische Entwicklung des Geschehens.

Dessen Reiz liegt in der präzisen Ausarbeitung zweier Charaktere, deren gemeinsame Geschichte Schicht für Schicht umgegraben wird, bis sich der Moment des Bruchs als eigentlicher Anlass der beidseitigen Bitterkeit enthüllt. Die Frage, in wiefern dabei gender-spezifische und gesellschaftliche Muster bedient werden, ist nicht die einzige um die sich das didaktische Drehbuch herumdrückt. Während eine Reihe soziologischer Aspekte offen belieben, werden private Punkte wieder und wieder brach gelegt, doch selbst das passt zu der reflektierten Revision.

Fazit

Das Wetter, das sich nach einem Regenschauer wieder aufklärt, ist in Désirée Nosbuschs solidem Schauspielstück eine der weniger subtilen Metaphern für die implizierte Notwendigkeit versöhnlicher Vergangenheitsbewältigung. Jene steht im Zentrum des minimalistischen Dialog-Dramas, dessen wuchtige Wortlast und literarische Liturgie im Kontrast zur schauspielerischen Sensibilität steht. Mehrfach verpasst der ausgedehnte Aufarbeitungs-Prozess den Moment des Abschlusses und verfällt wie seine differenziert entworfenen Figuren darauf, die gleichen Dinge immer wieder auszugraben - sogar in der Fiktion.

Kritik: Lida Bach

Wird geladen...

×