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Die Story nimmt ihren Anfang, als der Top-Privatdetektiv Harry Goodman auf mysteriöse Art verschwindet, woraufhin sein 21 Jahre alter Sohn Tim sich aufmacht, um herauszufinden, was geschah. Unterstützt wird er von Harrys früherem Pokémon-PartnerPikachu: einem wahnsinnig komischen, frotzelnden, liebenswerten Super-Spürhund, der sich selber nicht versteht. Als sie erkennen, dass sie auf eine einzigartige Art und Weise miteinander kommunizieren können, schließen sich Tim undPikachuzusammen und begeben sich auf ein packendes Abenteuer, um die geheimnisvollen Machenschaften zu entwirren. Auf der Jagd nach Hinweisen in den neonbeleuchteten Straßen von Ryme City – einer wuchernden modernen Metropole, in der Menschen und Pokémon Seite an Seite in einer hyperrealistischen Live-Action-Welt leben – treffen sie auf diverse Pokémon und decken eine schockierende Verschwörung auf, die die friedliche Koexistenz beenden könnte und das gesamte Pokémon-Universum in Gefahr bringt.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Vor 23 Jahren wurde in Japan das erste Videospiel des Pokémon-Franchises in Japan veröffentlicht. Auch wenn sich Nintendo von dem Videospiel hohe verkaufszahlen erhofft hatte, konnte das Unternehmen wohl kaum den immensen Erfolg der Reihe antizipieren. Weltweit wurden bisher über 300 Millionen Exemplare der Videospiel-Reihe verkauft. Parallel zur Veröffentlichung der Spiele wurden noch eine Animeserie, ein Sammelkartenspiel und 21 Kinofilme produziert, die sich ebenfalls großer Beliebtheit erfreuen und das Franchise – trotz sehr konservativer Haltung der Pokémon Company – bis heute am Leben erhalten konnten. Es ist nur wenig verwunderlich, dass nach dem immensen Erfolg von Pokémon Go, der noch weit über die Fanbase der Nintendo-Spiele hinaus ging, nun auch der erste Realfilm des Franchises in die Kinos kommt. Dass dieser allerdings nicht auf der Hauptreihe der Videospiele oder dem Anime basiert, sondern auf dem Spin-Off Spiel Meisterdetektiv Pikachu, sorgte weltweit für Überraschung.

Basiert ist hierbei das richtige Wort. Zwar übernimmt der Film einen Großteil der Charaktere und Story-Beats, nimmt sich aber gerade gegen Ende doch recht viele Freiheiten, die Fans des Videospiels überraschen dürften. Protagonist Tim Goodman (Justice Smith, Jurassic World: Das gefallene Königreich) ist – anders als Anime-Serien Held Ash Ketchum – kein Pokémon-Trainer und hat auch keinerlei Ambitionen einer zu werden. Er fristet ein tristes Dasein als Versicherungsmakler in einer trostlosen Kleinstadt. Als ihn jedoch die Nachricht erreicht, dass sein Vater bei einem Autounfall umgekommen ist, macht sich Tim schnellstmöglich auf den Weg Nach Ryme City, eine Stadt, in der Pokémon und Menschen in Harmonie zusammenleben und Kämpfe zwischen den Monstern verboten sind. Bei Nachforschungen trifft Tim auf den Partner seines Vaters – Pikachu (Ryan Reynolds, Deadpool). Als beide erschreckt feststellen, dass sie einander verstehen, schließen sie sich zusammen, um dem ominösen Tod von Tims Vater und Pikachus Partner auf den Weg zu gehen.

Die Idee, sich beim ersten Realfilm des Pokémon-Franchises nicht den Ballast der Anime-Serie zu aufzuladen, sondern sich noch recht frischen und unverbrauchten Charakteren anzunehmen, ist genial. Insbesondere, weil einer der nervigsten Aspekte der Pokémon-Reihe damit umgangen wird. Pikachu ist nicht dazu verdammt, ewig seinen eigenen Namen zu wiederholen, sondern kann – zumindest mit dem menschlichen Protagonisten – sprechen. Das erleichtert die Immersion in die Welt der Pokémon – insbesondere für Neulinge – ungemein.  Genial war es auch, Ryan Reynolds als Pikachu zu besetzen.  Wäre es nicht perfekt, wenn der erste Pokémon Realfilm sich nicht so tierisch ernst nehmen würde wie die ganzen Anime-Filme, sondern etwas vom tollen Metahumor Deadpools beinhalten würde?

