Inhalt
Ruth bleibt allein in diesem Ferienhaus oben in den verschneiten Bergen, allein mit der Stimme eines Mannes und den Worten, die diese Stimme ihr zum Abschied sagen: „Du sollst dir nicht einreden, dass Maria-Regina deine beste Freundin ist, der du den Mann wegnimmst. Was ist schon Freundschaft unter Frauen...“ Aber sie bleibt nicht lange allein. Alphons, dieser Mann, den wir nie sehen werden und der doch so gegenwärtig ist, der keine Rolle in diesem Spiel hat und doch die Hauptrolle in tausend Gedanken, Ängsten und Hoffnungen spielen wird, Alphons meint vielleicht doch, dass Freundschaft unter Mädchen zu etwas nutze ist: was in der Liebe zwischen einem Mann und einer Frau nicht geklärt, vielleicht nicht einmal angetastet wird, wird in der Freundschaft unter Frauen ohne die Zurückhaltung, die Sinnlichkeit, Zärtlichkeit und Berechnung gebieten, wenn der Mann zugegen ist, ausgetragen. Gleichviel, ob Alphons, der Hausherr, die Freundinnen des Hauses geladen hat oder ob sie von selbst den Weg hierher fanden – das Haus füllt sich.