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Ltbzxbo88oyezwl3kfjmwsgewrg 1x1 – Töchter

Ein Serienkiller hat bereits acht College-Studentinnen auf dem Gewissen. Daher engagiert Jack Crawford, Chef der Behavioral Science Unit des FBI, den Profiler Will Graham, um den Mörder zu schnappen. Außerdem wird der Psychiater Dr. Hannibal Lecter zu dem Fall hinzugezogen. Niemand im Team ahnt, welches perfide Spiel der gediegen auftretende Arzt treibt und welcher Natur sein Interesse an Graham ist ...

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9wu00trpzep0tm7xpg0fdpgbqn5 1x2 – Pilze

Grahams neuer Fall ist reichlich bizarr: Ein Apotheker vergräbt seine Mordopfer, um sie als Dünger für seine Pilzzucht zu nutzen. Da die Bloggerin Freddie Lounds über den Fall berichtet, ist der Killer den Ermittlern immer einen Schritt voraus. Lecter und Graham nähern sich unterdessen an, da sie sich beide für Abigail Hobbs verantwortlich fühlen. In psychiatrischen Sitzungen beginnt Graham, sich Lecter zu öffnen …

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Z02rshicjigpmyaivk8uwoibxp 1x3 – Hirschgeweih

Nachdem Abigail aus dem Koma erwacht ist, befragt Alana Bloom sie zu den Ereignissen und bemerkt, dass die junge Frau sehr manipulativ ist. Nicht nur aus diesem Grund hält Crawford sie für die Komplizin ihres Vaters. Da das FBI nichts gegen Abigail in der Hand hat, lässt Crawford sie in ihr Elternhaus zurückkehren. Es dauert nicht lange, bis die nächste Leiche auftaucht: In Hobbs Jagdhütte wird die ermordete Marissa Schuur gefunden. Ist Abigail oder Lecter dafür verantwortlich?

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Pestynqfx2wohtqi4yao6edmxq5 1x4 – Verlorene Jungs

Jack Crawfords Team muss in einem besonderen Fall ermitteln: Eine komplette Familie wurde am Esstisch ermordet, offenbar von dem seit einiger Zeit vermissten Sohn. Dieser Hinweis bringt die Verhaltensanalysten auf die Fährte einer gewissen Eva, die Jungs entführt und ihnen einredet, dass ihre Familien schlecht für sie seien. Unterdessen versucht Hannibal, die Bindung zu Abigail Hobbs zu stärken, während Will immer mehr damit kämpft, ihren Vater getötet zu haben.

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Elliot Budish ist unheilbar an Krebs erkrankt. Um mit seinem Schicksal umgehen zu können, tötet er Menschen. Seine Opfer formt er zu Engeln um und drapiert sie zu seinem Schutz. Doch sein Wahn steigert sich immer mehr … Crawford ist zusammen mit seiner Frau Bella bei Hannibal zum Dinner eingeladen. Der Psychiater merkt schnell, dass es zwischen den Eheleuten kriselt. Welches Geheimnis hütet Bella, und kann Hannibal es ihr entlocken?

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Uylwraybngpcmwe46alzqgici2u 1x6 – Hoffnung

Dr. Gideon, Insasse einer Strafanstalt für geistesgestörte Killer, zerstückelt eine Schwester nach Art des Chesapeake-Rippers. Seit zwei Jahren war der Serienmörder nicht mehr aktiv. Doch handelt es sich bei ihm wirklich um Dr. Gideon? Je mehr Will und Crawford in den Fall eintauchen, desto größer werden ihre Zweifel. Crawford verfolgen zudem die Sorgen um seine Frau und der Fall einer Schülerin der FBI-Academy, die vor zwei Jahren während Ermittlungen spurlos verschwand.

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Ae1xuot1aonit4vp2rn5rejy9lc 1x7 – Alles Fleisch

Gerade hat Hannibal, noch bei einem Konzertabend seine Society Freundin Mrs. Komeda, die ihn um eine Essenseinladung angegangen ist, erklärt, dass ein würdiges Festmahl nur aus einer Inspiration geboren werden kann, als ihn diese auch schon ereilt.

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Es geht weiter bergab mit Will Graham. Inzwischen hört er das Jaulen gequälter Hunde im Wald, das Kratzen eingesperrter Waschbären im Kamin, doch alles trägt sich nur in seinem Kopf zu. Er verliert den Halt.

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Ein Serienkiller hat am Strand von Grafton, West Virginia, einen Totempfahl aus 17 Leichen aufgebaut. Das Kopfstück des Pfahls bildet der Leichnam von Joel Summers, der erst kurz vor der Vollendung des Werks am Strand erstochen wurde.

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Das BAU-Team untersucht einen Doppelmord, bei dem die Gesichter der beiden Opfer mit dem sogenannten "Glasgow Smile" gleichermaßen verstümmelt wurden. Dabei werden dem Opfer die Mundwinkel eingeschnitten.

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Der psychotische Mörder Dr. Gideon will seinen Anstaltspsychiater Dr. Chilton vor Gericht bringen, weil ihn dieser psychisch so manipuliert hat, bis er sich einbildete, der Chesapeake Ripper zu sein.

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Will Graham wird inzwischen im Krankenhaus wegen seines unerklärlich hohen Fiebers behandelt. Dort liegt auch die bedauernswerte Georgia in einem Sauerstofftank, in dem sie sich langsam, zumindest von ihren physischen Leiden, erholt.

