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Inhalt

Seit der Erfindung der Radiowellen wird der Mensch nicht müde Signale in den Weltraum zu senden, um Kontakt mit möglichem Leben im All aufzunehmen. Die Frage für viele ist nicht was passiert, wenn wir Kontakt haben, sondern viel mehr wann wir den ersten Kontakt haben werden . Michael Madsen entwirft ein unglaubliches Szenario, fragt bei UNO, NASA, Astrophysikern und dem Militär nach, erlangt beispiellosen Zugang zu Experten wie der Direktorin des UNO Büros für Weltraumfragen, der ISU (International Space University) sowie der SETI (Search for Extraterrestrial Intelligence) und spielt Möglichkeiten eines Erstkontakts durch, zeigt auf, welche Probleme uns eine solch revolutionäre Situation stellen würde, aber auch welche Chancen sich ergeben könnten. Durch simple Fragestellung wird eine außergewöhnliche neue Sichtweise auf uns und unsere Welt ermöglicht, als würden wir sie zum allerersten Mal sehen. Die Antworten enthüllen mehr über uns als über mögliche Intelligenzen weit draußen im All...

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die Angst des Menschen vor dem Unbekannten ist eine Urangst, die sich durch sämtliche Jahrhunderte seit dem Bestehen der Erde zieht. Was uns jedoch bis heute immer wieder beschäftigt, ist die Annahme, dass außerhalb dieser einen Erde fremdartige, außerirdische Lebensformen existieren, mit denen es früher oder später unweigerlich noch zu einer Begegnung kommen wird. In seiner Dokumentation The Visit beschäftigt sich der dänische Regisseur Michael Madsen (Into Eternity) mit genau solch einem Szenario.

Direkt zu Beginn erklärt er, dass sein Film ein Ereignis dokumentiert, das nie stattgefunden hat. Madsen will die geschilderten Ereignisse dabei ganz konkret nicht als „Was wäre wenn“-Szenario, sondern als „Was und wann“-Szenario verstanden wissen. The Visit nimmt sich die Landung einer außerirdischen Lebensform als Anlass, sämtliche Entscheidungen, Reaktionen und Möglichkeiten durchzuspielen, welche die Menschheit in diesem Zusammenhang betreffen würden. Dafür befragt der Regisseur einzelne Personen aus unterschiedlichen Bereichen und Institutionen ausführlich, wie sie handeln würden und was für Maßnahmen im Fall eines Erstkontakts mit fremdartigen, womöglich hochgradig fortschrittlichen Existenzen ergriffen werden sollten. 

Madsens Film gestaltet sich dabei als ruhige Erforschung eines Ereignisses, mit dem sich andere Regisseure bereits seit vielen Jahrzehnten in überwiegend fiktionaler Manier auseinandergesetzt haben. Auch in der Realität werden diesbezüglich immer wieder Spekulationen und Neugier geschürt, wenn man sich beispielsweise mit dem Mythos des geheimnisvollen Militärsperrgebiets Area 51 auseinandersetzt, das Verschwörungstheoretiker immer wieder als Schauplatz benennen, an dem eine UFO-Landung stattgefunden haben soll. 

The Visit ignoriert sensationslüsterne Aspekte aber weitestgehend und konzentriert sich viel mehr auf moralische und ethische Fragestellungen, die sich in diesem Zusammenhang ergeben. Die Aussagen von Experten aus wissenschaftlichen oder militärischen Fachbereichen nutzt der Regisseur dabei schließlich, um vor allem ein Bild des menschlichen Wesens zu skizzieren und zu ergründen, was uns im direkten Angesicht mit einer unerklärlichen Spezies überhaupt auszeichnet. Den stringenten Fokus verliert der Regisseur allerdings immer wieder aus den Augen. 

Zu oft verläuft die Dokumentation unentschlossen zwischen einer introvertierten, nahezu philosophischen Meditation, für die Madsen in elegischen Zeitlupe-Montagen schwelgt, einem augenzwinkernden Gedankenspiel, bei dem der Zuschauer persönlich in die Rolle des auf der Erde gelandeten Aliens versetzt und angesprochen wird, und einer nüchternen Aneinanderreihung konkreter Entscheidungen und Handlungen. Auf sämtliche aufgeworfene Fragen gibt The Visit bewusst keine Antworten. Als komplexer, vielschichtiger Leitfaden durch verschiedenste Themenfelder fühlt sich Madsens Film daher viel mehr wie eine nachdenkliche, neugierige sowie philosophische Diskussionsrunde an, bei der schlussendlich der Eindruck entsteht, dass zu wenig Teilnehmer an der Veranstaltung teilnehmen, um ein rundum befriedigendes Bild zu formen.

Fazit

Michael Madsens Dokumentation „The Visit“ ist ein anregendes Gedankenspiel darüber, wie sich ein Erstkontakt mit außerirdischem Leben gestalten würde und welche Fragen sowie konkrete Entscheidungen in diesem Zusammenhang aufkommen. Wirklich aufschlussreich ist der Film allerdings nie, denn trotz einiger anregender Denkanstöße bleiben die wirklich erhellenden Erkenntnisse weiterhin aus, so dass vielleicht wirklich nur ein konkretes Stattfinden des hier geschilderten Ereignisses umfassende Antworten liefern kann.

Autor: Patrick Reinbott

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