Von Stu am Freitag, 31 Juli 2026, 12:00 Uhr
Bildnachweis: © Warner | Szene aus "Digger"
Tom Cruise gehört zu den wenigen Hollywood-Stars, deren Name noch immer für große Kinoereignisse steht. Mit Digger geht der Schauspieler nun allerdings einen ungewöhnlichen Weg. Statt spektakulärer Action und waghalsiger Stunts setzt das neue Projekt von Regisseur Alejandro G. Iñárritu auf Satire, schwarzen Humor und eine exzentrische Hauptfigur. Vor dem Kinostart stellt sich jedoch die Frage, ob der Film damit auch ein großes Publikum erreichen kann.
Wenig Aufmerksamkeit für den ersten Trailer von "Digger"
Ein Blick auf die bisherigen Reaktionen im Netz sorgt zumindest für erste Fragezeichen. Der Trailer zu Digger wurde auf YouTube bislang rund 4,5 Millionen Mal angesehen. Im Vergleich zu anderen größeren Kinostarts im selben Zeitraum fällt die Aufmerksamkeit damit eher zurückhaltend aus. Selbst der zuvor kaum beworbene Trailer zu The Uprising lockte mehr Leute dazu Play zu drücken (17 Mio. Views). Ob diese Zahlen tatsächlich etwas über den Erfolg des Films aussagen, lässt sich allerdings erst nach dem Kinostart beurteilen.
Ein möglicher Grund für das bislang geringe Interesse könnte die ungewöhnliche Ausrichtung des Films sein. Digger zeigt Tom Cruise nicht als Actionhelden, sondern als exzentrischen texanischen Unternehmer, dessen Handlungen eine weltweite Krise auslösen. Für die Rolle wurde der Schauspieler stark verändert und trägt umfangreiche Prothesen. Damit entfernt sich der Film deutlich von den bekannten Blockbuster-Rollen des Hollywood-Stars.
"Digger" setzt auf Satire statt Action
Der erste Trailer deutet auf eine Mischung aus politischer Satire, absurdem Humor und düsteren Zukunftsszenarien hin. Ob die Mischung aus grotesken Figuren und gesellschaftlicher Kritik beim Publikum funktioniert, bleibt abzuwarten. Neben der Ausrichtung sorgt auch das Budget für Diskussionen. Warner soll die Produktionskosten mit rund 125 Millionen US-Dollar angegeben haben, während Branchenberichte von deutlich höheren Ausgaben sprechen. Teilweise ist sogar von einer Summe nahe der 200-Millionen-Dollar-Marke die Rede. Sollte sich das bestätigen, wäre Digger auf ein starkes Einspielergebnis angewiesen.
Trotz der offenen Fragen bleibt der Film ein ungewöhnliches Projekt für ein großes Studio. Während Hollywood häufig auf etablierte Marken setzt, wagt Warner gemeinsam mit Iñárritu und Cruise einen ungewöhnlichen Ansatz. Ob daraus ein Erfolg wird, dürfte auch davon abhängen, wie stark der Film vor dem Kinostart noch beworben wird. Cruise selbst wird dabei eine zentrale Rolle spielen müssen, um das Interesse an seinem bislang wohl ungewöhnlichsten Projekt zu steigern.
Digger startet am 1. Oktober in unseren Kinos. Neben Cruise gehören auch Sandra Hüller, John Goodman, Riz Ahmed, Jesse Plemons, Sophie Wilde, Michael Stuhlbarg, Emma D'Arcy, Robert John Burke und Burn Gorman zur hochkarätigen Besetzung des Films.