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Inhalt

Nach dem Mord an der verrückten Mrs. Voorhees, die den Tod ihres Sohnes Jason rächte, kann Alice wieder ruhig schlafen. Aber da gibt es noch ein kleines Problem: Jason ist gar nicht im Crystal Lake ertrunken, sondern lebt die ganze Zeit in den Wäldern in der Umgebung. Und er hat beobachtet, wie Alice seine Mutter tötete. Seine Rache nimmt ihren blutigen Lauf...
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die Reihe rundum den Machete schwingenden Mörder Jason (Warrington Gillette, Time Walker)  ist vor allem in den frühen Filmen von einem reaktionären Motiv geprägt. Jason ermordet Jugendliche, die sich den natürlichen Freuden der Jugend hingeben. Das erscheint in dieser Reihe deshalb so stereotypisch, weil mit den verschiedenen Camps eine Sphäre abseits der alltäglichen Realität geschaffen worden ist, in der sich die Heranwachsenden unbeirrt dem Feiern, dem Trinken, dem Necken und dem Ausleben der Sexualität erfreuen können. Ebenso ist es auch eine Sphäre für Jason, der Jagd auf die lebensfreudigen Besucher machen kann, ohne dabei sonderlich behindert zu werden. Die doch sehr einfach funktionierende Ausgangssituation war wohl auch Grund dafür, dass die Freitag der 13.-Filme neben Halloween und Nightmare-Mörderische Träume zu den großen Kultfilmen der späten 70er und frühen 80er-Jahren des Genres zählen, obwohl sie an die Qualität der genannten Klassiker nie heranreichten. 

Und dennoch ist gerade dieser zweite Teil der Reihe, der von vielen als bestes Kapitel aufgefasst wird, besonders interessant. Schließlich weiß er durch eine ungemein geradlinige Schnörkellosigkeit zu trumpfen. Jason wirkt hier wie ein Tier, das von puren Instinkt gesteuert wird, das sich nur von den Worten der Mutter beirren lässt und ansonsten ohne Vergnügen und routiniert handelt. Er scheint es auf jeden abgesehen zu haben, der in seinen Wohlfühlbereich - in das Camp - eindringt, um seine Mutter zu rächen. Zu leicht wäre es diesen Film aufgrund seines  konservativen Motivs als gänzlich reaktionär abzustrafen, denn das scheint es nicht zu treffen.  Wir sympathisieren zu keinem Zeitpunkt mit Jason, sehen bei ihm auch keinen Grund zur Identifikation. Das ist durch seine Entmenschlichung, die sich nicht zuletzt an dem ihm übergezogenen Kartoffelsack bemerkbar macht, der sein Gesicht und damit seine menschlichen Züge verdeckt, nicht möglich. Er wirkt wie Monster in Form einer bestienartigen Legende. 

Nun könnte man schließen, dass demnach eine derartige Diskussion hier unangebracht wäre. Mit dieser Behauptung würde man es jedoch genauso leicht machen und auch sie verfehlt ihr Ziel. Denn tatsächlich können wir auch den Protagonisten dieses Films nicht wirklich etwas abgewinnen. Sie erscheinen als Mittel zum Zweck und sollen die vermeintlichen Jugendsünden verkörpern, um dafür abgeschlachtet zu werden. Der Zuschauer findet sich in keinem Charakter, sondern in einer Situation wieder, die er zu beobachten hat. Er ist einer Ambivalenz aus der nach Freiheit und Erfahrung greifenden Jugend und dem reaktionären "Bestrafer" ausgesetzt. Vor dem Hintergrund, dass dieser Film 1981 und damit unmittelbar in Folge der 70er-Jahren erschien, erscheint diese Ambivalenz nur folgerichtig. 

Das Subgenre des Slashers ist stets von einer Autorität geprägt, da der Mörder immer auch eine richtende Funktion hat, auch wenn diese nicht direktes Motiv seiner Taten sein muss. Das Subgenre hat sich deshalb gerade zu dieser Zeitepoche, die ebenso eine befreiende wie auch eine repressive Wirkung hatte, besonders herausgebildet, weil es diese Ambivalenz zwischen Befreiung und "Sünde" zu verhandeln galt. Der Verfasser dieser Kritik entschied sich dafür im Rahmen des diesjährigen Horrorctobers Freitag der 13. Teil 2 auszuwählen, da die wenigsten Filme dies durch eine derartige Reduziertheit deutlich machen: Jason jagt hirnlos und mit roher Gewalt die Jugendlichen, die unreflektiert ihre jugendlichen Freiheiten genießen wollen. Diese ständige Jagd bekommt durch die besonders dunklen Bilder, die raue Inszenierung und den treibenden Score einen rohen Anstrich, der uns gleichermaßen in einen Zustand von Unbeteiligtheit und Aufregung versetzt. 

Damit ist Freitag der 13. Teil 2 nicht nur ein ästhetisch interessanter Film, sondern erscheint auch um einiges unterhaltsamer und kurzweiliger als sein Vorgänger, der über einige stockenden Unbeholfenheiten in der Erzählung nicht hinwegtäuschen konnte. Er stellt eines der absoluten Highlights des Franchises dar, das gerade im Gegensatz zu Jasons späteren Ausflügen ins All oder nach Manhattan fokussiert und wenig trashig ausfällt. Auch begegnen wir dem besten Jason, der nur selten derartig bedrohlich und unberechenbar wirkte. Nicht umsonst wurde er im Remake dankbar wieder aufgegriffen und gehört unter Fans zu den beliebtesten Interpretationen des dauerhaften Camp-Besuchers. 

Fazit

"Freitag der 13 Teil 2" ist ein simpler und deshalb so effizienter Nachfolger des Kultfilms, der eine Ambivalenz zwischen freiheitsliebenden Jugendlichen und reaktionärem Jäger findet und damit charakteristisch für die autoritäre Funktion seines Subgenres erscheint. 

Autor: Maximilian Knade

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