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Inhalt

Der fünfte Horrorfilm aus der Freitag-der-13.-Reihe. Tommy, der einst den Killer Jason besiegt hatte, muss jetzt seine Erlebnisse und Erinnerungen in einer Therapie verarbeiten. Doch innerhalb dieser Erinnerungsarbeit passieren neue Morde.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Obwohl Teil vier den Titel The Final Chapter trug, hatte wohl niemand ernsthaft damit gerechnet, dass Paramount die Freitag der 13.-Reihe vorzeitig in den Ruhestand schicken würde. Ausgerechnet jetzt, als mit Freddy Krueger und Nightmare On Elm Street ein ganz anderes Horror-Franchise begann zu wachsen. Dies war selbstverständlich auch nicht der Fall und nie der Gedanke, es sollte aber in der Tat eine Konzept-Änderung erfolgen, die allerdings auf ernüchternde bis erboste Resonanz beim Publikum stieß und letztlich dazu führte, dass beim sechsten Teil Freitag der 13. – Jason lebt umgehend wieder zurückgerudert wurde.

So viel sei gesagt: Tommy Jarvis ist zurück. Der kleine Junge, der sich am Ende von Freitag der 13. – Das letzte Kapitel den Kopf schor und Jason Vorhees durch dieses Abbild seines ehemaligen Ichs so sehr irritierte, dass ihn der Knirps höchstpersönlichen filetieren konnte. Man muss wohl kein Kinderpsychologe sein, um zu erahnen, dass so etwas nicht sonderlich gesund für die mentale Verfassung eines Heranwachsenden sein kann. Wer jetzt auf die Rückkehr von 80er-Kinderstar Corey Feldman gehofft hat, dürfte nach kurzer Freude schon die erste Enttäuschung erleben: Ihm gehört zwar die erste Szene, die sich jedoch als Traumsequenz des enzwischen (fast) erwachsenen Tommy (John Shepherd, Jagd auf Roter Oktober) entpuppt. Corey Feldman sollte ursprünglich auch hier eine größere Rolle spielen, drehte jedoch zeitgleich Die Goonies und so war nicht mehr als dieses Cameo drin. Der adoleszente Tommy hat seitdem scheinbar eine blitzsaubere Klapsmühlen-Karriere hingelegt (wenn wundert’s?), hat aber jetzt das große Los gezogen. Er darf auf eine Farm, die psychisch instabilen Jugendlichen eine völlig neue Form der Therapie anbietet.

Wie genau die aussehen soll und wie sinnvoll es ist, dass offenbar schwer traumatisierte und impulsgestörte Patienten über keinerlei echte Einschränkungen verfügen und sogar mit Äxten hantieren, erfahren wir zwar nicht, dafür das die die duften, progressiven Kumpel-Pädagogen ihr Konzept noch weniger durchdacht haben als die Produzenten des Films. Nach dem ersten, waschechten Wutanfall geht einer der Jungs wohl auf Nimmerwiedersehen in die Zwangsjacke und der bemitleidenswerte Verlierer dieses „Konfliktes“ in Einzelteilen in den Leichensack, aber hey, man muss auch bei auftretenden Problemchen zu seiner Idee stehen. Dies ist aber erst der Auftakt zu einer äußert amtlichen Anzahl von Todesopfern, denn Jason Vorhees ist zurück – oder vielleicht doch nicht? Denn zu sehen gibt es den kultigen Hockey-Fan nur in den Halluzinationen von dessen mutmaßlichen Schafrichter Tommy. Der aktive Killer wird nie in voller Pracht gezeigt und der Film spielt sehr wohl offensiv mit der Prämisse, dass im Prinzip ein ganz anderer die Morde im Stile von Jason begeht.

Dieses halbe Whodunnit-Prinzip ist mehr oder weniger die Rückkehr zum Ursprung. Auch im Original wusste man bis zum Schluss nicht, wer hinter dem Blutbad steckt, erst ab Teil 2 war Jason als unkaputtbarer Meuchelmörder etabliert. Freitag der 13. – Ein neuer Anfang verrät es bereits im Titel: Das Jason Vorhees hier nicht zwangsläufig der Übeltäter sein muss, gehört zu dem angepeilten Neustart der Reihe, was den Fans inzwischen aber mehr als nur sauer aufstieß. Dabei ist der Grundgedanke gar nicht so verkehrt, um einem bereits jetzt schon mit Abnutzungserscheinungen zu kämpfenden Franchise frischen Wind und neue Ansätze zu verleihen. Mit einer besseren Umsetzung hätte man es vielleicht noch erfolgreicher verkaufen können, wobei der teils übertriebene Hass gegen den Film eher darauf schließen lässt, dass das Publikum den Gedanken per se verurteilte. So schlecht wie sein Ruf ist Teil 5 nämlich lange nicht, auch wenn er durchaus eine Menge Luft nach oben hat.

Relativ unverständlich sind die sehr geringen Schauwerte, die er aus seinem (selbst für die Serie) überproportionalen hohen Bodycount macht. Knapp 20 Leute beißen hier, mitunter im Zweier- und Dreierpack, angedeutet gewohnt drastisch ins Gras. Im Gegenteil zu seinem direkten Vorgänger hält man aber praktisch nie voll drauf, wenn es zur Sache geht. Vielleicht auch, da Tom Savini nicht mehr für die Effekte verantwortlich war, da geht dir halt ein riesiges Stück Qualität verloren. Dennoch ist das recht enttäuschend, warum guckt man denn wohl sonst so einen Film? Mit Sicherheit nicht wegen seiner guten Geschichte oder brauchbaren Figuren. Da geht es diesbezüglich mitunter zu wie bei Troma, nur mit sichtlich mehr Geld und weniger Irrsinn. Immerhin nimmt sich dieser verkappte Slasher-Jux nicht mal aus Versehen für 10 Sekunden ernst und fährt damit konsequent Richtung Happening, denn anders würde das wirklich das angebliche Desaster sein. So herum ist das zwar keinesfalls als besonders gelungen zu bezeichnen, ist wiederum aber nicht unbedingt eintönig und lässt wenigstens mal den Mut erkennen, ein Erfolgskonzept verändern zu wollen. Das Ergebnis ist mit Sicherheit äußerst diskutabel und ambivalent, aber besser das als eindeutig für die Tonne.

Fazit

Auch wenn sich sein Ruf hartnäckig hält: „Freitag der 13. – Ein neuer Anfang“ ist kein schlechter Film und definitiv nicht der schwächste der Reihe. Vielleicht ein Stiefkind, aber davon gab es später noch eines, welches auch niemand liebhaben wollte. Abermals unberechtigt, doch dazu an passender Stelle. Mit Veränderungen ist bei Hardcore-Anhängern halt nicht zu spaßen. Vom Gedanken und seinem reinen, plumpen Unterhaltungswert ist das schon recht solide. Und über mehr reden wir hier, bei allem Zuspruch aus der Beschützerperspektive, auch wirklich nicht.

Autor: Jacko Kunze

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