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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Als ein glückloser Vater einen Job als Nachtwächter in einem naturhistorischen Museum annimmt, ahnt er nicht, worauf er sich einlässt. Denn des Nachts erwachen die Exponate zum Leben, was sowohl für große Überraschung als auch absolutes Chaos sorgt. 

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Hier wird Geschichte lebendig… Museen haben gemeinhin nicht gerade den Ruf, die unterhaltsamsten, spaßigen oder spannendsten Orte der Welt zu sein. Trocken, öde, langweilig wären wohl eher Begriffe, die einem diesbezüglich einfallen würden. Also kein sonderlich geeigneter Schauplatz für einen Spielfilm – oder vielleicht doch? Was wäre zum Beispiel, wenn dort des nachts, und wenn sämtliche Besucher*innen verschwunden sind, alles auf magische Weise zum Leben erwachen würde? Eine geradezu fantastische Vorstellung, die in Form der 2006 erschienenen Komödie Nachts im Museum zu filmischer Realität wird. 

Unter der Regie von Shawn Levy – der in den Folgejahren noch mit Werken wie Real Steel, Free Guy sowie Deadpool & Wolverine für Aufsehen sorgen sollte – verwandeln sich die Hallen eines New Yorker Naturkundemuseums in einen chaotischen Schmelztiegel der Epochen. Dabei treffen unter anderem Steinzeitmenschen auf Christopher Kolumbus, „Miniatur“-Römer auf „Miniatur“-Cowboys, Teddy Roosevelt hat sich verliebt, Atilla der Hunnenkönig ist grimmig und zahlreiche Tiere sowie ein vom Fleisch gefallener T-Rex wuseln ebenfalls umher. Und mittendrin ein von Ben Stiller (Zoolander) verkörperter Vater namens Larry, der seinem Sohn beweisen möchte, dass er mehr als ein erfolgloser, ständig von einem Job zum nächsten wechselnder Träumer ist. 

Nachts im Museum erzählt auf höchst spaßige Weise davon, am Ball zu bleiben, Widrigkeiten zu trotzen und einen Weg zu finden, mit ihnen umzugehen. Es geht um Selbstfindung sowie die Beziehung eines Vaters zu seinem Sohn. Allzu viel Tiefgang sollte hierbei allerdings nicht erwartet werden. Das ist wenig überraschend, basiert der Film doch auf einem gerade einmal 32 Seiten umfassenden Kinderbuch von Milan Trenc. Anstatt komplexer Themen stehen daher Staunen sowie gute, temporeiche Unterhaltung für die ganze Familie im Vordergrund. Und was das angeht, funktioniert die rund 110 Millionen USD teure, an Jumanji erinnernde Produktion auch heute noch gut. Klar, vereinzelt wirken manche der Computereffekte, mit denen das ein oder andere Exponat zum Leben erweckt wird, schon mal ein wenig angestaubt, aber im Großen und Ganzen macht der Film selbst 20 Jahre nach seiner Veröffentlichung noch eine ziemlich gute Figur. 

Ähnlich überzeugend präsentiert sich auch die Besetzung des Films. Neben dem bereits erwähnten Ben Stiller trifft man hier u. a. auf Robin Williams (Good Morning, Vietnam), Owen Wilson (Starsky & Hutch), Rami Malek (Bohemian Rhapsody) sowie Ricky Gervais (The Office). Zu meckern gibt es mit Blick auf die Schauspielleistungen nichts, zumal sämtliche Darsteller*innen durch die Bank weg motiviert erscheinen. Unter den Nebendarstellern hinterlässt dabei vor allem Owen Wilson einen bleibenden Eindruck, da er die Figur eines extrem kleingeratenen Cowboys mit besonders viel Spielfreude verkörpert. Ben Stiller funktioniert als Hauptfigur ebenfalls gut. Kein Wunder, darf er hier doch – wenig überraschend – erneut in seine „Paraderolle“ schlüpfen: die des gutmütigen, dezent überforderten, aber gerade deshalb liebenswerten Durchschnittstypen. Als solcher schlittert er natürlich auch bei Nachts im Museum von einer ulkigen Situation in die nächste. 

Die Gag-Dichte ist dementsprechend hoch und vieles von dem, was unserem sympathischen Nachtwächter widerfährt – wie z. B. ein an den Roman Gullivers Reisen erinnernder Moment – zaubert einem mindestens ein Lächeln auf die Lippen. Vorausgesetzt, man mag anspruchsarme Albernheiten, denn sonderlich geistreich oder scharfsinnig fallen die Späße nicht aus. Was man ebenfalls nicht erwarten sollte, ist geschichtliche Akkuratesse oder allzu viel inhaltliche Logik. Nachts im Museum will trotz seines wissensreichen Schauplatzes einfach nur eine Fantasy-Komödie sein, die, sobald man sich an das Chaos gewöhnt hat, noch dezente Krimi-Elemente inklusive einer turbulenten Verfolgungsjagd einbaut. Und der Erfolg gibt dem Film recht: Mit einem Einspielergebnis von rund 574 Millionen USD ließ Levys Werk die Kinokassen derart klingeln, dass zwei Fortsetzungen folgen sollten.

Fazit

Mit „Nachts im Museum“ liefert Regisseur Shawn Levy heitere, leicht zugängliche Comedy-Unterhaltung. Der Film funktioniert vor allem dank seiner sympathischen, von Ben Stiller verkörperten Hauptfigur, des gleichermaßen chaotischen wie fantasievollen Settings sowie der dichten Abfolge an Gags. Zugegeben, sonderlich viel Anspruch hat das alles nicht – muss es aber auch nicht haben.

Kritik: Constantin Wieckhorst

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