{{ tweet.login }}

{{{ tweet.body | format }}}

Wird geladen...

×
×

Erwähnungen

×

Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Verfügbar auf

Netflix

Inhalt

Axel Foley kehrt erneut nach Beverly Hills zurück, nachdem er einen Anruf von einem alten Freund erhalten hat, der ihn warnt, dass seine entfremdete Tochter Jane in Gefahr sein könnte. Als er sich mit Jane und ihrem Ex, Detective Bobby Tapia, zusammenschließt, macht sich Axel schnell neue Feinde und gerät in eine Verschwörung zwischen tödlichen Kartellen, sogar der Polizei von Beverly Hills.

Ab 3. Juli 2024 exklusiv bei Netflix.

  • Rrwt0u1rw685u9bj9ougg5hjehc
  • 9hmiylklo9deur8ot7r7xu5sgsr
  • 6lv3nor4q6kb1llh2moct1r61no
  • Jmy8uffsjnlatytia08l1uy8nk1
  • U18mgfmuigragcbgum7esbvyofv
  • E1zvcoadnmv4zzszwgfzzmnpwvr
  • N7t2f7ovlm953bwnoyzkixbmjxp
  • E3u1t5crbyidmfr2lny9iqbjv4e
  • Cjghku1ufimfpytrljgcpumi9uc
  • Qodtpsf0vcv9nafl1ekn9agsony
  • 7sg46uxvneodqpuxuz5iocz1i1a
  • Juypteyv4zqqtbzlmdw9t8mu0ob
  • Befikklexefp0lhtpjd3cza7nau
  • Gbztor6guoklpqmidq31ifqzd4q
Quelle: themoviedb.org

Kritik

Für jemanden, dessen Karriere in rasantem Tempo schwindelerregende Höhen erreichte, musste sich Eddie Murphy auch durch zahlreiche Misserfolge kämpfen. Dabei lagen Comebacks und erneute Niederlagen oft nur einen Film voneinander entfernt. Für seine Nebenrolle im Musical Dreamgirls (2006) erhielt er verdientermaßen herausragende Kritiken, und der Weg schien geebnet für ein Comeback, nachdem er zuvor seine Karriere mit Flops wie Pluto Nash (2002) nahezu zum Erliegen gebracht hatte – zumindest vor der Kamera, als Synchronsprecher blieb er stets gefragt.

Doch nach dem Lobgesang folgten keine weiteren Beweise für Murphys schauspielerisches Talent. Stattdessen kamen Werke wie Norbit (2007) und Zuhause ist der Zauber los (2009) in die Kinos und untergruben seinen durch Dreamgirls gewonnenen guten Ruf. Ein ähnlicher Verlauf wiederholte sich 2019 mit Dolemite is My Name. Diese Netflix-Produktion gilt als eine der besten Leistungen Murphys und weckte erneut die Hoffnung, ihn wieder häufiger zu sehen. Doch was folgte, war entweder uninteressant (You People), schlichtweg langweilig (Candy Cane Lane) oder nostalgisches Wiederkäuen ohne Charme und Witz (Der Prinz aus Zamunda 2). Dass gerade das Sequel einer seiner besten Komödien so schlecht ankam, ließ wenig Hoffnung für den vierten Teil der Beverly Hills Cop-Reihe aufkommen.

Der dritte Teil liegt 30 Jahre zurück, und ein vierter Teil wurde über Jahrzehnte hinweg immer wieder gerüchteweise geplant, entwickelt und verworfen. Namen wie der durch #MeToo in Ungnade gefallene Regisseur , der mit Murphy Aushilfsgangster drehte, wurden mit dem Projekt in Verbindung gebracht. Auch das belgische Regie-Duo und , die sich lieber der Fortführung der Bad Boys-Reihe widmeten, war anscheinend kurzzeitig involviert. Schließlich wurden sie durch ersetzt, der damit sein Spielfilmdebüt gibt.

Beverly Hills Cop 4 war lange Zeit ein Treppenwitz in der Filmindustrie, ähnlich wie ein zweiter Teil von Beetlejuice oder Top Gun. Wenige konnten wirklich glauben, dass das Projekt tatsächlich umgesetzt würde. Und nun? Top Gun: Maverick war 2022 ein Mega-Hit, und Beetlejuice, Beetlejuice startet diesen September . Der Treppenwitz scheint seine Pointe erreicht zu haben. Die Frage ist, ob man darüber herzhaft lachen kann oder ob das, was ab dem 3. Juli 2024 exklusiv bei Netflix erscheint, nicht mehr als ein weiterer vergessenswerter Beitrag aus den Kategorien Content-Auffüllung und Nostalgie-Bequemlichkeit sein wird. Dass der Film der Presse zwar vorab gezeigt wurde, das Embargo aber bis zum Starttag festgelegt ist, verstärkt das ungute Gefühl, dass uns mit Beverly Hills Cop: Axel F vor allem eines erwartet: Im besten Falle etwas Unwesentliches, im schlimmsten Falle ein Desaster.

Die Rückkehr von Eddie Murphy als Detroiter Superbulle Axel Foley hätte – ähnlich wie die Fortsetzung von Der Prinz aus Zamunda – ein echtes Debakel werden können. Ist es aber nicht. Vielleicht ist Teil vier sogar der beste Vertreter der gesamten Reihe (!) – auch wenn hartgesottene Fans dies vermutlich anders sehen werden. Die Netflix-Produktion versteht es wunderbar, die Stärken des Franchise zum Glänzen zu bringen. 

