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Inhalt

Nachdem Cäsar (Fabrice Luchini) die Iberer geschlagen hat, die German zurückdrängte und ganz Gallien (mit Ausnahme eines kleinen rebellischen Dorfes) unterjochte, widmet sich der Eroberer nun seinem neuen Ziel: Britannien. Sein Feldzug scheint hierbei ziemlich simpel, denn pünktlich um fünf Uhr treffen sich alle Briten zur heiß Wasser-Party und versäumen es so, sich gebührend auf die Invasion vorzubereiten. Cordelia, die Königin der Briten (Catherine Deneuve), schickt daher ihren treuen Berater Sir Teefax (Guillaume Gallienne) nach Gallien, um Hilfe von Asterix (Edouard Baer) und Obelix (Gérard Depardieu) zu erfragen, die mit ihrem Zaubertrank regelmäßig den Römern den Kopf waschen. Zusammen mit dem reichlich verwöhnten Grautvornix (Vincent Lacoste), machen sie sich so auf den Weg nach Londinium, um dort das zauberhafte Getränk zu übergeben. Doch der Trip nach Britannien erweist sich als schwieriger als gedacht. Denn nicht nur die Normannen, die den größten Angsthasen jenseits der See suchen, haben es auf die Neuankömmlinge abgesehen, sondern auch eine Liebesgeschichte zwischen Teefax und seiner Verlobten Ophelia (Charlotte Le Bon) führt zu Verwirrungen, die strenge Gouvernante Miss Macintosh (Valérie Lemercier) verdreht Obelix den Kopf und zu allem Überfluss, wird auch noch das Fass mit dem Zaubertrank gestohlen. Die Spinnen eben die Briten…

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Wenn es wieder heißt, Beim Teutates, sind zumeist Asterix und Obelix nicht weit. Kein Wunder, immerhin begleiten uns die beiden fröhlichen Gallier bereits seit dem Jahr 1968 (mit dem ersten Comic-Band Asterix der Gallier) und vermöbeln dabei ungeniert die Römer, bereisen unzählige antike Länder und erleben etliche humorvolle Abenteuer. Die Figuren des französischen Autors René Goscinny und des Zeichners Albert Uderzo sind indes mittlerweile Weltberühmt. Was folgte war nicht nur ein Vergnügungspark, insgesamt 34 Comic-Bände sowie unzählige Kurzgeschichten, sondern auch acht Zeichentrickfilme und mittlerweile drei Realfilme. Nun startet mit Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät (OT: Astérix et Obélix: Au service de Sa Majesté) in den Kinos der vierte Realfilm, der sich nicht nur optisch sowie inhaltlich von den Vorgängern etwas abheben soll, sondern auch die Qualität der Filme auf ein neues Niveau bringen wird. So zumindest die Vorstellung von Regisseur Laurent Tirard (Der kleine Nick) und den Produzenten Olivier Delbosc und Marc Missonnier, die kurzerhand das neueste Abenteuer der Gallier mit einem hohen Budget von 50 Millionen US-Dollar ausstatteten. Zumindest optisch kann sich unterdessen das Ergebnis mehr als sehen lassen, doch trotz einer guten Vorlage (die Comic-Bücher Asterix bei den Briten sowie Asterix und die Normannen), wird der Inhalt den Erwartungen nicht gerecht. Viel eher verrennen sich die Gallier in Liebeswirren, vielem Leerlauf, einigen unlustigen Zoten sowie einer zu-viel-gewollt-Mentalität. Trotz einer durchaus ansprechenden Familien-Komödie, bleibt so der vierte Real-Ableger eine deftige Enttäuschung.