Natürlich wäre das großartig. Doch leider hatten die Autoren des Films andere Pläne. Diese stammen wahrscheinlich weniger von Nicole Perlman (Guardians of the Galaxy Vol. 1), die sich unter anderem für die Story verantwortlich zeigt, sondern eher von Derek Conolly (Jurassic World), der neben anderen am Drehbuch geschrieben hat. Von der Gewitztheit der Trailer bleibt im Film selbst nicht mehr viel übrig. Zwar verkörpert Reynolds die kleine gelbe Elektro-Maus sowohl mit seiner Stimme, als auch durch Motion Capturing wirklich gut, doch hat er leider nicht ansatzweise so tolles Material wie bei Deadpool zur Verfügung. Dem Film fehlt nicht nur über weite Strecken der Humor, im Gegenteil, er nimmt sich oft viel zu ernst. Darüber kann auch der immer wieder eingestreute Fanservice nicht hinwegtäuschen.

Diese Ernsthaftigkeit wird dabei nicht nur von der vorhersehbaren Story untergraben, sondern auch von der menschlichen Hauptrolle. Justice Smith zeigt in Pokémon: Meisterdetektiv Pikachu eine emotionale Bandbreite, die man sonst nur von Hayden Christensen (Star Wars: Episode II - Angriff der Klonkrieger) gewohnt ist. Auch der Rest des Casts scheint sich nicht ganz bewusst zu sein, in welchem Film sie hier eigentlich stecken. Größen wie Ken Watanabe (Godzilla) und Bill Nighy (Tatsächlich ... Liebe) bringen nur noch mehr Schwermut in den Film. Regisseur Rob Letterman (Gänsehaut) hat es gänzlich verpasst, den Film mit etwas Spaß zu durchsetzen. Dabei hätte der Film eine gewisse Leichtigkeit bitter nötig.

Doch wie ist es um die eigentlichen Helden des Films bestellt – die Pokémon? Mit der Moving Picture Company (Wonder Woman) und Framestore (Guardians oft he Galaxy Vol. 2) hat sich Warner Bros. zwei große Namen ins Boot geholt, um die Pokémon zum Leben zu erwecken. Auch wenn das Fell von Pikachu oder die Schuppen von Glurak anfänglich etwas befremdlich wirken, haben die Studios doch großartige Arbeit darin geleistet, die Fantasiewesen mit einer Textur zu versehen. Dadurch ist es ihnen gelungen, diese perfekt in die Welt der Menschen zu integrieren. Insbesondere das optische Zusammenspiel zwischen Tim und Pikachu ist immer wieder beeindruckend. Was allerdings weniger beeindruckt ist die Welt, in der sich Menschen und Pokémon bewegen. Hauptschauplatz des Films ist die Stadt Ryme City. Ein Mischmasch aus New York, London und Tokyo, dass mit vielen Neonzeichen vollgepackt wurde. Die Stadt ist nicht nur sehr weit vom Spiel entfernt, sondern zeigt auch keinerlei Ähnlichkeit zu anderen Orten der Videospiele oder Anime-Reihe und wirkt daher etwas fehl am Platz. Nichtsdestotrotz muss man den Studios großen Respekt zollen, dass es ihnen gelungen ist, die Wesen, die uns schon seit 23 Jahren in Videospiel- und Zeichentrickform begleiten auf eine ganz neue Art und Weise zum Leben zu erwecken.

Fazit

Auch dem ersten Pokémon-Realfilm ist es nicht gelungen, den Fluch der Videospielverfilmungen zu brechen. Rob Lettermans Auftragsarbeit lässt insbesondere die Leichtigkeit vermissen, die das Franchise jahrelang am Leben erhalten hat. Hartgesottene Pokémon-Fans werden ob des Fanservices und den toll animierten Monstern sicher ein wenig Spaß haben. Alle anderen sollten aber lieber zum Videospiel greifen.

Autor: Tobias Bangemann

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