Diese Stärken liegen gewiss nicht in der Geschichte. Seien wir ehrlich, eigentlich wird seit dem ersten Teil von 1984 immer das Gleiche erzählt: Ein Freund von Foley wird Opfer von Kriminellen, und Foley begibt sich nach Beverly Hills, um das Problem zu lösen. So auch 2024, mit dem Unterschied, dass es Foleys Tochter Jane (, Ma Rainey's Black Bottom) ist, die in der Reichen-Hochburg an der Pazifikküste von bösen Buben bedroht wird. Klare Sache, dass Papa zur Hilfe eilt, auch wenn der Nachwuchs kein großer Fan seines Erzeugers ist.

Ohne Wenn und Aber baut und fokussiert sich bei Beverly Hills Cop alles auf das Charisma von Murphy, und der vierte Teil versteht es wirklich gut, dieses einzusetzen und vertraut dabei auf eine gehörige Dosis Menschlichkeit. Wo Axel Foley bereits im ersten Sequel von kein wirklicher Mensch, sondern nur noch ein Klischee war, gelingt es Regisseur Mark Molloy und seinen Drehbuchautoren, darunter die Autoren von Massive Talent, das Plappermaul geerdeter und greifbarer agieren zu lassen. Foley bleibt ein Mann der schnellen sowie schlagfertigen Zunge, aber im vierten Teil darf er, ähnlich wie im allerersten, auch einfach mal wieder Mensch sein. Das tut dem Film erstaunlich gut, weil es so das Mitfiebern erleichtert.

So überraschend es sein mag, dass Axel Foley zu seinen Wurzeln zurückkehrt, so wenig überraschend ist es, dass der vierte Teil ziemlich rigoros durch den Nostalgiesumpf watet. Neben unzähligen Auftritten bekannter Figuren und Situationen. Das ist zum Glück nie ermüdend, weil sich innerhalb der Handlung doch immer wieder neue Momente ergeben, die durchaus das Zwerchfell bearbeiten. Etwa wenn es ausgerechnet der Sci-Fi-Flop Jupiter Ascending ist, der dabei hilft, wichtige Informationen zu erhalten.

Eine weitere Stärke des Films ist sein Look. Der Schreiber dieser Zeilen hatte das Privileg, den Film im Kino auf einer großen Leinwand zu sehen, weswegen das folgende Lob vermutlich kein großes Gewicht hat: Beverly Hills Cop 4 sieht toll aus. Ja, es gibt Effektaufnahmen, die nicht umwerfend sind, aber der allgemeine Stil des Films ist stark. Der Film besitzt eine Grundkörnung, die ihn wirken lässt, als würde man einen Film aus den späten 1990er Jahren sehen. Fast so, als ob zwischen Teil 3 und 4 nur fünf Jahre Wartezeit lagen und keine 30.

Insgesamt wirkt der Film erstaunlich old school. Regisseur Mark Molloy lässt Szenen gerne auslaufen, schneidet nicht unentwegt herum und lässt Dynamiken zwischen Figuren auch mal etwas Zeit, sich zu entfalten. Das ist alles im Grunde ziemlich einfach, wirkt im Zeitalter von Schnittgewittern aber fast schon frisch und ein wenig revolutionär.

Wobei es hier im Grunde nichts gibt, was einer Revolution gleichkommt. Böse Zungen könnten dem Film vorwerfen, er koche nach dem gleichen Rezept wie die ersten zwei Teile. Ja, das stimmt. Aber das Ergebnis ist dennoch ein unglaublich unterhaltsamer Film. Ein komödiantischer Actionfilm, der weiß, was er ist, was er will und vor allem, wie er es erreichen kann. Dass der Schurke aus dem Genre-Handbuch stammt und letztlich zu viele nostalgische Finger auf zu viele nostalgische Situationen und Gesichter zeigen, ist alles wahr, aber auch alles mehr als verschmerzbar. Auch weil es mit als neuem Foley-Partner eine gute Erweiterung im Figurenkabinett der Reihe gibt.

Beverly Hills Cop: Axel F ist – so erstaunlich es klingen mag – einer der bislang besten Unterhaltungsfilme des Jahres 2024. Dass er nicht in die Kinos kommt, ist wirklich schade, wahrscheinlich sogar ein echtes Versäumnis. Nicht weil er gigantische Schauwerte liefert, sondern weil er beweist, wie bodenständig und einnehmend ein Film sein kann. Während viele nach Der Prinz aus Zamunda 2 vermutlich keinen weiteren Murphy-Film mehr sehen wollten, könnte es nach Axel F anders aussehen. Willkommen zurück, Eddie Murphy. Danke für dieses geglückte dritte Comeback. Hoffen wir, dass es keinen Grund für ein viertes geben wird.

Fazit

Eine wundervolle, bodenständige und effektive Actionkomödie, die mit einem großartigen Eddie Murphy in Bestform gesegnet ist. Er legt seine Paraderolle weitaus menschlicher und nahbarer an, als in den Fortsetzungen. Gemeinsam mit einer einnehmenden Stilistik und Inszenierung macht das einen überzeugenden Film, der mehr an die Zeit des 90er-Jahre-Kinos erinnert, als heutige Spektakel.

Kritik: Sebastian Groß

Wird geladen...

×