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Quelle: themoviedb.org

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Die Spielzeuge sind zurück in Disneys und Pixars „Toy Story 5“, und diesmal heißt es: Spielzeug trifft Technik. Buzz, Woody, Jessie und der Rest der Truppe müssen feststellen, dass ihre Aufgaben auf die Probe gestellt werden, als sie mit dem konfrontiert werden, was Kinder heute am meisten fasziniert … Elektronik!

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Die Toy Story-Reihe war einst die Speerspitze der Computeranimation und zugleich eine Reihe, die mit erstaunlicher Leichtigkeit über Freundschaft, Verlust und das Älterwerden erzählen konnte. Drei Filme lang entwickelte Pixar seine Figuren behutsam weiter und fand mit Toy Story 3 einen Abschluss, der bis heute als einer der stärksten Momente des Animationskinos gilt. Umso größer ist die Herausforderung für Toy Story 5: Der Film kehrt nicht nur zu einem geliebten Franchise zurück, sondern muss auch begründen, weshalb diese Reise überhaupt fortgesetzt werden sollte. Die Antwort fällt leider weniger überzeugend aus, als man es sich wünschen würde.

Spielzeug gegen Bildschirm?

Diesmal steht nicht mehr Woody im Mittelpunkt. Stattdessen übernimmt Jessie die Hauptrolle, während Bonnie zunehmend von einem Tablet in Beschlag genommen wird. Die Grundidee klingt zunächst zeitgemäß: Klassisches Spielzeug trifft auf digitale Unterhaltung, Fantasie auf Bildschirmzeit. Gerade hier hätte Toy Story 5 die Chance gehabt, eine spannende Perspektive auf das Aufwachsen in einer vernetzten Welt zu entwickeln.

Doch der Film bleibt erstaunlich vorsichtig. Seine Gedanken über Technik wirken oft wie aus einer anderen Zeit. Kinder sitzen vor Displays, Spielzeug fühlt sich verdrängt, Erwachsene reagieren überfordert – all das wurde bereits unzählige Male erzählt. Zwar bemüht sich das Drehbuch später um einen differenzierteren Blick und macht deutlich, dass Technik nicht automatisch der Feind ist. Wirklich neue Erkenntnisse liefert die Geschichte jedoch kaum. Statt Fragen zu stellen, die heutige Kinder beschäftigen, begnügt sich der Film häufig mit vertrauten Beobachtungen.

Dabei blitzen immer wieder interessante Ansätze auf. Die Unsicherheit der jungen Bonnie wirkt glaubwürdig, und gerade ihre Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Kindern gehören zu den stärkeren Momenten des Films. Leider bleibt vieles davon eher Skizze als ausgearbeiteter Gedanke.

Jessie auf der Suche

Der Wechsel zu Jessie als Hauptfigur ist grundsätzlich eine gute Idee. Sie bringt eine andere Energie mit als Woody und eröffnet neue Blickwinkel innerhalb der Reihe. Allerdings erinnert ihre Entwicklung streckenweise an Themen, die Toy Story bereits früher behandelt hat. Dadurch entsteht das Gefühl, dass der Film bekannte Pfade erneut beschreitet, anstatt neue Wege einzuschlagen.

Überhaupt leidet Toy Story 5 unter einer gewissen Überfrachtung. Mehrere Handlungsstränge laufen parallel, neue Figuren drängen ins Geschehen, alte Bekannte tauchen auf und verschwinden wieder. Einzelne Einfälle sind durchaus charmant, doch nicht jeder davon erhält genug Raum, um wirklich Wirkung zu entfalten.

Besonders auffällig ist dabei, dass viele Nebenfiguren kaum mehr als Stichwortgeber bleiben. Das Ensemble ist zwar groß, doch überraschend wenige Charaktere hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Selbst Woody und Buzz wirken stellenweise wie Gäste in ihrer eigenen Reihe.

Glänzend verpackt

Wenn Pixar etwas weiterhin beherrscht, dann die technische Seite des Animationsfilms. Toy Story 5 sieht hervorragend aus. Die Materialien besitzen Gewicht und Struktur, Stoff wirkt wie Stoff, Plastik wie Plastik. Vor allem die Spielzeuge profitieren von dieser Detailverliebtheit.

Gleichzeitig macht die makellose Oberfläche deutlich, wo dem Film etwas fehlt. Während andere Animationsstudios in den vergangenen Jahren mutiger mit Formen, Farben und Stilen experimentiert haben, bleibt Pixar hier bemerkenswert konservativ. Alles ist sauber, professionell und hochwertig – aber selten überraschend.

Auch der Humor hinterlässt einen zwiespältigen Eindruck. Einige Gags funktionieren, besonders rund um die zahlreichen Buzz-Lightyear-Modelle. Viele andere Scherze verpuffen jedoch schneller, als sie einschlagen können. Das Publikum wird regelmäßig zum Schmunzeln eingeladen, echte Lachsalven bleiben allerdings rar.

Mehr Pflicht als Abenteuer

Das größte Problem von Toy Story 5 ist nicht, dass er schlecht wäre. Schlechte Filme hinterlassen Ärger oder Enttäuschung. Dieser hier hinterlässt vor allem Gleichgültigkeit. Er läuft gefällig vorüber, bietet ordentliches Entertainment und macht kaum etwas wirklich falsch. Gleichzeitig fehlt jenes Herz, das die Reihe einst ausgezeichnet hat.

Immer wieder entsteht der Eindruck, dass in dieser Geschichte mehr gesteckt hätte. Themen wie Nostalgie, Veränderung, digitale Lebenswelten oder die Rolle von Spielzeug in einer modernen Kindheit werden angeschnitten, aber selten konsequent verfolgt. Statt daraus etwas Eigenständiges zu formen, greift der Film lieber auf vertraute Muster zurück.

So bleibt ein technisch brillanter, aber überraschend blasser Nachzügler einer Reihe, die einst Maßstäbe setzte. Kinder werden mit dem Abenteuer ihren Spaß haben. Erwachsene Fans dürften sich hingegen häufiger fragen, ob diese Geschichte tatsächlich erzählt werden musste.

Fazit

Pixar liefert gewohnt makellose Animationen und einige charmante Einfälle, doch zwischen Tablet-Debatte, Nostalgie und vertrauten Figuren fehlt häufig der Mut, aus seinen spannenden Ansätzen mehr zu machen. Statt neue Horizonte anzusteuern, dreht die Reihe oft eine weitere Runde auf bekanntem Terrain. Das ist kurzweilig genug, um nicht zu langweilen, aber zu wenig inspiriert, um wirklich zu begeistern.

Kritik: Sebastian Groß

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