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Quelle: themoviedb.org

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Der Naturwissenschaftslehrer Ryland Grace (RYAN GOSLING) wacht eines Tages auf einem Raumschiff auf – Lichtjahre von zu Hause entfernt und ohne Erinnerung daran, wer er ist oder wie er dorthin gekommen ist. Als sein Gedächtnis nach und nach zurückkehrt, findet er heraus, was seine Mission ist: Er soll das Rätsel um eine mysteriöse Substanz lösen, die dazu führt, dass die Sonne erlischt. Um alles und jeden auf der Erde vor dem Aussterben zu bewahren, muss er auf sein wissenschaftliches Fachwissen und einige unorthodoxe Ideen zurückgreifen. Dabei führt eine unerwartete Freundschaft dazu, dass er all dies vielleicht nicht ganz allein tun muss…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Als Regieduo haben  und längst bewiesen, dass sie ein ausgeprägtes Gespür für Popkultur besitzen. Mit dem Animationshit The Lego Movie (2014) gelang ihnen nicht nur ein überraschend witziges Familienabenteuer, sie waren auch maßgeblich daran beteiligt, dass Animationsfilme im Mainstream wieder visuell und erzählerisch mehr wagen. Ihr Einfluss auf Spider-Man: Into the Spider-Verse (2022) gilt bis heute als einer der Gründe, warum sich Animationsproduktionen inzwischen deutlich stilbewusster präsentieren als noch vor einem Jahrzehnt.

Gleichzeitig haftet ihrem Namen im Live-Action-Bereich ein anderer Moment an: ihr spektakulärer Ausstieg bei Solo: A Star Wars Story (2018), der damals für reichlich Schlagzeilen sorgte. Mit Der Astronaut – Project Hail Mary wagen sie nun die Rückkehr zum Realfilm – und zugleich einen ambitionierten Versuch, originäre Science-Fiction im Kino wieder stärker zu etablieren. Als Grundlage dient der gleichnamige Bestseller von Andy Weir, dessen Roman Der Marsianer bereits 2015 unter der Regie von  erfolgreich verfilmt wurde. Scotts Der Marsianer - Rettet Mark Watney gilt bis heute als einer der unterhaltsamsten Beiträge des Regisseurs und zeigte eindrucksvoll, was Weirs Bücher auszeichnet: komplexe naturwissenschaftliche Zusammenhänge werden verständlich, oft sogar humorvoll vermittelt.

Wissenschaft trifft Unterhaltung – doch der Balanceakt gelingt nicht immer

Genau diese Stärke geht in Der Astronaut – Project Hail Mary allerdings ein Stück weit verloren. Zwar bemüht sich das Drehbuch von Drew Goddard (der vermutlich den neuen Matrix drehen wird) weiterhin, wissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären, doch wirken diese Passagen eher pflichtschuldig als elegant. Während bei „Der Marsianer“ die detaillierte Darstellung von Mark Watneys Überlebenskampf ein zentrales Element darstellte, interessieren sich Lord und Miller hier deutlich stärker für Tempo und Humor.

Fans der literarischen Vorlage könnten diese Verschiebung womöglich bedauern. Dennoch besitzt der Film genügend Qualitäten, um diese Schwäche auszugleichen. Der wichtigste Faktor heißt . Der kanadische Darsteller trägt die Geschichte fast im Alleingang und verleiht der Figur des Astronauten Grace eine sympathische Präsenz. Nach dem charmanten, aber kommerziell eher durchwachsenen The Fall Guy wäre es ihm zu wünschen, dass dieses Abenteuer wieder ein größeres Publikum erreicht.

Gosling zeigt dabei genau jene Mischung aus Charme, trockenem Humor und emotionaler Offenheit, die ihn seit Jahren auszeichnet. Gleichzeitig fühlt sich diese Performance vertraut an. Wer seine Arbeit in Filmen wie Blue Valentine (2010) Drive (2011) kennt, weiß, wie vielseitig er sein kann. Umso mehr wäre es spannend, ihn wieder einmal in einer Rolle zu sehen, die seine Bandbreite stärker ausreizt. In Der Astronaut – Project Hail Mary funktioniert seine Darstellung hervorragend – doch sie bewegt sich in einer Komfortzone, die man inzwischen zu gut kennt. Hoffentlich wird er nicht eines Tages darstellerisch so festgefahren sein, wie sein Namensvetter Reynolds.

Große Bilder, gebremste Epik

Visuell kann der Film durchaus beeindrucken. Einige Sequenzen entfalten eine beachtliche Größe und erinnern daran, wie faszinierend klassische Science-Fiction auf der Kinoleinwand wirken kann. Der Weltraum wird nicht nur als Kulisse genutzt, sondern als Bühne für spektakuläre Momente.

