Von Stu am Freitag, 24 April 2026, 21:00 Uhr
Bildnachweis: © Warner | Werbemotiv zu "Dark City"
Nach einer längeren kreativen Pause könnte Alex Proyas bald wieder auf den Regiestuhl zurückkehren. Der Filmemacher, bekannt für visuell markante Werke wie The Crow - Die Krähe (1994) und Dark City (1998), arbeitet offenbar erneut an einem Projekt, das ihn bereits seit vielen Jahren begleitet. Nun zeichnet sich eine neue Möglichkeit ab, dieses Vorhaben doch noch zu realisieren.
Sci-Fi-Projekt "Heaven" erhält neue Chancen durch moderne Technik
Das geplante Werk mit dem Titel Heaven wird als satirischer Science-Fiction-Film beschrieben und soll sich stilistisch an Brazil orientieren. Im Mittelpunkt steht ein überforderter Büroangestellter, der seiner Realität entflieht, indem er sich in eine scheinbar perfekte digitale Nachwelt begibt. Dort angekommen, zeigt sich jedoch schnell, dass hinter der makellosen Oberfläche ein komplexes und beunruhigendes System steckt.
Lange Zeit scheiterte die Umsetzung vor allem an den hohen Produktionskosten, die sich im Bereich von bis zu 100 Millionen US-Dollar bewegten. Für ein Projekt dieser Art galt ein solches Budget als schwer realisierbar. Erst durch neue Ansätze in der Filmproduktion ergibt sich nun eine realistischere Perspektive, das Konzept doch noch auf die Leinwand zu bringen.
KI als Produktionshilfe – Dreharbeiten und Casting in Vorbereitung
Eine zentrale Rolle spielt dabei die Zusammenarbeit mit Ex Machina Studios, die gemeinsam mit K5 International an der Entwicklung beteiligt sind. Geplant ist der Einsatz KI-gestützter Technologien, die vor allem bei der Gestaltung umfangreicher Filmwelten helfen sollen. Ziel ist es, visuelle Größe mit kontrollierbaren Kosten zu verbinden, ohne auf klassische Schauspielarbeit zu verzichten.
Aktuell befindet sich das Projekt in einer frühen Phase: Die Besetzung wird vorbereitet, und auch ein Drehstart in Los Angeles steht im Raum. Präsentiert werden soll Heaven unter anderem auf dem Filmmarkt der Cannes Film Festival, wo potenzielle Partner und Verleiher angesprochen werden. Sollte die Finanzierung gelingen, könnte der Film nicht nur die Rückkehr von Alex Proyas markieren, sondern auch ein Beispiel für neue Produktionsmethoden im Blockbuster-Kino liefern.
Aktuell stellt Proyas noch seinen Spielfilm R.U.R. fertig, der 2027 erscheinen soll. Die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Karel Čapek aus dem Jahre 1920 handelt von einer jungen Frau, die die Inselfabrik von Rossums Universal Robots besucht, um die Roboter von der kapitalistischen Ausbeutung zu befreien, mit katastrophalen Folgen. Damit widmet sich Proyas nach seinem kommerziellen größten Hit, I, Robot von 2004, erneut der Roboter-Thematik.