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Sarah versucht ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und zieht mit ihrem achtjährigen Sohn Chris an den Rand einer abgelegenen Kleinstadt. Als Chris nach einem Streit in den Wald läuft, entdeckt Sarah auf der Suche nach ihm ein tiefes Senkloch im Boden. Chris kehrt scheinbar unversehrt zurück, doch schon bald bemerkt Sarah beängstigende Veränderungen in seinem Verhalten. Die verstörende Begegnung mit der verwirrten Nachbarin, die vor Jahren ihr eigenes Kind tötete, verstärkt Sarahs Misstrauen nur noch mehr. Ist der Junge, der in ihrem Haus lebt, wirklich ihr Sohn Chris?

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Kritik

Ob selbst produziert oder verliehen, das Studio A24 zeigt schon seit Jahren ein überaus gutes Händchen bei seiner Filmauswahl, die in der Regel auf Qualität setzt und auch viele Indie-Produktionen unterstützt. Mit ihrem neuen Horror-Drama The Hole in the Ground, das Anfang 2019 auf dem Sundance Film Festival seine Premiere feierte und vom Publikum positiv aufgenommen wurde, setzt sich dieser Trend fort. Ein guter Start für den Iren Lee Cronin, der damit sein Regiedebüt feiert und das Genre um einen gelungenen Beitrag bereichert. 

Während das Horrorgenre immer härter, blutiger und lautstärker zu werden versucht, um sein Publikum zu schocken, ist es beinahe schon erfrischend, wenn sich ein Film diesem Trend widersetzt. The Hole in the Ground verzichtet auf ausufernde Gewaltszenen, einem übermäßigen CGI-Einsatz oder billigen Jump-Scares, büßt damit aber keinesfalls an Intensität ein. Im Gegenteil: Bereits von Beginn wird an diesem entlegenen Ort Irlands, am Rande eines Walds, eine überaus bedrohliche Stimmung aufgebaut, die den gesamten Film durchzieht und damit für Unwohlsein und Grauen beim Zuschauer sorgt. Etwas Böses ist hier zugange, es ist allgegenwärtig, ohne dass es sich dem Zuschauer offenbart. 

Dieses Spiel auf psychologischer Ebene ist es schließlich, das uns so sehr in den Bann zieht. Es bleibt stets unklar, ob die junge Mutter (gut gespielt von Seána Kerslake, Ein Date für Mad Mary) an den Folgen einer schweren Vergangenheit leidet und sich den ganzen Spuk nur einbildet, oder ob ihr Sohn (James Quinn Markey) tatsächlich nicht mehr der ist, der er vorzugeben scheint. Schauerliche Szenen häufen sich, die mal in die eine, mal in die andere Richtung gedeutet werden können, immer wieder führt uns der Film geschickt auf verschiedene Fährten, um bis zum Ende gekonnt für Anspannung und für Gänsehaut zu sorgen. Das geschieht oftmals schön subtil, daher wäre in manch anderen Momenten der starke Einsatz von Metaphern eigentlich gar nicht nötig gewesen.

Ganz neu mag die Idee hinter The Hole in the Ground nicht sein, sie erinnert in ihrer Form doch sehr an das fantastische Horror-Drama The Babadook von Jennifer Kent, das hierzu thematisch verwandt ist, jedoch eine andere Perspektive wählte. The Hole in the Ground fokussiert sich rein auf den Blickwinkel der Mutter und thematisiert die Angst um den Verlust ihres Kindes. Und darin ist der Film über weite Strecken äußerst effektiv, wenn auch nicht ganz so wuchtig wie Kents Beitrag. Doch das macht nichts, Anlehnungen an The Babadook sind zwar durchaus erkennbar, eine bloße Kopie liegt hier jedoch nicht vor. The Hole in the Ground ist spannendes, gut umgesetztes Genrekino!

Fazit

Mit einfachen Mitteln schafft es "The Hole in the Ground" uns atmosphärisch zu packen und das Fürchten zu lehren. Horror der alten Schule, der nicht auf plumpe Effekte angewiesen ist, sondern auf psychologischer Ebene mit uns spielt. 

Autor: Sebastian Stumbek

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