Das Problem liegt weniger in der Inszenierung als im Umgang mit dieser Epik. Immer wieder unterbrechen humorvolle Einlagen oder ironische Kommentare die Wirkung der Bilder. Anstatt einzelne Szenen einfach wirken zu lassen, wird fast stets noch eine Pointe nachgeschoben. Dadurch verliert die Geschichte gelegentlich an Gravitas.

Hinzu kommt ein weiteres Manko: echte Dringlichkeit stellt sich selten ein. Dabei steht nichts Geringeres als das Überleben der Erde auf dem Spiel. Doch anstatt diese Bedrohung dauerhaft spürbar zu machen, konzentriert sich der Film häufig darauf, Goslings Figur als charmanten Sonnyboy zu inszenieren. Ein Vergleich mit Sunshine (2007) von  und Alex Garland drängt sich auf. Dessen Weltenrettungsmission mag im letzten Akt erzählerisch ausufern, doch die Bildsprache und das Gefühl von existenzieller Gefahr sind dort ungleich intensiver.

Eine ungewöhnliche Freundschaft 

Wer die Trailer nicht gesehen hat oder möglichst unvoreingenommen bleiben möchte, sollte den folgenden zwei Absätze vielleicht überspringen.

Im Kern erzählt „Der Astronaut“ nämlich vor allem von Beziehungen. Zunächst entwickelt Grace eine Verbindung zu einem Regierungsbeamten namens Carl, gespielt von , vielen bekannt aus der Serie The Bear: The King of the Kitchen. Später tritt jedoch eine deutlich ungewöhnlichere Figur in sein Leben: ein fremdartiges, steinähnliches Wesen, das Grace kurzerhand „Rocky“ nennt. Ein beträchtlicher Teil des Films besteht also tatsächlich daraus, dass Gosling mit einem außerirdischen Felsen kommuniziert.

Was auf dem Papier absurd klingt, erweist sich überraschend als eine der größten Stärken des Films. Die vorsichtige Annäherung zweier völlig unterschiedlicher Spezies entwickelt eine charmante Dynamik. Gerade im aktuellen politischen Klima wirkt diese Geschichte über Verständigung und Zusammenarbeit beinahe wohltuend optimistisch. Trotz der überschaubaren Zahl menschlicher Figuren bleibt Der Astronaut – Project Hail Mary ein nett gemeintes Plädoyer für Humanismus.

Rhythmusprobleme und erzählerische Umwege

So sehr Lord und Miller auf Unterhaltung setzen, so deutlich zeigt sich an anderer Stelle ein strukturelles Problem. Der Erzählrhythmus gerät immer wieder ins Stocken. Verantwortlich dafür sind vor allem zahlreiche Rückblenden, die offenbar versuchen, der Handlung nachträglich mehr Dringlichkeit zu verleihen.

Diese Einschübe bringen zwar zusätzliche Informationen, unterbrechen jedoch regelmäßig den Fluss der Geschichte. Besonders im letzten Drittel wirkt der Film dadurch etwas überladen. Mehrere scheinbare Abschlüsse folgen aufeinander, wodurch sich das Finale unnötig in die Länge zieht. Eine wichtige Rolle in diesen Flashbacks übernimmt  (The Zone of Interest), die ihrer Figur trotz begrenzter Leinwandzeit Gewicht verleiht. 

Dennoch bleibt der Eindruck bestehen, dass die Erzählstruktur der Bestsellerverfilmung sich häufig selbst ausbremst und sich ein wenig zu sehr auf die Charmeoffensive ihres Stars verlässt, anstatt die Geschichte auch inhaltlich stärker zum Strahlen zu bringen. So unterhaltsam Der Astronaut – Project Hail Mary auch sein mag, selten wirkte ein drohender Weltuntergang auf der Leinwand so zweitrangig. Das eigentlich Beklemmende daran: Diese Gleichgültigkeit sagt womöglich mehr über unsere Gegenwart aus, als dem Film lieb sein dürfte.

Fazit

Trotz erzählerischer Unebenheiten und gelegentlich gebremster Dringlichkeit bleibt "Der Astronaut – Project Hail Mary" dank Charme, großen Sci-Fi-Bildern und einem spielfreudigen Ryan Gosling ein unterhaltsames Abenteuer. Dass der drohende Weltuntergang erstaunlich beiläufig wirkt, sagt dabei fast mehr über unsere Gegenwart aus als über den Film selbst.

Kritik: Sebastian Groß

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