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London in den Siebziger Jahren. Hier lebt die alleinerziehende Mutter Peggy Hodgson mit ihren Kindern. Ihr Leben verläuft in beschaulichen Bahnen, bis sich plötzlich schaurige Dinge ereignen. Im Zentrum der unerklärlichen Vorkommnisse scheint die elfährige Janet zu stehen. Zutiefst verängstigt weiß sich die Familie nicht mehr zu helfen und sucht Hilfe bei Profis. Sie führen Versuche durch und stellen in Janets Zimmer eine Kamera auf. Nach und nach erhärtet sich der Verdacht, dass es sich um einen Poltergeist handeln könnte.

Kritik

Der Mythos um den Enfield Poltergeist erhält in letzter Zeit viel Aufmerksamkeit. Das bekannteste Beispiel hierfür ist vermutlich The Conjuring 2. The Conjuring 2 setzt auf Effekthascherei sowie Schockmomente und nimmt es mit den wahren Begebenheiten hinter dem Fall nicht ganz so ernst. Doch gibt es auch noch andere Produktionen, welche sich etwas genauer an historische Fakten halten. Beispielsweise die Miniserie The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher. Ok jetzt einmal ernsthaft; zwar ist die Geschichte um den Enfield Poltergeist die bestdokumentierte Ereignisserie über paranormale Vorfälle, aber so richtig bewiesen ist dies nun auch nicht. Daher kann mal über den Wahrheitsgehalt der Geschichte streiten.

The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher nimmt sich dem ganzen Thema auf eine etwas ruhigere Art und Weise an, was im Vorfeld nicht als Negativ zu bewerten ist. Wichtig ist Atmosphäre und diese wird auch hier gut transportiert. Der Zuschauer hat das Gefühl, sich in den 70ger Jahren zu befinden. Auch die Auswahl der Schauspieler passt relativ gut auf ihre Rollen und vermitteln ebenfalls das 70ger Jahre Feeling. Generell unterscheidet sich The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher soweit von The Conjuring 2, sodass es nicht zu Verwechslungen kommen kann.

Doch ist es eine undankbare Aufgabe, zeitgleich sowie thematisch fast identisch mit The Conjuring 2 zu konkurrieren. Obwohl es sich bei The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher um eine Miniserie handelt, haben alle drei Episoden zusammen genommen eine Laufzeit von 140 Minuten. Genausolang wie eben auch The Conjuring 2. Doch leider gibt es auch in den knapp bemessenen 140 Minuten gewisse Längen bei The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher. Daher kann er in punkto Spannungskurve bei weitem nicht mit seinem direkten Konkurrenten mithalten. Doch wie bereits erwähnt, zählt die Atmosphäre des Filmes. Diese ist gelungen und schafft es häufig, dem Zuschauer einen kalten Schauer über den Rücken zu jagen.

Wäre da nicht der unnötige Nebenplot. Hier ist der einzig gravierende Kritikpunkt, welchen man The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher vorwerfen kann. Die Story um das verfluchte Haus im Stadtteil Enfield reicht aus, um eine abendfüllende Miniserie zu erstellen. Doch bekommen wir hier noch einen unpassenden Subplot geboten, welcher nicht wirklich zur eigentlichen Geschichte passen möchte. Somit wird immer wieder wertvolles Tempo aus der Geschichte selbst genommen. Auch der Versuch, beide Geschichten zum Schluss miteinander zu verbinden scheitert kläglich.

Besonders schade ist dies, da vorher sehr viel richtig gemacht worden ist. Überzeugende Schauspieler, ein mäßiges aber effektives Tempo um Spannung zu erzeugen und eine eher wissenschaftliche Art und Weise, sich mit dem Thema auseinander zu setzen. Die allseits verhassten Jump-Scares halten sich in Grenzen und auch effektmäßig wird hier für eine eher unbekannte Miniserie einiges aufgefahren. Anstatt Effekthascherei erleben wir hier eine weitaus nachvollziehbarere Charakterstudie. Jeder Zuschauer muss nun für sich selbst entscheiden, auf welche Weise er sich dem Mythos Enfield nähren möchte. Mit viel Tam Tamm aber massentauglicher oder eben ruhiger und durchdachter, jedoch mit einigen Längen.

Fazit

An sich hätte „The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher“ das Zeug zum großen Wurf gehabt, doch der unpassende und störende Subplot nimmt immer wieder das Tempo aus dem Film und wirkt ziemlich schnell nur noch nervig. Freunde des gemäßigten Horrors werden hier aber zumindest kurzfristig unterhalten, jedoch bleibt „The Enfield Haunting – Unsichtbare Besucher“ vermutlich nicht lange im Gedächtnis. Sehr schade, da wäre durchaus mehr drin gewesen.

Autor: Christian Kühnemann

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