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Inhalt

Der junge Ingenieur Nikola Tesla (Ethan Hawke) ist ein vielversprechender Angestellter in Thomas Edisons (Kyle MacLachlan) Electric Light Company. Doch schon bald zeichnet sich ein Bruch zwischen den beiden sehr gegensätzlichen Männern ab, der sie zu lebenslangen Rivalen machen wird. Der brillante aber sozial unbeholfene Immigrant Tesla wendet sich an den Industriemagnaten George Westinghouse (Jim Gaffigan), der fortan Teslas Arbeit an seinem bahnbrechenden Stromsystem finanziert. Gleichzeitig arbeitet der genialische Erfinder bereits ungeduldig an einem neuen ambitionierten, vom Bankier J.P. Morgan (Donnie Keshawarz) finanzierten, Projekt. Dabei begegnet Tesla Morgans Tochter Anne (Eve Hewson) und steht vor der Entscheidung, sich weiter seiner Arbeit oder der Liebe hinzugeben.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Sieht man sich Tesla von Michael Almereyda (Hamlet) an, dann muss man sich im Klaren darüber sein, dass der in Kansas geborene Filmemacher hier nicht nur ein durch und durch unkonventionelles Biopic in die Kinos bringen wollte. Das Interessante an dem Werk ist, dass er beim Zuschauer kein lexikalisches Wissens rundum die geschichtsträchtige Persönlichkeit des Nikola Tesla voraussetzte. Das Publikum allerdings sollte einige klarn Vorerfahrungen mit dem oftmals prestigeträchtigt bewerteten Genre der Leinwand-Biographie mit sich bringen. Tesla nämlich zeigt über eine Laufzeit von gut 100 Minuten auf, dass Biopics vor allem eine Sache sind: Apparaturerzeugte Illusionen. Vielmehr noch: Es sind Lügen. Herausgekommen ist dabei eine keinesfalls reizlose Reflexion über das Erzählstrategien des Kinos, die sich nicht selten den Mechanismen des epischen Theaters annimmt.

Eine durchaus spannende Herangehensweise, weil Tesla sich damit eben nicht anschickt, im Oscar-Rennen ein Wörtchen mitzureden, sondern auf der Meta-Ebene verhandelt, warum Biopics (zum Beispiel Die Entdeckung der Unendlichkeit) immer wieder auf derart ausgeprägten Anklang bei Publikum und Preisverleihungen stoßen: Es ist die Macht der Täuschung. Michael Almereyda hebelt dieses Prinzip gekonnt aus, wenn er die Unwirklichkeit respektive Unzuverlässigkeit seiner Erzählung in den Fokus setzt und Ethan Hawke (Training Day) vor überdeutliche Rückprojektionen schreiten lässt oder Anne Morgan (gespielt von The Knick-Star Eve Hewson), die Tochter des Großbankers J.P. Morgan, der zeitweilig Teslas Ideen relativ großzügig finanzierte, im historischen Gewand Suchergebnisse auf Google analysieren lässt. Im Gegensatz zu Thomas Edison und George Westinghouse ist Nikola Tesla hier quasi ein unbeschriebenes Blatt.

Damit wird der legendenumwobene Status des Erfinders, der die Energieübertragung durch Zweiphasenwechselstrom erschuf und einen Motor konstruierte, der die Arbeit der Welt erledigen sollte, um die Menschen zu befreien, natürlich befeuert. Tesla verschweigt es natürlich nicht, den visionären Geist seines titelgebenden Protagonisten zum Ausdruck zu bringen, der Film aber zeigt auch die Selbstlosigkeit auf, mit der es Tesla letztlich nicht zu Ruhm gebracht hat, sondern im Alter von 86 verarmt in New York dahinschied. Ethan Hawke erweist sich dabei einmal mehr als Idealbesetzung für einen Mann, der von (genialen) Obsessionen in den Schatten gezwungen wird. Und wie im Film einmal erkannt wird, ist nichts imstande, im Schatten einer Eiche (Edison/Westinghouse) zu gedeihen. Mag dem Film auch die Dringlichkeit fehlen, um wirklich mitzureißen, so funktioniert dieses etwas andere Biopic doch überaus gelungen als stimmungsvolle Auseinandersetzung über die Unmöglichkeit, das Historische fundiert zu durchleuchten.

Fazit

Kein konventionelles Biopic, sondern vielmehr ambitioniertes episches Theater, welches sich der Persönlichkeit des Nikola Tesla auf einem überaus interessanten Wege annähert: Nämlich durch die Herausstellung, dass das Historische nicht wirklich zu durchleuchten ist. Damit erweist sich der mit Ethan Hawke sehr gut in der Hauptrolle besetzte Tesla auch auf der Meta-Ebene als gelungene Auseinandersetzung mit dem Genre der Leinwand-Biographie, bringt aber niemals die erzählerische Dringlichkeit auf, um den Zuschauer wirklich zu packen. Dennoch: Sehenswert.

Autor: Pascal Reis

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