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Nick (Jesse Eisenberg) ist ein Versager und Taugenichts wie er im Buche steht. Außer Pizza ausliefern, Actionfilme auf DVD gucken sowie Call of Duty spielen, hat er in seinem Leben noch nichts auf die Beine gestellt. Dies wird sich allerdings bald ändern, denn der vollkommen verblödete Dwayne (Danny McBride) hat den Entschluss gefasst, seinen reichen Vater (Fred Ward) von einem Profikiller aus dem Weg räumen zu lassen. Da er dafür jedoch hunderttausend Dollar benötigt, tüftelt er einen genialen Coup aus: Er entführt Nick, bei dem er durch Zufall eine Pizza bestellt, schnallt ihm eine Sprengstoffweste um und schickt ihn los, eine Bank zu überfallen. So weit so gut. Doch der recht simple Plan hat einen Haken. Denn weder ist Nick, zusammen mit seinem besten Kumpel Chet (Aziz Ansari), ein professioneller Bankräuber, noch Dwayne, gemeinsam mit seinem aufrechten aber vollkommen holen Freund Travis (Nick Swardson), ein qualifizierte Entführer. Schon nach kurzer Zeit geraten so die Dinge vollkommen außer Kontrolle. Doch die Zeit tickt, denn in nicht mal zehn Stunden wird die Weste explodieren…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Im Jahre 2009 legte Newcomer Ruben Fleischer mit der äußerst hervorragenden Zombie-Komödie Zombieland ein Leinwand-Debüt vor, welches bereits jetzt Kultstatus genießt. Die lockerleichte, stets brutale, aber umso humorvollere Art der Endzeit-Horror-Apokalypse wurde ein voller Erfolg und überzeugte Kritiker wie Publikum gleichermaßen. Nicht zuletzt vor allem durch seine beiden charmanten Hauptdarsteller Jesse Eisenberg und Woody Harrelson. Seitdem ist einiges passiert: Eisenberg machte sich einen Namen durch seine grandiose Leistung in David Finchers Social Network und Fleischer bereitet gerade sein Big-Budget-Projekt Gangster Squad vor. Bis beide allerdings mit ihren nächsten Filmen die Kinosäle stürmen, steht erst einmal die Action-Komödie 30 Minuten oder weniger an. Wer jedoch hofft, ein neues meisterhaftes Werk in Form der spaßigen Zombie-Unterhaltung von 2009 zu bekommen, dürfte etwas enttäuscht werden. Viel eher ist der kurzweilige Streifen ein kleiner Happen für zwischendurch, der zwar durchaus Spaß bereitet, aber schnell wieder verdaut wird und so in Vergessenheit gerät.

30 Minuten oder weniger, so lautet dabei nicht nur der Titel des neuesten Werkes von Regisseur Ruben Fleischer, sondern auch der Leitspruch des Pizzadienstes bei dem Nick arbeitet. Wird die Pizza nicht in 30 Minuten geliefert, gibt es das Geld zurück. Dieses Werbemotto indes, nahmen die Autoren Michael Diliberti und Matthew Sullivan scheinbar bei ihrem Film etwas zu wörtlich. Denn der Action-Thriller-Trip rund um eine verstrickte Bankräuber-Tour ist im wahrsten Sinne des Wortes Fastfood. Nicht nur das Tempo wird bei der verzwickten Story rund um Vatermord, Bankraub, Erpressung, Flucht und Freundschaft ordentlich hoch gehalten, sondern auch alles andere wirkt regelrecht gehetzt, schnell präsentiert und somit sehr kurzweilig. Dies wäre auch alles nicht weiter schlimm, wären da nicht die ersten zwanzig Minuten, die sich viel Zeit für die Charaktere nehmen. Da diese jedoch meist eindimensionale Abziehbilder von bekannten Genre-Klischees sind, passiert anfangs erst einmal überhaupt nichts. Weder zünden die Sprüche (die kraftvoll wie vulgär daher kommen), noch die Situationskomik. Nur selten gibt es wirklich mal etwas herzhaft zu lachen. Wenn allerdings die Diebestour beginnt, kann Fleischer kurzzeitig mit alten Qualitäten aufwarten. Da die Action selbst aber rar gesät ist, kommt hier auch nur schwer eine spannende Stimmung auf. Und spätestens wenn noch der eigentliche Killer die Bühne betritt, Dwaynes Vater kurz seine Harter-Vater-Nummer abziehen kann und auch noch Nicks Freundin entführt wird, verabschiedet sich nicht nur die Logik, sondern eventuell auch der Zuschauer.

Dies ist äußerst schade, denn was Fleischer erneut an einer Star-Besetzung auffährt, kann sich durchaus sehen lassen. Besonders Jesse Eisenberg, der sich klar von seiner Rolle in Social Network abgrenzen möchte, kann durch sein spielfreudiges Treiben überzeugen und bietet dem Publikum eine Figur, mit der man regelrecht Mitfiebern kann. Aufgrund des sehr schmalen Rahmens, kann aber auch er sich nicht frei entfalten. Viel schlimmer äußert sich dies aber in den vielen Nebenfiguren. Während Danny McBride, als vollkommen unfähiger Pseudo-Gangster mit Vater-Komplex, nur von einem pubertären Witz zum anderen stolpert, kann sich Nick Swardson als treudoofer Freund Travis gar nicht bewegen. Und auch Aziz Ansari hat zumeist nicht mehr zu tun, als stupide seine Sidekick-Rolle herunterzuspielen sowie dabei klischeehaft Inder-Gags zu offenbaren.

Zumindest im Bereich der Inszenierung, kann sich 30 Minuten oder weniger dagegen nichts vorwerfen lassen. Die Musik ist stimmig und untermalt die gezeigte Szenerie perfekt und auch die raren Action-Sequenzen bieten schnörkellose Unterhaltung, die den einen oder anderen schönen Moment offenbart. Für 83 Minuten durchgehende Action-Kost, ist dies jedoch viel zu wenig, weshalb trotz Humor, Eisenberg sowie einer durchaus passablen Rahmenhandlung, schlussendlich nur eine Standard-Kiffer-Komödie übrig bleibt, die es so schon unzählige Male (und zumeist auch besser) zu sehen  gab.

Fazit

Wer auf schnelle, kurzweilige wie durchaus spaßige Action-Komödien steht, sollte sich diesen verzwickten Trip rund um einen planlosen Bankraub nicht entgehen lassen. Doch wie so oft bei Fastfood, bleibt eben ein kleiner fader Nachgeschmack zurück und auch sonst, ist der Hunger nicht lange gestillt. Bleibt zu hoffen, dass "30 Minuten oder weniger" nur ein kleines Pflichtprogramm für Fleischer war und nun mit "Gangster Squad" erneut großes Kino wartet.

Autor: Thomas Repenning

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