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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Zwei Paare werden auf einem Kurzurlaub am Meer misstrauisch, dass der Gastgeber ihres scheinbar perfekten Miethauses sie ausspioniert. Was ein feierlicher Wochenendtrip hätte sein sollen, wird bald zu etwas viel Unheimlicherem, da gut gehütete Geheimnisse gelüftet werden und die vier alten Freunde sich schon bald in einem ganz neuen Licht sehen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Immer dann, wenn etablierte Schauspieler irgendwann auch hinter der Kamera aktiv werden, weckt das Ergebnis eine gewisse Neugier. Taugt ihr schöpferisches Tun auch abseits der Schauspielerei? Immerhin fanden sich auf diese Weise schon reichlich unerwartete Talente in der Vergangenheit. Nun geht auch Dave Franco (The Disaster Artist) den kreativen Schritt und liefert mit The Rental sein erstes eigenes Werk ab. In seinem Horror-Thriller führte er nicht nur Regie, er schrieb auch gleich am Drehbuch mit und produzierte den Film. Volles Commitment also. 

Dass der Kurzurlaub in einem hübschen Strandhaus einen bösen Ausgang nehmen wird, lässt sich bereits früh erahnen. Schon der rassistisch eingestellte Vermieter weckt bei der Schlüsselübergabe zu Beginn ein unwohles Gefühl an diesem Ort. Hier spielt The Rental bereits ein wenig mit den Erwartungen des Zuschauers, lässt sie dann aber auch lange zappeln. Denn bevor es zum unvermeidlichen Unglück kommt, spielt sich der Film vielmehr als Beziehungsdrama ab. Es geht um Unsicherheiten in beiden Beziehungen und um eine Affäre, die alles zu zerstören droht. Man nimmt sich Zeit, seine Charaktere auszubauen, die mit Dan Stevens (The Guest), Alison Brie (Glow), Sheila Vand (A Girl Walks Home Alone at Night) und Jeremy Allen White (Movie 43) gut besetzt sind und saubere Performances bereithalten. Dass es sich dabei nicht um die genretypischen dämlichen Teens handelt, ist ebenfalls begrüßenswert, auch wenn sich die hier mit bereits einem Bein im Leben stehenden Mid-30er letztendlich auch nicht sehr viel cleverer anstellen, als zunächst erhofft. 

The Rental ist ein Slow Burn, der erkennbar auf einen Höhepunkt zusteuert, nach und nach eine bedrohliche Atmosphäre aufbaut, das aber in sehr gemächlichem Tempo tut. Grundsätzlich nicht schlecht, wenn der Weg dahin interessant bleibt und der Payoff lohnenswert ausfällt. Voyeurismus ist ein großes Thema im Film, wird jedoch, wie schon das Thema Rassismus zuvor, erzählerisch nur oberflächlich angekratzt und nicht konsequent im Film ausgebaut. Dadurch hätte die Thriller-Komponente deutlich stärker wirken können, so aber zieht sich der Film über gut zwei Drittel hinweg ohne wirkliche Highlights. Denn bevor es nun letztendlich zum großen Knall kommt, vergeht rund eine Stunde, was bei einem Film, der nur knapp 85 Minuten Laufzeit hat, verhältnismäßig doch zu viel ist. 

Daher bricht das Finale recht abrupt ein, der Übergang verläuft chaotisch. Vom Beziehungsdrama mit Thriller-Anleihen geht man plötzlich zum klassischen Slasher der Sorte Halloween über. Das ist, wie auch schon der ganze Film zuvor, technisch zwar sauber umgesetzt und atmosphärisch angenehm düster – Franco beweist ein Talent für Ästhetik und Stil und sorgt so für einen durchgehend hübsch anzusehenden Film – inhaltlich leider aber auch nicht mehr als gewohntes Standardprogramm, wenn überhaupt. Denn: Weder sind die Kills kreativ, noch wird die Survival-Komponente voll ausgeschöpft, um Horror-Fans entweder auf die eine oder auf die andere Art zu befriedigen. So schnell das Finale beginnt, so schnell ist es auch schon wieder vorüber. Was bleibt, sind zudem lauter ungeklärter Fragen nach dem Ganzen. Womöglich will Franco sie erst in einem zweiten Teil beantworten, zu der er sich ein Türchen offenhält. Sinnvoller wäre es allerdings hier gewesen. 

Fazit

Gut aussehender, zeitweise auch atmosphärischer Film mit interessanter Besetzung, letztendlich aber nicht mehr als generische Genrekost. Dennoch darf man auf Dave Francos künftige Arbeiten gespannt sein, da Talent zur Regie durchaus vorhanden ist, er bräuchte nur ein besseres Drehbuch, mit dem er arbeiten kann. "The Rental" mag nicht der ganz große Wurf sein, ist für einen Erstling aber immerhin ordentlich ausgefallen und bei nicht allzu hohen Erwartungen doch noch irgendwo sehenswert. 

Autor: Sebastian Stumbek

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