Ein mysteriöses Schiff, zwei Fischer – und eine Realität, die plötzlich nicht mehr stabil wirkt. Mit Rose of Nevada präsentiert Regisseur Mark Jenkin sein neuestes Werk, das bereits auf mehreren Festivals für Aufmerksamkeit sorgte. Nun ist der erste Trailer erschienen.
Der Film feierte Premiere in der Orizzonti-Sektion der Internationale Filmfestspiele von Venedig und war anschließend unter anderem beim Toronto International Film Festival, dem New York Film Festival sowie beim BFI London Film Festival zu sehen.
Ein Schiff kehrt zurück – 30 Jahre zu spät
Im Zentrum steht das titelgebende Schiff „Rose“, das nach drei Jahrzehnten plötzlich wieder im Hafen eines Küstenortes in Cornwall auftaucht – scheinbar unverändert, aber ohne seine damalige Crew. Die Umstände ihres Verschwindens bleiben rätselhaft.
Zwei Fischer, gespielt von George MacKay und Callum Turner, nehmen aus finanzieller Not einen Job auf dem Schiff an – ohne dessen Geschichte zu kennen. Kurz darauf beginnen sich Realitätsebenen zu verschieben: Zeitlinien überlagern sich, Persönlichkeiten verändern sich, vertraute Menschen reagieren fremd. Als die Männer nach Hause zurückkehren, scheint ihr bisheriges Leben nicht mehr dasselbe zu sein – oder sie selbst nicht mehr.
Zwischen Nostalgie und Science-Fiction
Mark Jenkin, der bereits mit Enys Men für atmosphärisches Arthouse-Kino sorgte, bleibt auch hier seinem eigenwilligen Stil treu. Gedreht wurde auf 16mm mit einer Bolex-Kamera, die Tonspur entstand vollständig in der Postproduktion. Der Film kombiniert analoge Bildsprache mit modernen Elementen – von Popmusik bis hin zu Smartphones – und spielt gezielt mit dem Spannungsfeld zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ein regulärer Kinostarttermin steht bislang noch aus.

