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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Eine exzentrische junge Gouvernante kommt 1858 zu einem abgelegenen gotischen Herrenhaus. Als sie sich einlebt, verschwinden Angestellte unerklärlich und die Besitzer fragen sich, ob etwas mit der neuen Gouvernante nicht stimmt.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Wäre Zachary Wigons (Sanctuary) grelle Gothic-Groteske nur ansatzweise so unterhaltsam, wie es der trope-lastige Titel verspricht, wären seine dramaturgischen Schwächen nur ein lässliches Detail. Doch je tiefer sich Virginia Feitos Adaption ihres gleichnamigen Romans in Genre-Klischees vergräbt, desto offensichtlicher wird der Mangel der systemkritischen Subversion, die in der Prämisse einer mörderischen Gouvernante zu lauern scheint. Die von Scream Queen Maika Monroe (Für immer ein Teil von dir - Reminders of Him) mit manierierten Manie verkörperte Protagonistin ist im doppelten Sinn ein Produkt des Patriarchats, als dessen Gegnerin sie präsentiert wird, und Komplizin klassistischer Konventionen.

Deren motivische Relevanz in der sardonischen Story signalisiert bereits die Vorstellung der (Anti-)Heldin mit dem sprechenden Namen Winifred Notty. Das Homophon von nutty und nottie weist auf die sittsame Aufmachung und den labilen Geisteszustand Winifreds, die sich selbst als „the sanest person I know“ beschreibt. Ihre Unzurechnungsfähigkeit steht somit von Anfang an fest. Auch sonst ist Wigon kein Freund unerwarteter Twists. Dass Winifred bei der Ankunft in Ensor House nicht den Dienstboten-Eingang ansteuert, verrät ihre delikate Verbindung zu ihren neuen Arbeitgebern.

Hausherrin Mrs. Pound (Ruth Wilson, The Woman in the Wall) und ihr jovialer Gatte (Jason Isaacs, Honey Bunch) zeigen vollstes Vertrauen in die neue Gouvernante ihres Nachwuchses. Der zwischen Statusbewusstsein und Kindlichkeit pendelnden Andrew (Jacobi Jupe, Hamnet) und seine jugendliche Schwester Drusilla (Evie Tempelton, Return to Silent Hill) liefern mit ihren gesellschaftskritischen Fragen, vorgetragen wie einstudierte Schulübungen, platte Vorlagen für eine satirische Sektion viktorianischer Heuchelei: den rigiden Gesellschaftsstrukturen, dem Kontrast pietistischer Prüderie und sexueller Perversion, elitären Neurosen und pseudowissenschaftlichen Irrlehren. Doch das selbstverliebte Szenario ist selbst zu verfangen in den konfusen Konzepten der Titel-Ära. 

Phrenologie, die im Viktorianischen Zeitalter bereits passé war, wird verspottet, doch Ticks und Körperhaltung gelten als Symptom von Wahnsinn. Elitarismus wird angeklagt, doch das Abschlachten der Arbeiterklasse durch eine Elite-Angehörige wird zelebriert. Sexismus wird karikiert, doch Geisteskrankheit erscheint als weibliche Erbeigenschaft. Bar jeglicher soziologischer Scharfsicht und psychologischer Pointen wirken die konventionellen Kills ernüchternd blutleer, selbst wenn Winifreds Eskalation wortwörtlich blutige Spuren hinterlässt. Eine Reihe loser Handlungsenden und narrativer Widersprüche impliziert eine Fortsetzung, doch auf die macht der unausgegorene Gothic Slasher wenig Lust. 

Fazit

Das überqualifizierte Ensemble, allen voran Maika Monroes hingebungsvolle Hauptrolle, hält Zachary Wigons ungelenke Horror-Satire zusammen, doch kann die schematische Story und kruden Charakter-Karikaturen nicht aufwiegen. Das prototypische Setting und einige düstere Details sind wie geschaffen für unheimliche Stimmung, doch die formelhafte Inszenierung zeigt keine Ambitionen, Atmosphäre aufzubauen. Bizarre Vignetten liefert immerhin Nico Aguilars kongeniale Kamera mit ihren phantasievollen Einstellungen. Die angerissenen Themen patriarchalischer Gewalt und systemisch legitimierter Ausbeutung sind bloß sozialkritische Staffage einer derivativen Hommage, deren Selbstwahrnehmung ähnlich verzerrt ist wie die der Titelfigur. 

Kritik: Lida Bach

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