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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Nach dem Tod ihres Ehemanns sucht eine Frau Schutz auf dem abgelegenen Anwesen seiner Familie, in der Hoffnung auf Halt und Unterstützung. Doch die ohnehin gespannte Stimmung kippt rasch in offene Bedrohung, als eine unheimliche Macht die Anwesenden nacheinander ergreift und sie in Deadites verwandelt. Gefangen in einem eskalierenden Albtraum wird sie zugleich mit Versprechen aus der Vergangenheit konfrontiert, deren Tragweite weit über den Tod hinausreicht und sie zwingt, sich den Konsequenzen dieser Verstrickungen zu stellen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Seit 45 Jahren schon sorgen die Deadites im Evil Dead-Franchise für reichlich Terror. Auf fünf Filme und eine Serie ist man bis hierhin gekommen, wobei es stilistisch schon in verschiedenste Richtungen ging: Ob düsterer Horror, Slapstick-Humor oder auch mal ein Abstecher ins Fantasy-Genre, Evil Dead war schon für einige Überraschungen gut. Und das Erstaunliche daran ist, dass die Reihe unglaublich beständig bleibt und immer wieder aufs Neue funktioniert. Daher dürfte die Vorfreude auf den neuen Evil Dead Burn ziemlich groß sein, bei dem diesmal Sébastien Vanicek (Spiders - Ihr Biss ist tödlich) die Regie übernahm. 

Die erste Änderung sticht einem direkt ins Auge: Statt gewohnt kräftiger Farben ist die Farbpalette in Evil Dead Burn stark entsättigt, wodurch das Bild gräulich und trist wirkt. Das spiegelt zwar die depressive Stimmung der Titelfigur wieder, die gerade den Tod ihres missbräuchlichen Ehemannes verarbeitet, hat auf die eigentliche Atmosphäre des Films aber keine nennenswerte Auswirkung. Für Serienkenner optisch auf jeden Fall etwas gewöhnungsbedürftig und nur bedingt angenehm. 

Auch wenn Evil Dead Burn von Anfang an mehrere kleine Einschübe mit den Deadites liefert, braucht der Film eine ganze Weile, um wirklich in Fahrt zu kommen. Dabei offenbaren sich auf inhaltlicher Ebene schnell einige der größten Schwächen des Films, da das Drehbuch nicht viel zu erzählen hat. Sicherlich ist die Erwartungshaltung an die Story eines Evil Dead-Films nicht sonderlich hoch, da hier ein gut genutztes Setting schon weitestgehend ausreicht. Wenn es aber derart fad wie hier vonstattengeht, fällt es eben doch auf. Dabei erhalten auch die Figuren keine Möglichkeit, sich zu entwickeln, und bleiben vollkommen blass. Selbst die Hauptfigur, der man einen traumatischen Unterbau aufdrückt, kann daran wenig ändern. 

Daher kann Evil Dead Burn selbst dann, wenn das Chaos ausbricht, keine Spannung aufbauen, da einem egal sein dürfte, wer das Gemetzel überlebt. Ja, es wird laut und kracht ordentlich, wenn die Deadites über das Familienhaus herfallen. Und auch die Gewaltschraube wurde diesmal ordentlich hochgeschraubt, sodass Gore-Fans dank des Einsatzes einer Kreissäge, eines befüllten Geschirrspülers oder eines Füllfederhalters im Ohr voll auf ihre Kosten kommen. Die sadistisch-verspielte Note der Deadites fehlt diesmal aber weitestgehend, ebenso der serientypische Humor, wodurch ein wenig Identität eingebüßt wird. Vielmehr erinnert der sich abspielende Wahnsinn an französisches Terror-Kino der Sorte High Tension oder Martyrs – kann man mögen, fühlt sich aber auch ein wenig anders an als bislang gewohnt. 

Vaniček zeigt sich inszenatorisch zum Teil von einer sehr kreativen Seite und beeindruckt mit einigen tollen Szenen und Einstellungen, zu denen auch ein großartiger One-Shot-Moment gehört, den man bereits im Trailer sehen konnte. Umso verwunderlicher ist dann aber auch, dass andere Szenen im chaotischen Gerangel, schnellen Schnittgewitter und wackelnder Kamera nahezu untergehen. Auch der erhöhte CGI-Einsatz ganz zum Schluss sorgt nicht unbedingt für Begeisterung und führt damit in ein eher unwürdiges Finale.  

Fazit

Wenn "Evil Dead Burn" erst einmal warmgelaufen ist, lässt er es ordentlich krachen. Doch nur weil es lauter und brutaler zugeht, bedeutet es leider noch lange nicht, dass auch der Film besser ist. Dazu macht der Horror-Schocker auf inhaltlicher Ebene einfach zu wenig und die Charaktere bleiben dem Zuschauer vollkommen egal. Und auch technisch ist das Ergebnis durchwachsen, denn auch wenn einzelne Szenen herrlich verspielt ausfallen und rein ästhetisch ins Schwarze treffen, reihen sich daran auch wieder mehrere beliebige Momente mit anstrengender Schnitt- und Kameratechnik oder unschönem CGI. Bleibt zu hoffen, dass die eigentlich so beständige "Evil Dead"-Reihe mit dem anstehenden "Wrath" wieder auf Kurs kommt. 

Kritik: Sebastian Stumbek

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