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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

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Inhalt

Zehn Jahre Hölle im Strafgefangenenlager liegen hinter Gary Hamilton. Zehn Jahre, die er unschuldig verbrachte – verraten von seinem besten Freund. Während Hamilton im Steinbruch schmorte, machte sich der skrupellose Acombar ein bequemes Leben: Er behielt die Beute, nahm ihm Haus und Geliebte – und glaubte, seine Schuld sei für immer begraben. Doch nun ist Hamilton frei. Auf dem Weg zurück in seine alte Heimat erkennt er Acombars Sohn und schickt eine letzte, unmissverständliche Nachricht voraus: Heute Abend wird abgerechnet!

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nach den weltweiten Erfolgen der Für eine Handvoll Dollar-Trilogie und Django war der Spaghetti-Western bis Anfang der 70er Jahre das neue Genre-Phänomen in der diesbezüglich immer sehr euphorischen B-Movie-Welt von Bella Italia. Vorher waren es die Abenteuer- und Sandalenfilme, später wurden die Western abgelöst von den Gialli und Poliziotteschi. Viele dieser Streifen waren natürlich günstig gedrehte Massenware und das Stöbern nach echten Perlen in dieser zahllosen Flut daher nicht immer einfach. Satan der Rache von Antonio Margheriti (Jäger der Apokalypse) ist genauso ein besonderes Exemplar, auch wenn es anfangs nicht unbedingt so aussehen mag.


Kein Duell auf Augenhöhe - aber zumindest auf Farbe


Am Anfang wirkt der Film von Margheriti – hier mal wieder unter seinem Standard-Pseudonym Anthony Dawson – auch nur wie einer von vielen. Nach 10 Jahren Straflager erhält der ehemalige Lieutenant Gary Hamilton (Klaus Kinski, Fitzcarraldo) aufgrund einer Amnestie für verdiente Veteranen überraschend die Freiheit. Sein Ziel ist die alte Heimat, doch Heim und Weib sind inzwischen im Besitz seines ehemaligen Partners Acombar (Peter Carsten, Nachts, wenn der Teufel kam), der wie ein König über seine Kleinstadt herrscht. Zufällig teilen sich Hamilton und Acombars Sohn Dick (mit einer gesundheitsgefährdenden Menge Selbstbräuner zur menschlichen Erdnuss mutiert: Antonio Cantafora, Baron Blood) eine Kutsche und so überbringt er über den ahnungslosen Sohnemann die Nachricht seiner baldigen Rückkehr. So weit, so bekannt und nicht sonderlich aus der Masse herausstechend, bis auf das Wettstrahlen der jeweils unglaublich stahlblauen Augen von Kinski und Cantafora (dessen „natürlicher“ Teint den deutlich krasseren Kontrast bietet). Doch dann entwickelt sich ein alttestamentarischer Höllensturm eines Vergeltungsszenarios, welches der Originaltitle E Dio disse a Caino… („Und Gott (der Herr) sprach zu Kain…“) bereits großspurig ankündigt. Und da hat er definitiv nicht zu viel versprochen…


Ein Sturm zieht auf…


Das, was Satan der Rache ab etwa einer halben Stunde anbietet, wäre bei vielen Filmen der Showdown. Im Schutze eines aufziehenden Tornados unterwandert Kinski - im wahrsten Sinne des Wortes - als erbarmungslose Racheengel die wie eine Festung anmutenden Kleinstadt. Wie eine biblische Plage, wie eine dämonische Heimsuchung. Ein kompromissloser Vergeltungszug, bei dem er gespenstisch immer wieder aus den unterirdischen Höhlen unter der Stadt hervorstößt und sich nach und nach einen weiteren Schergen vorknöpft, um sich so unaufhaltsam seinen Weg bis zu seiner Nemesis zu bahnen. Das erinnert im groben an den US-Klassiker Rio Bravo, nur mit umgekehrten Voraussetzungen, denn diesmal müssen sich viele gegen eine One-Man-Invasion verteidigen. Klaus Kinski glänzt in der Rolle des desillusionierten und vom blanken Hass angetriebenen Vollstreckers, dem er allein durch seine Präsenz auch etwas Tragisches und Gebrochenes mitgibt, was seiner Figur auch ohne viele Worte mehr Tiefe verleiht.


…und der Herr sprach zu Kain

Über den Menschen Klaus Kinski soll an dieser Stelle nicht diskutiert werden, als Darsteller war er jedoch eine Ausnahmeerscheinung, die selbst die schäbigsten Filme noch leicht aufwerten konnte. Das hat Satan der Rache jedoch gar nicht erst nötig, viel zu atmosphärisch gestaltet Antonio Margheriti – bei seiner vermutlich besten persönlichen Leistung – dieses infernalische Spektakel. Im Auge des Sturms, begleitet von einem konstanten Glockenläuten, welches das Jüngste Gericht anzukündigen scheint, wird sowohl visuell als auch auditiv ein einschnürendes Erlebnis geboten. Der Guerilla-Kampf aus dem Untergrund bringt Bezüge aus dem damals noch lange tobenden Vietnamkrieg mit ein, während die Grundstimmung und die Darstellung des beinah übernatürlichen Schreckgespenstes Elemente des Horrorfilms unübersehbar machen, mündend in jenem biblischen Kontext, den der Originaltitel heraufbeschwört. Inhaltlich darf man nicht allzu viel erwarten, denn wie gesagt, im Prinzip ist das ein Showdown in Spielfilmlänge. Dafür einer, den viele andere Genre-Vertreter dieser Zeit sich nicht mal in ihren kühnsten Albträumen hätten ausmalen können.

Fazit

Ein wuchtiger, ungemein atmosphärischer Vergeltungszug eines gespenstischen Klaus Kinski, der schlimmer als jeder Würbelsturm eine vom Bösen infizierte Kleinstadt heimsucht und jeden Sünder seinem Schöpfer übergibt. Schlicht, dafür ungemein packend inszeniert und mit hohem Wiedererkennungswert in der sich oft vermischenden Masse der Italo-Western. Ein Highlight seines Sub-Genres.


Kritik: Jacko Kunze

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