Netflix hat die Vorbereitungen für das geplante Historienepos Hannibal von Regisseur Antoine Fuqua vorerst gestoppt. Das berichtet das Branchenmagazin Deadline. Demnach liegt die Entwicklung des Films aktuell auf Eis, obwohl zuletzt noch aktiv an der Besetzung gearbeitet und nach Drehorten in Italien gesucht wurde.
Netflix zieht bei Mega-Projekt die Notbremse
Als Grund werden vor allem finanzielle Überlegungen genannt. Schon seit längerer Zeit kursierten Berichte, wonach das Budget des Films die Marke von 200 Millionen US-Dollar überschreiten könnte. Für Netflix wäre das eine der kostspieligsten Eigenproduktionen überhaupt. Offenbar haben die Verantwortlichen deshalb entschieden, die weitere Planung zunächst auszusetzen und das Vorhaben neu zu bewerten.
Im Mittelpunkt der Geschichte steht Hannibal, einer der berühmtesten Feldherren der Antike. Während des Zweiten Punischen Krieges führte er die Truppen Karthagos gegen das Römische Reich und schrieb mit seinen militärischen Erfolgen Geschichte. Die Hauptrolle sollte Denzel Washington übernehmen. Bereits in der Vergangenheit arbeiteten er und Fuqua mehrfach zusammen, darunter beim Thriller Training Day, für den Washington mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet wurde. Auch die Actionreihe um The Equalizer entstand unter Fuquas Regie.
Für das Drehbuch zeichnet John Logan verantwortlich. Der Autor ist vor allem für historische und epische Stoffe bekannt und arbeitete unter anderem an Filmen wie The Last Samurai, Gladiator sowie das Biopic über den verstorbenen Popstar Michael Jackson, bei dem Fuqua ebenfalls Regie führte.
Trotz der aktuellen Verzögerung gilt Hannibal noch nicht als endgültig gescheitert. Ob Netflix die Entwicklung zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnimmt oder das Vorhaben dauerhaft beendet, ist derzeit allerdings offen.
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