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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Rache kennt kein Erbarmen! Gangster Pat Tate reist nach Ibiza, um die Mörder seines besten Freundes zur Strecke zu bringen. Dabei gerät er in einen blutigen Krieg zwischen Waffenhändlern, Söldnern und der CIA. Plötzlich steht er selbst auf jeder Abschussliste. Doch Tate kennt weder Rückzug noch Gnade: Er will Vergeltung. Und Ibiza wird zum Schlachtfeld.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Es entbehrt nicht einer gewissen Ironie, dass Regisseur und Drehbuchautor Nick Nevern mit seinem zweiten Spielfilm The Hooligan Factory - Helden ohne Hirn und Tadel ausgerechnet jene Sorte britisches Milieukino aufs Korn nahm, das den anfänglichen Nährboden der Footsoldier-Reihe bildete. Ein Franchise, welches inzwischen in Regelmäßigkeit fortgeführt wird. Seit 2021 sitzt Nevern bei Rise of the Footsoldier auf dem Regiestuhl. Mit Rise of the Footsoldier: Retribution erreicht die mittlerweile ausufernde Serie bedauerlicherweise einen weiteren Tiefpunkt. Dabei mangelt es der Fortsetzung weder an Schusswaffen noch an zwielichtigen Gestalten. Was fehlt, ist ausgerechnet das, was ein solches Milieu auf der Leinwand interessant machen könnte: eine mitreißende Geschichte, ein Gespür für Atmosphäre und ein Mindestmaß an erzählerischer Disziplin.

Viel Geballer, null Biss: Pat Tate geht die Luft aus

Im Mittelpunkt steht erneut Pat Tate, verkörpert von Craig Fairbrass, der die Rolle inzwischen seit fast zwei Jahrzehnten spielt. Der Brite bringt dafür durchaus die richtigen Voraussetzungen mit. Seine bullige Erscheinung, die raue Ausstrahlung und dieser unverkennbare Blick vermitteln mühelos, dass man sich mit diesem Mann besser nicht anlegen sollte. Fairbrass weiß, wie er seine Figur verkaufen muss. Nur kann selbst seine Präsenz nicht kaschieren, dass das Drehbuch kaum noch etwas mit ihr anzufangen weiß.

Diesmal verschlägt es Tate nach Ibiza, wo er auf Rache sinnt und dabei mit Gangstern, Waffenhändlern, Söldnern und irgendwann sogar der CIA aneinandergerät. Das klingt nach reichlich Zündstoff, entpuppt sich aber als lieblos zusammengeschusterte Ansammlung vertrauter Genreversatzstücke. Ein Konflikt jagt den nächsten, neue Figuren tauchen auf, Waffen werden gezückt und Drohungen ausgesprochen. Warum das alles zusammengehört und welche Konsequenzen sich daraus ergeben, scheint kaum jemanden hinter der Kamera ernsthaft zu interessieren. Die Handlung hangelt sich von einer Konfrontation zur nächsten, ohne einen überzeugenden Spannungsbogen aufzubauen.

Auch die Action rettet den Film nicht. Obwohl ständig irgendwelche Knarren im Spiel sind, bleiben die Schießereien öde und erstaunlich unspektakulär. Es fehlt an markanten Bildern, kreativen Einfällen und jener kompromisslosen Wucht, die dem britischen Gangsterkino einst seinen schmutzigen Reiz verlieh. Stattdessen wirkt das Geschehen wie routiniert heruntergekurbelte Pflichtübung. Selbst die Gewalt, früher zumindest ein wesentlicher Bestandteil der zweifelhaften Faszination dieser Reihe, entfaltet kaum noch Wirkung. Wo einst die rohe Brutalität für einen gewissen Schockwert sorgte, regiert nun abgestumpfte Beliebigkeit.

Vom siffigen Gangsterkino zur seelenlosen Fließbandware

Dabei war Rise of the Footsoldier nicht immer derart ermüdend. Gerade die frühen Filme besaßen eine gewisse siffige Energie und vermittelten zumindest den Versuch, ein brutales Milieu mit einer eigenen Handschrift einzufangen. Von einem großen Gangsterepos war die Reihe zwar auch damals weit entfernt, doch ihre kompromisslose Art konnte durchaus unterhalten. Inzwischen ist davon wenig übrig. Spätestens seit Rise of the Footsoldier: Origins wirkt die Serie wie ein Schatten ihrer selbst, der sich mit jeder weiteren Fortsetzung weiter von seinen einstigen Qualitäten entfernt.

Besonders deutlich zeigt sich das im Umgang mit der eigenen Vergangenheit. Wer die vorherigen Filme nicht mehr präsent hat, dürfte kaum einen Grund finden, sich mit ihrer Chronologie auseinanderzusetzen. Und wer sich tatsächlich noch an sämtliche Verstrickungen erinnert, bekommt hier ebenfalls wenig geboten, das diese Mühe belohnen würde. Die Kontinuität scheint bestenfalls nebensächlich zu sein. Entscheidend ist offenbar nur, dass Pat Tate erneut in Schwierigkeiten gerät und sich mit möglichst vielen bewaffneten Gegnern anlegen darf.

Dass in einigen Jahren der nächste Teil folgen könnte, überrascht deshalb kaum. Die Marke funktioniert längst nach dem Prinzip einer kostengünstigen Direct-to-DVD- oder Streaming-Produktion, die bekannte Zutaten zusammenwirft und auf ein treues Publikum hofft. Nur ist selbst für eingefleischte Anhänger*innen fraglich, welchen Mehrwert das noch bieten soll. Rise of the Footsoldier: Retribution ist weder ein überzeugender Gangsterfilm noch ein besonders unterhaltsamer Actionreißer. Übrig bleibt ein müder Franchise-Ableger, der seine eigene Existenz kaum rechtfertigt. Wer Pat Tate bislang begleitet hat, darf guten Gewissens aussteigen. Einen würdigen Abschied verpasst man dabei ohnehin nicht.

Fazit

Das ist nur noch müde Gangsterkost, die sich damit zufriedengibt, Altbewährtes altertümlich und altbacken wiederzukäuen. Selbst für Fans dürfte dieser Ausflug nach Ibiza eher eine lästige Pflichtübung als ein Vergnügen sein.

Kritik: Sebastian Groß

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