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Die beiden Cops Martin Riggs und Roger Murtaugh bekommen nach einer missglückten Verfolgungsjagd auf eine Bande Drogengangster den scheinbar leichten Auftrag, einen kleinen Buchmacher namens Leo Getz bis zu dessen Gerichtsaussage zu schützen. Dieser arbeitet jedoch für die Organisation, hinter der Riggs und Murtaugh her sind. Die Spuren führen die beiden Cops direkt in die südafrikanische Botschaft.
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Weihnachten ist Schnee von gestern, die Temperatur im Hexenkessel steigt. Mit einem explosiven Paukenschlag in Form einer rasanten und zerstörerischen Autoverfolgungsjagd eröffnet Richard Donner (Das Omen) die Fortsetzung zu seinem zwei Jahre vorher erschienenen und quasi instant zum Kultfilm avancierten Buddy-Actioner Lethal Weapon – Zwei stahlharte Profis. Unverzichtbar wieder mit an Bord das abermals perfekt harmonisierende Duo Mel Gibson (Mad Max) als Detective Martin Riggs und Danny Glover (Saw) als Detective Roger Murtaugh, der inzwischen auch jenseits der 50 offenbar immer noch nicht zu alt für diesen Scheiß ist. Diese müssen sich nicht wie noch im Vorgänger zunächst als ungleiche Partner wider Willen aneinander gewöhnen und holperig synchronisieren, inzwischen sind sie ein eingespieltes Team, was es Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L.A. erlaubt, sofort das Gaspedal durchzutreten.

Die Rahmenbedingungen haben sich leicht verändert. Keine Weihnachtsstimmung mehr und der einst lebensmüde, unberechenbare Kamikaze-Cop Riggs ist zwar immer noch für einigen halsbrecherischen Irrsinn zu haben, die Todessehnsucht hat er jedoch begraben. Generell scheint der Tonfall zunächst etwas lockerer, selbst bevor die Personalie Leo „Okay, okay, okay“ Getz (Joe Pesci, GoodFellas – Drei Jahrzehnte in der Mafia) ins Spiel kommt. Die schlitzohrige Quasselstrippe hat Geldwäsche im großen Stil für Drogengeschäfte betrieben und ist nun bereit, als Kornzeuge auszusagen – okay, okay, okay, nachdem seinen Geschäftspartnern aufgefallen ist, dass er seinen Anteil stets etwas großzügiger berechnet hat. Aber immerhin. Den haben Riggs und Murtaugh nun zwecks Zeugenschutz am Hals und schnell wird klar, dass dessen ehemalige Kunden genau die Schweinehunde sind, denen die beiden eh gerade ans Leder wollen. Problematisch dabei: Die entpuppen sich als südafrikanische Diplomaten und verfügen daher über Immunität. Speziell Riggs ist so was ja eher schnuppe, allerdings nutzen die „Unberührbaren“ ihren Status ohne jeden Skrupel bis ans Limit aus. Mord und gezielte Anschläge auf die Störenfriede inklusive.

Auch wenn mit Joe Pesci der Comedy-Faktor natürlich bewusst angehoben wird und der dezente Pessimismus des Erstlings beinah verschwunden scheint, diese Auflockerung schadet dem noch jungen Franchise nicht. Was an der grandiosen Harmonie der Two and a Half Men liegt, deren Zusammenspiel gesegnet ist vom präzisen Timing klassischer Crewball-Komödien. Dazu kommt die Action aber nicht zu kurz. Da geht es mitunter ordentlich zur Sache und allem Witz zu trotz, wenn es ernst wird, dann mit voller Härte. Gerade da der Film am Ende noch mal ordentlich an roher Gewalt und unbändiger Wut draufpackt macht klar, dass man sehr wohl versteht, sich nicht von der guten Laune auffressen zu lassen. Dahingehend wird nahezu alles richtig gemacht. Im ersten Akt werden hassenswerte, räudige und völlig skrupellose Antagonisten eingeführt (angeführt von Joss Ackland, Der Sizilianer), im zweiten Akt ein Gefühl von Hilflosigkeit und Ungerechtigkeit etabliert, bevor im dritten Akt die Lage endgültig eskaliert und es nun nur noch um Vergeltung geht. Scheiß auf die Regeln und die gute Kinderstube. Sauber.

Fazit

Anders, aber seinem Vorgänger dennoch auf Augenhöhe begegnend. Rasant inszeniert, toll geschrieben und vor allem famos besetzt wie gespielt. Voller Witz, ruppiger Action und Figuren, die einem sofort sympathisch sein müssen. Da stimmt die Chemie. Untereinander, wie im Einbezug des Publikums. Das kannst du kaum künstlich kreieren, dass lässt sich nur erahnen und erhoffen. In diesem Fall ein Volltreffer.

Autor: Jacko Kunze

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