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Inhalt

Die an einem See gelegene Kleinstadt Lake Tahoe ist eigentlich ziemlich beschaulich und idyllisch, doch seit einiger Zeit häufen sich Unfälle und Attacken auf Schwimmer und Wassersportler mit ziemlich hohem Blutzoll. Die Polizistin Meredith Hernandez  und ihr Freund, der Biologe Peter, gehen der Sache auf den Grund und entdecken bald, dass ein zähnefletschender Hai sein Unwesen im örtlichen See treibt. Doch wie sollen sie den nur loswerden? In ihrer Verzweiflung wenden sie sich an Clint Gray, der früher mit exotischen Tieren auf dem Schwarzmarkt gehandelt hat und frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde. Dass er es war, der einst den Hai im See freigelassen hat, um ihn nicht dubiosen Geschäftspartnern verkaufen zu müssen, weiß allerdings noch niemand. Und dann stellt sich auch noch heraus, dass der Hai nicht allein ist…

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Wir als Zuschauer sind das Thema Haie langsam wirklich leid. Gefühlt jede Woche kommt ein neuer Haifilm, welcher in Schlechtigkeit die anderen Vertreter des Genres noch unterbietet. Schuld daran ist The Asylum, die durch absolute Billigproduktionen und Trashmüll das Subgenre Hai komplett versaut haben. Doch haben die Filme von The Asylum wenigstens einen positiven Effekt. Sie nehmen sich selbst einfach nicht ernst, sodass man fast noch ein bisschen Gefallen an Filmen wie Sharknado oder Mega Shark vs. Giant Octopus finden kann.

Was mit The Asylum begann entwickelte sich mit einem erschreckend hohen Tempo weiter. Viele Filmemacher (sofern die sich so nennen dürfen) kommen auf die glorreiche Idee, einen Film mit den gefräßigen Fischen zu drehen. Wären diese qualitativ wenigstens passabel, so wäre es gar nicht so schlimm (Hoffnungen liegen auf der Verfilmung des Romans Meg, welche 2018 ins Kino kommen soll), doch was diese sogenannten Filmemacher manchmal zu Tage fördern ist jenseits von Gut und Böse. Neuer Fall von verschwendeter Lebenszeit ist Shark Lake, das Erstlingswerk von Jerry Dugan.

Was Dugan dem Zuschauer hier vorlegt ist schlichtweg eine Frechheit. Man weiß gar nicht wo man anfangen soll. Vielleicht damit, dass der Film sich total ernst nimmt. Sind viele Filme der Trashschmiede The Asylum noch mit einem Augenzwinkern zu betrachten, so versucht Dugan hier einen ernstgemeinten Genrebeitrag zu inszenieren. Blöd nur, dass das vollkommen nach hinten losgeht. Es wird versucht eine richtige Story in den Film einzubetten. Doch wird sich hier nicht nur auf die Haie konzentriert sondern es gibt unzählige Nebenplots. Grundsätzlich spricht erst einmal nichts gegen Side Storys um dem Film vielleicht eine gewissen Tiefe zu geben. Doch hätte man als Regisseur diese vielleicht auch weiter im Auge behalten sollen. Viele der Nebenplots verlaufen nämlich im Nichts. Was in den ersten Minuten noch total wichtig erschien wird über die Laufzeit hinweg total vergessen. Beispiel gefällig? Am Anfang taucht ein dubioser Gangster auf, welcher unbedingt einen Bullenhai für sein Aquarium??? besitzen möchte. Dieser Handlungsstrang wird aber nach dem ersten Auftauchen komplett vergessen und führt quasi zu überhaupt nichts. In der letzten Minute fällt Dugan dieser Umstand allerdings ein und wir sehen den Gangster völlig zusammenhanglos in einem Polizeiwagen sitzen, wie er ins Gefängnis gefahren wird.

Der Umstand der vielen Subplots führt zu einer erdrückenden und quälenden Langeweile. Es werden viele Fäden aufgegriffen um direkt wieder links liegen gelassen zu werden. So richtig beginnt der Film erst zum Schluss. Den ersten Hai bekommen wir nach unglaublich langen 50 Minuten endlich zu Gesicht. Und direkt wird klar, warum wir so lange keinen Hai zu sehen bekommen: Sie sehen absolut scheiße aus (Hier entschuldigen wir uns für die krasse Ausdrucksweise doch anders ist dies nicht zu beschreiben). Wenn man im Microsoft-Paint-Programm Animationen erstellen könnte, würden etwa die Haie aus Shark Lake das Resultat sein.  Im Vergleich dazu sollte The Asylum ein Oscar ausgesprochen werden.

Schlimmer ist allerdings noch, dass der Zuschauer zum Narren gehalten wird. Zum einen werden hier Tatsachen zu Grunde gelegt, dass man seine Fernbedienung wutentbrannt in den Fernseher schmeißen möchte. Es sind da nicht nur die dümmsten Polizisten der Welt (Zitat Anfang: ein Bär hat den Mann im tiefen Wasser getötet! Zitat Ende) sondern auch 3 Meter lange Haie, die Menschen im knöcheltiefen Wasser angreifen, der den Zuschauer zur Weißglut bringt. Als ob das Zielpublikum einen IQ von einem Meter Feldweg hat wird im Minutentakt irgendeine hirnrissige Scheiße (Entschuldigung) vom Stapel gelassen.

Die größte Frechheit ist allerdings das Werben mit Dolph Lundgren. Ok Dolph war noch nie unbedingt ein Zuschauermagnet. Man sieht es an seiner Karriere, welche mit diesem Stück Zelluloid wohl endgültig besiegelt wurde. Doch könnte man meinen, dass Dolph wenigstens ein paar Haien zeigt, wo der Hammer so hängt. Stattdessen bekommt er eine Screen-Time von ca. 5 Minuten. Sein absolutes Hailight (Wortwitz)ist die ?Schlägerei? mit einem Bullenhai. Den Rest des Filmes ist Lundgren fast gar nicht präsent oder tut einfach nix außer auf einem Boot zu stehen.

Abschließend kann man einfach nur sagen, dass alles an dem Film so absurd schlecht ist, dass man einen weiten Bogen darum machen sollte. Das Positivste, was man über Shark Lake sagen kann, ist, dass nicht alle Schauspieler eine katastrophale Leistung abgeben. Manche bewegen sich im unteren Durchschnitt. Somit hat Shark Lake keine Daseinsberechtigung und dürfte eigentlich irgendwo veröffentlicht werden. Der Film grenzt eher an Körperverletzung oder seelischer Grausamkeit. Nicht mal Bier in rauen Mengen macht dieses Machwerk annährend Ertragbar.

Fazit

Es ist Jerry Dugan’s erster Film und man kann nur hoffen, dass es auch sein letzter war. „Shark Lake“ ist verschwendete Lebenszeit. Das Leben ist zu schön für solche Filme.

Autor: Christian Kühnemann

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