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Er war der "Man-Eater" und schrieb einen Western-Klassiker: Genre-Ikone George Eastman ist tot

Stu

Von Stu

Bildnachweis: © Best Entertainment | Szene aus "Ausgeburt der Hölle"

Der Genre-Schauspieler George Eastman ist tot. Der italienische Darsteller, Drehbuchautor und Regisseur, der eigentlich Luigi Montefiori hieß, wurde 83 Jahre alt. Bekannt wurde er vor allem durch seine eindringlichen Auftritte in Horror-, Western- und Endzeitfilmen der 70er- und 80er-Jahre – allen voran durch den kontroversen Kultfilm Man-Eater - Der Menschenfresser, der ihn endgültig zur Ikone des europäischen Exploitationkinos machte.

Zwischen Horror und Italowestern

Geboren 1942 in Genua, zog es Montefiori früh nach Rom, wo er Schauspiel studierte und bald in zahlreichen Italowestern mitwirkte. Wegen seiner imposanten Erscheinung wurde er häufig als bedrohlicher Gegenspieler besetzt. Unter dem Künstlernamen George Eastman entwickelte er sich rasch zu einem festen Bestandteil des italienischen Genrefilms.

Seinen nachhaltigsten Eindruck hinterließ er allerdings im Horrorkino. In Man-Eater spielte Eastman den wahnsinnigen Kannibalen Nikos Karamanlis – eine verstörende Performance, die bis heute als eine der berüchtigtsten Darstellungen des europäischen Splatterfilms gilt. Der Film von wurde vielerorts zensiert, entwickelte sich später aber zum Kultklassiker. 2022 wurde der Titel hierzulande vom Index genommen.

Zu seiner Filmvita gehören außerdem noch folgende Titel: In der Gewalt der Zombies, Terror Express, Ausgeburt der Hölle und Porno Holocaust.

Doch Eastman war weit mehr als nur Schauspieler. Als Drehbuchautor schrieb er unter anderem am Spätwestern Keoma -Das Lied des Todes mit, der heute als einer der bedeutendsten Italowestern gilt. Auch zahlreiche Horror- und Science-Fiction-Produktionen tragen seine Handschrift. Besonders seine Zusammenarbeit mit Joe D’Amato prägte das italienische Exploitationkino nachhaltig.

Kultfigur des europäischen Genrekinos

Während viele seiner Zeitgenossen längst vergessen sind, blieb Eastman für Fans des europäischen Genrekinos eine feste Größe. Seine Filme wurden restauriert, auf Festivals gezeigt und von einer neuen Generation entdeckt. Mit ihm verliert das italienische Kultkino eines seiner markantesten Gesichter – einen Schauspieler, dessen Präsenz und Kreativität weit über den reinen B-Film hinauswirkten.

Ruhe in Frieden.

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