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Inhalt

Colonel Trautman bittet seinen alten Freund John Rambo, der sich mittlerweile aus seinem tödlichen Geschäft zurückgezogen hat, um einen Gefallen: Er soll ihn bei einem Einsatz hinter sowjetischen Linien in Afganistan zur Seite stehen. Rambo lehnt zunächst ab, doch als Trautman gefangengenommen wird, eilt er natürlich zu dessen Rettung flugs hinter her…
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Quelle: themoviedb.com

Kritik

1988 sollte vorerst für Rambo Schluss sein bis er sich 2008 fulminant zurück meldete. Peter MacDonald inszenierte den dritten Teil der erfolgreichen Rambo-Reihe. Doch orientierte er sich nicht am Original, sondern setzte die Actionorgie von Teil zwei fort. Nach dem enormen Erfolg von Rambo 2 – Der Auftrag auch kein Wunder. Konnte der zweite Teil zwar nicht die Kritiker überzeugen, so lockte er allerdings genug Zuschauer ins Kino, was eine weitere Fortsetzung legitimierte. Doch kann Teil drei das Erfolgskonzept fortführen und in eine ähnliche Kerbe schlagen?

Ähnlich wie Teil Zwei will Rambo 3 gar nicht mit einer guten Story oder gutem Schauspiel überzeugen. Die Story ist mal wieder nur Mittel zum Zweck um möglichst viele Bad Boys zu töten. Dies ging sogar so weit, dass MacDonald´s Werk ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen wurde, als Film mit den meisten Tötungen. Doch ist dies ein Garant für einen guten Film? Dazu kommen wir später. Vielleicht ist die Story ein ticken besser als noch in Teil Zwei. Zwar ist diese ausgelutscht und dämlich, aber die Beweggründe von Rambo werden klarer. Er will seinen Mentor und Freund aus den Fängen der bösen Russen retten, welche die afghanische Bevölkerung unterdrücken und unterjochen. Schauplatz ist dieses Mal nicht der undurchdringliche Dschungel sondern die Wüste. Irgendwie ist es ja schon erfrischend, dass nicht dieselben Motive wie in den Vorgängern aufgenommen worden sind. Doch irgendwie will der Funke hier nicht wirklich überspringen. Vom Schauspiel her macht Sylvester Stallone wieder genau das, was er am besten kann; er spielt eine emotionslose Kampfmaschine. Die Figur selbst entwickelt sich hier kein Stück weiter nach vorne sondern eher zurück. Beginnt es  noch, dass Rambo dem Krieg entsagen will, wird er innerhalb weniger Sekunden umgestimmt und tut das was er am besten kann; Alle töten. Aber wie auch schon bei Teil Zwei muss ein solcher Actionblockbuster nicht zwangsläufig durch gute Charakterentwicklungen brillieren. Trotzdem ist es schade, da besonders First Blood eine emotionale und zerbrechliche Figur hervorbringt, welche hier einfach nur verfeuert wird.

An der Action selbst ist wenig auszusetzten. Einmal angefangen explodiert immer irgendwo etwas. Es dauert zwar gute 40 Minuten bis es richtig los geht, danach hat der Zuschauer allerdings nur wenige Verschnaufpausen. Doch irgendwie will das nicht völlig überzeugen. Die Bösen greifen grundsätzlich mit einem mächtigen Kampfhubschrauber an. Was anfangs noch wirklich gut in Szene gesetzt ist, wird zum Schluss hin eher ermüdend. Auch fehlt es definitiv an Spannungsmomenten. Die meisten der russischen Söldner sind Rambo gnadenlos unterlegen. Nur wenige Mann gegen Mann Kämpfe oder Verfolgungsjagden führen zwar zu einen sehr hohem Bodycount, langweilen aber auch schnell den Zuschauer. Zudem wirkt alles wie eine bloße Kopie von Rambo 2 - Der Auftrag. War Teil Zwei in einer seiner Einfachheit noch Innovativ, so kopiert Rambo 3 nur noch bekannte Szenarien. Die Actionszenen sind zwar bombastisch und gut inszeniert, jedoch kommt einem alles irgendwie bekannt vor und kann nicht vollends überzeugen.

„Gott kennt Gnade, Rambo nicht“

Die Dialoge verursachen sogar noch mehr Kopfschmerzen als in Rambo 2 – Der Auftrag. Geistreiche Gespräche über blaues Licht (ok, das hat schon fast Kultcharakter) oder über die Liebe zum Vaterland nerven auf Dauer. Auch werden die Beweggründe der einzelnen Personen nicht klar dargestellt. Es gibt nur Gut oder Böse; schwarz oder weiß. Warum die Bösen dieses oder jenes tun wird nur mit ihrem bösen Wesen erklärt. Die Guten sind so gut wie sie nur sein können, gleich einer Glorifizierung, gar Heldentum. Die Dialoge und die schwache Zeichnung der Figuren führen dazu, dass Rambo 3 häufig etwas lächerlich wird. Schade eigentlich, da der Film aufgrund der Brutalität und des hohen Bodycounts (wie gesagt; Guinness-Buch) durchaus Potential hätte, wäre er durchweg düster und ernst.

Doch was bedeutet dies nun alles. Kurzum; die Action ist gut und kann sich sehen lassen, auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wird. Über alles andere muss man leider hinweg sehen, da es keinen geistigen Mehrwert besitzt. Schwache Charakterzeichnungen, dämliche Dialoge, eine fragwürdige Moral und eine so einfache Story wie es nur denkbar ist, trüben einfach den Filmspaß. Leider nimmt er sich hier und da auch noch zu ernst. Wo Rambo 2 – Der Auftrag zumindest etwas an der Trashsparte kratzt, so will Rambo 3 als ernsthaftes Actiondrama gesehen werden. Fehlanzeige. Was bleibt ist ein Paradebeispiel für Kopf-Aus Kino. Wenn man stupide Action favorisiert, macht man in erster Linie mit Rambo 3 nichts falsch, jedoch kann man da auch zu diversen anderen Streifen greifen. Auf der anderen Seite ist Rambo einfach Kult. Ob man will oder nicht, kommt man an dieser Figur nicht vorbei. Somit bleibt der Film alleine schon wegen John J. Rambo im Gedächtnis.

Fazit

Die Entwicklung der "Rambo"-Reihe mag mal jemand verstehen. Vom Charakterdrama mit Actionelementen zu einem Actionfilm ohne andere Elemente. Zwar macht "Rambo 3" als Actioner immer noch Spaß, es fehlt aber eindeutig an Substanz dahinter, um sich aus der Masse hervorzuheben. Einzig der kultige Held selbst lässt einem den zweiten Ableger im Gedächtnis bleiben.

Autor: Christian Kühnemann

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