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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Ein Konvertit, der zum Judentum konvertieren möchte, landet auf dem Op-Tisch eines muslimischen Arztes, der seine Beschneidung durchführen soll.

Kritik

Die Inhaltsangabe an sich ist bereits urkomisch und der Kurzfilm Snipped ist genauso lustig, wie man es sich vorstellt. Wenn ein zukünftiger Jude zu einem Moslem geht, um eine Beschneidung durchführen zu lassen, dann klingt es wie der Beginn eines Witzes. Genauso gestaltet sich der gesamte Film und alles dreht sich um das gute Stück und um das Schnipp, Schnapp, Vorhaut ab. An dieser Stelle sollte man unbedingt anmerken, dass der Film für zartbesaitete Männer nicht geeignet ist, weil er sehr anschaulich die Prozedur der Beschneidung darstellt. Das bedeutet natürlich nicht, dass alles gezeigt wird, aber es wird die richtige Atmosphäre erschaffen, die den Zuschauer in den Glauben lässt, dass da tatsächlich an einer empfindlichen Stelle geschnippelt wird. Während für manche Männer der Film problematisch sein könnte, ist er für Frauen mit Sicherheit ein wahres Vergnügen, weil ihnen naturgemäß die Empathie für die „Beschneidungssituation“ fehlt.

Man stelle sich nun vor, dass ein Mann, der sich zum Judentum bekennen will, zu einem Moslem geht und ihm sein bestes Stück voll und ganz ausliefert, quasi auf dem Silbertablett serviert. Da fängt das Kopfkino automatisch an, zu arbeiten. Schneidet der liebe Doktor zu viel ab? Und könnte die muslimische Arzthelferin ebenfalls ein Problem mit dem Patienten haben? Louis Bodnia Andersen spielt die Rolle des ängstlichen Patienten hervorragend und auch Nicolas Bro in der Rolle seines Vaters weiß es, mit der richtigen Mimik und Gestik zu überzeugen. Meistens reicht ein bestimmter Blick oder das Lachen im richtigen Moment aus und schon amüsiert man sich köstlich über die Absurdität der Gesamtsituation, die gar nicht mal so realitätsfremd zu sein scheint.

Gerade wenn man zu den von der Öffentlichkeit als rivalisierend empfundenen Nationen- oder Religionsvertretern gehört, verhält man sich häufig vorsichtig und überprüft die Lage, bevor man sich zu sich selbst bekennt. Das passiert jeden Tag und das macht es umso lustiger, weil der eine oder andere bestimmt schon selbst in einer solchen Situation war, in der er aufgrund der Vorurteile eine vorsichtige Haltung angenommen hatte. Die Frage ist nur, ob in Snipped eine Entwarnung kommt oder ob die Zweifel an der Richtigkeit der Beschneidung berechtigt waren.

Fazit

„Snipped“ könnte für manche Männer eine schmerzhafte Erfahrung sein. Alle anderen werden sich über diesen Kurzfilm köstlich amüsieren. Wenn ein zukünftiger Jude sich von einem muslimischen Arzt beschneiden lässt, dann klingt es nach jeder Menge Spaß. In der Tat überzeugt „Snipped“ mit einem scharfzüngigen Drehbuch, talentierten Darstellern und perfektem Timing.

Kritik: Yuliya Mieland

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