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Inhalt

Als die berühmte Fotografin Christina Eames (Chanté Adams) unerwartet stirbt, bleibt ihre Tochter Mae Morton (Issa Rae) mit vielen Fragen zurück. Ein gefundenes Foto führt Mae auf Spurensuche in die Jugendzeit ihrer Mutter und zu einer Entdeckung, die auch Maes intensive Romanze mit dem Journalisten Michael Block (LaKeith Stanfield) beeinflusst.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Mit The Photograph will Universal es wieder romantisch knistern lassen in den deutschen Kinos. Der Film von Autorin und Regisseurin Stella Meghie (Du neben mir) hat dafür auch alle Ingredienzien: Ein hübsch anzusehendes Paar, edle Optik, ein jazziger Lounge-Soundtrack und dazu gleich zwei Liebesgeschichten. Die eine spielt in New Orleans der Gegenwart, die andere im Jahre 1984. Wirklich parallel verlaufen die beiden Handlungen aber nicht, auch wenn das Damals eigentlich das Jetzt beeinflusst. Dies ist eine der Schwächen des US-amerikanischen Liebesfilms. Die wesentlich interessantere Story aus den 1980er Jahre wird immer wieder aufs Abstellgleis gestellt, um der Liebesgeschichte zwischen Mae (, Die Turteltauben) und Michael (, Knives Out - Mord ist Familiensache) mehr Raum zu geben.

Im Grunde ist die aufkeimende Beziehung zwischen Kunstexpertin Mae und Fotojournalist Michael eigentlich eine gute Sache. Endlich mal ein frisch verliebtes Paar in einem romantischen Film, die sich nicht benehmen wie hormongesteuerte Teenager. Wenn es zwischen den beiden mal kriselt, dann wird vernünftig und ohne großes Gezeter darüber geredet. Das hat etwas Erfrischendes, sorgt auf der anderen Seite aber auch dafür, dass diese Handlungsebene nach einiger Zeit nichts mehr wirklich bietet, was es sich zu erzählen lohnt. In der Vergangenheit sieht das etwas anders aus. Aus diesem Grund ist es wirklich bedauerlich wie sehr sich im Laufe des Films der Fokus verschiebt.

Darüber hinaus entwirft The Photograph leider ein Umfeld, dass der realistischen Darstellung der aufkeimenden Liebe von Mae und Michael im weg steht. Nein, damit ist nicht gemeint, dass der Film einen rein afroamerikanischen Cast hat. Das ist absolut ehrenwert und sollte eigentlich überhaupt kein Thema sein. Mal ehrlich, wie oft habt ihr euch gefragt, dass der Film, den ihr euch gerade anseht, komplett mit kaukasischen Schauspielern besetzt ist? Nein, was mit der Darstellung nicht stimmt ist, dass die Story in der Gegenwart immer etwas zu geleckt und poliert wird. Die Apartments wirken einfach wie aus dem Katalog eines Luxus-Möbelhauses entnommen. Dafür, dass die Beziehung von Mae und Michael so authentisch ausfällt, wirkt das Drumherum einfach zu gestellt. Es wirkt teilweise wirklich so, dass die Figuren in ihren Wohnungen gar nicht leben. Das ist schon kontraproduktiv.

Ansonsten dürfte The Photograph den Hunger nach romantischen Filmstoff zumindest kurzfristig lindern. Außer es wird vom Film erwartet, dass er große Gesten und noch größeres Drama auffährt. Für solche Elemente sollte lieber zu Filmen wie Schlaflos in Seattle, Notting Hill oder Message in a Bottle - Der Beginn einer großen Liebe gegriffen werden. Wobei einige der genannten Alternativen eines besitzen, was Stella Meghies viertem Film fehlt: Humor. Keiner sollte von einem Film wie The Photograph ein Lachfest erwarten, aber zwischen all der Romantik wäre vielleicht doch der eine oder andere Humorschweif am Horizont doch recht wünschenswert gewesen.

Fazit

Die Beziehung zwischen Mae und Michael funktioniert an sich hervorragend, vor allem weil Drehbuchautorin und Regisseur Stella Meghie sie sehr mündig inszeniert und fern von großem Kitsch und Drama positioniert. Dadurch entsteht allerdings auch ein Vakuum, das nicht so recht ausgefüllt wird. Die zweite Handlungsebene, die in der Vergangenheit spielt, würde sich zwar perfekt dafür anbieten, doch dafür verlässt diese einfach zu oft und zu lange das Spotlight.

Autor: Sebastian Groß

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