Und gerade bei Fans wird dieser Umstand sauer aufstoßen, dass hier einer der besten Comic-Bände gewählt wurde (Asterix bei den Briten), aus der Vorlage jedoch nur seichte abgekupfert wird. Zugegeben, etwas Blockbuster gehört eben dazu und auch künstlerische Freiheiten mag man Regisseur Laurent Tirard durchaus verzeihen (gerade im Hinblick auf die gute Figurenzeichnung). Doch was an Gags sowie Erzähltempo letztlich abgeliefert wird, dürfte wohl Asterix und Obelix ebenso wenig gefallen, wie dem Zuschauer im Kinosaal. Immerhin inszenierte Regisseur Pino Van Lamsweerde bereits im Jahre 1986 den Comic-Band mit dem Zeichentrickfilm Asterix bei den Briten und erschuf dabei einen der besten Filme der Reihe. Da wurde der Tower von London auseinandergenommen, Idefix (der dieses Mal komplett fehlt) erlebte sein eigenes kleines Abenteuer und Obelix durfte eine richtig große Portion Wein kosten. Zwar gibt es viele der Elemente auch in Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät, der waschecht im James Bond Look beginnt, doch letztlich bleibt der Humor oftmals auf der Strecke. Da wird lieber eine Liebesgeschichte zwischen Ophelia, Teefax sowie Grautvornix eingebaut, unsinnige Normannen (die aber zumindest für eine bestechende Szene sorgen, sowie viele Dialoge, die aber die eigentliche Story kein Stück vorantreiben. Während aber der Inhalt sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, können zumindest die Optik sowie die Figuren überzeugen. Ein Glück, denn sonst wäre das britische Abenteuer eine komplette Katastrophe geworden.

So erweist sich das Budget als Glücksfall, welches mehr als nur einmal große imposante Szenen hervorbringt. Sei dies eine riesige römische Flotte, das bunte wie rege Treiben in Londinium, der Effekt des Zaubertranks oder reichlich fliegende Römer. Zwar bleibt der Look weiterhin künstlich, was sich aber angesichts der Vorlage eher angenehmer anschauen lässt, doch in Sachen Optik ist Asterix & Obelix – Im Auftrag Ihrer Majestät ganz klar der bisher beste Film der Reihe. Und auch der 3D-Effekt sorgt für reichlich Spaß, besonders wenn es an die vielen Kämpfe geht, die passgerecht immer wieder eingebaut wurden. Ebenfalls punkten die vielen schrägen Figuren, die bereits mit Teefax und seinen ungewöhnlichen Eigenarten beginnen. Alles ist eben typisch Britisch, was zumindest hier für reichlich Gelächter sorgt. Der Dialekt, die ernste, biedere und Gentlemanartige Verhaltensweise sowie ein Wildschwein in Pfefferminzsoße, sind eben deutliche Spaßgaranten. Doch auch Asterix und Obelix selbst, können einmal mehr mit ihren Charakterzügen überzeugen. Edouard Baer, der zum ersten Mal den Asterix mimt, kann durch seine typische Art, den kämpferischen Krieger mal Ernst, mal nachdenklich und mal humorvoll in Szene setzen und bringt so die erfrischende Kraft des französischen Comedy-Kinos perfekt auf die Leinwand. Gérard Depardieu, immerhin mittlerweile stolze 63 Jahre alt, spielt indes Obelix erneut kindlich vergnügt, ohne ihn flach wirken zu lassen. Eher liebenswert, ergibt sich zusammen mit Edouard Baer ein Team, welches gekonnt über die vielen inhaltlichen Schwächen hinwegtröstet. Für ein gelungenes Abenteuer, reicht dies letztlich jedoch nicht.

Fazit

Als Neustart oder Reboot angelehnt, bleibt, trotz der Ambitionen, "Asterix & Obelix - Im Auftrag Ihrer Majestät" eine herbe Enttäuschung und hinterlässt gerade durch seine vielen inhaltlichen Fehler einen faden Beigeschmack, der Fans der Reihe deutlich enttäuschen wird. Trotz hervorragender Vorlage, einem akzeptablen Comic-Look, einer visuellen Pracht und liebevollen Charakteren, bleibt so das neue Abenteuer der berühmten Gallier ein Reinfall. Bleibt zu hoffen, dass der neue Animationsfilm, der uns hoffentlich 2014 erreicht, erneut an die alten Qualitäten der Reihe heranreicht und so die Gallier wieder auf Erfolgskurs zurückbringt.

Autor: Thomas Repenning

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