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Nach Amazon-Aus: Insider zeichnen ein düsteres Bild von Luca Guadagninos nächstem Film mit Andrew Garfield

Stu

Von Stu

Quelle: Screen Daily
Bildnachweis: © Amazon MGM | Szene aus "After the Hunt"

Noch vor wenigen Wochen sorgte der neue Film von Call Me by Your Name-Regisseur vor allem wegen seiner turbulenten Produktionsgeschichte für Schlagzeilen. Nachdem Amazon MGM den Film Artificial überraschend aus dem eigenen Programm gestrichen hatte, machten schnell Spekulationen die Runde: Hatte der Konzern Angst vor dem brisanten Stoff rund um OpenAI? Neue Berichte legen nun jedoch nahe, dass die Wahrheit deutlich unspektakulärer sein könnte.

Nach dem Studio-Ausstieg häufen sich kritische Stimmen

Artificial erzählt die Geschichte der Machtkämpfe rund um OpenAI und die kurzzeitige Entlassung von CEO Sam Altman. Gerade weil Amazon als Technologiekonzern eng mit der KI-Branche verbunden ist, vermuteten viele Beobachter politische oder wirtschaftliche Motive hinter der Entscheidung, den Film abzugeben. Schließlich übernahm Neon das Projekt, nachdem Amazon MGM ausgestiegen war, und will den Film weiterhin veröffentlichen.

Laut Screen Daily sprechen inzwischen jedoch mehrere Branchenvertreter, die Artificial bei internen Vorführungen gesehen haben, eine andere Sprache. Demnach habe der kontroverse Stoff bei den Kaufentscheidungen kaum eine Rolle gespielt. Stattdessen sei der Film schlicht nicht überzeugend genug gewesen. Ein Insider bezeichnete ihn als "langweilig" und "zäh", während andere Käufer von einem lediglich "durchschnittlichen" Werk sprechen, das der bekannten Geschichte um OpenAI keine neuen Facetten hinzufüge.

Auch die Testvorführungen sollen hinter den Erwartungen geblieben sein. Mehrere Interessenten entschieden sich deshalb gegen einen Kauf. Damit verdichten sich die Hinweise, dass Amazon MGM den Film nicht wegen seines Themas aufgab, sondern aus qualitativen Gründen.

Neon hält dennoch an "Artificial" fest

Trotz der kritischen Reaktionen glaubt Neon weiterhin an das Projekt. Das Studio erhielt die Vertriebsrechte Berichten zufolge ohne Kaufpreis von Amazon MGM und übernimmt stattdessen die Marketingkosten, die auf rund 20 Millionen US-Dollar geschätzt werden. Intern soll Neon sogar weiterhin auf eine mögliche Oscar-Kampagne setzen.

Ganz ohne Lob bleibt Artificial allerdings nicht. Besonders häufig wird die Leistung von Yura Borisov hervorgehoben, der als OpenAI-Mitgründer Ilya Sutskever überzeugen soll. Ob sich diese Vorschusslorbeeren am Ende gegen die insgesamt verhaltene Resonanz durchsetzen können, dürfte sich spätestens mit den ersten öffentlichen Festivalvorführungen und dem Kinostart zeigen.

Besetzt ist Artificial unter anderem noch mit als Sam Altman sowie und . Ein deutscher Kinostart steht noch aus. Garfield drehte mit Luca Guadagnino zuletzt bereits den durchaus kontrovers aufgenommenen After the Hunt.

Möchtest du mehr wissen? #MeToo-Thriller von Luca Guadagnino: Trailer zu "After the Hunt":
#MeToo-Thriller von Luca Guadagnino: Trailer zu "After the Hunt" moviebreak.de

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