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Will ist ohne Abigail aus Minnesota zurückgekehrt und kann sich wegen seiner Hirnentzündung kaum daran erinnern. Am nächsten Morgen erbricht er ihr Ohr ins Waschbecken.

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Inhalt

FBI-Agent Will Graham (Hugh Dancy) hat eine besondere Gabe. Er kann tief in den Verstand anderer Personen eindringen und deren Erlebnisse zu seinen eigenen machen. Eine Fähigkeit, die ihm einerseits bei der Aufklärung von perfiden Mordfällen hilft, ihn andererseits aber auch an den Rand des Wahnsinns bringt. Als eine neue Mordserie das FBI erschüttert, bittet ihn Special Agent Jack Crawford (Laurence Fishburne) um Hilfe. Zur Unterstützung und Sicherheit wird dem labilen Graham der prominenteste und beste Psychiater des Landes zur Seite gestellt – Dr. Hannibal Lecter (Mads Mikkelsen).
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Lange schien es so, dass Thomas Harris’ kannibalischer Psychopath Dr. Hannibal Lecter ohne die brillante Verkörperung von Anthony Hopkins nie mehr zum Leben erweckt werden würde. Nach dem eher enttäuschenden „Hannibal Rising“ sind alle Unternehmungen, die Ikone Hannibal wieder zum Leben zu erwecken, auch mit einem gewissen Risiko verbunden, hat Harris doch seit 2006 keine literarische Vorlage mehr geliefert.

Der auf Serien spezialisierte Drehbuchautor und Produzent Bryan Fuller (“Star Trek: Voyager“, „Heroes“) bewies nun Mut und ging das Wagnis ein, eine Serie rund um Lecter zu produzieren und maßgeblich voranzutreiben. Die erste Staffel, die ab sofort ungekürzt auf DVD und Blu-Ray erhältlich ist, basiert lose auf Harris’ Thriller „Roter Drache“ und fokussiert sich auf dessen Vorgeschichte. Alle in „Roter Drache“ bekannten Charaktere werden in Stellung gebracht und mehrere Handlungsfäden verdichten sich zu einem hochspannenden Duell zwischen dem Profiler Will Graham und seinem Psychologen Dr. Hannibal Lecter. Thomas Harris selbst hat der Serie „Hannibal“ zwar seinen Segen gegeben, war aber nicht an deren inhaltlicher Ausgestaltung beteiligt.

Folgende Kritik soll zunächst einmal mit lobenden Worten beginnen, bevor auch einige Negativpunkte beleuchtet werden. Und zwar stechen von Anfang an die darstellerischen Leistungen heraus. Der Däne Mads Mikkelsen hat sich mittlerweile einen starken Ruf als Charakterdarsteller aufgebaut und übernahm die Rolle des Hannibal Lecter. Eigentlich eine schwere Bürde könnte man meinen, doch Mikkelsen liefert eine wahrhaft brilliante Performance ab, die Anthony Hopkins zumindest im Rahmen dieser Serie vergessen macht. In Interviews gab der Däne zu verstehen, dass die Darstellung des Serienmörders ein wahres Vergnügen für ihn gewesen sei, wäre Lecter doch ein Genießer, zufrieden mit sich und seinem Leben und durch nichts aus der Ruhe zu bringen.
Erst nachdem man die ganze Serie gesehen hat und nochmals auf sich wirken lässt, versteht man wie beeindruckend Mikkelsen seine Rolle verkörpert und bis zum großen Showdown nach und nach gesteigert hat. Der dem größeren Publikum eher unbekannte Brite Hugh Dancy spielt als FBI-Profiler Will Graham ebenfalls sehr mitreißend und deckt dabei die komplette Palette an Emotionen ab. Mit der Fähigkeit tief in den Verstand von Mördern und Psychopathen eindringen zu können hilft Graham zwar bei der Aufklärung von Mordfällen, treibt sich dabei aber selbst an den Rand des Wahnsinns. Hier kommt Hannibal Lecter ins Spiel, der nun gleichzeitig Therapeut und Berater für Graham wird und ihn zusätzlich zu dessen eigenen perfiden Unterhaltung manipuliert.

Wer „Roter Drache“ gelesen hat, wird merken, dass diese beiden Charaktere sehr nah an das Buch angelegt sind und gerade deshalb das Zusammenspiel so gut funktioniert. Es macht jedenfalls Spaß den beiden zuzuschauen, vor allem weil sich einige brilliante Dialoge ergeben, denen man fast schon Kultstatus zuschreiben könnte. Solche psychologisch fein ausgearbeiteten und abgründigen Charaktere jedenfalls hat man so bisher in keiner aktuellen Serie gesehen. Zumal der Zuschauer von Anfang an weiß, dass Lecter ein Mörder ist, der Ermittler Graham jedoch völlig im Dunkeln tappt.
Andere Darsteller wie Laurence Fishburne oder Gillian Anderson spielen im Vergleich zu vielen B-Movies, in denen beide zuletzt präsent waren, ebenfalls stark auf, stehen aber nicht wirklich im Mittelpunkt des Geschehens.
Fuller und seine Drehbuchautoren haben genügend Anspielungen auf die bisherigen Filme und Bücher eingebaut, um auch Fans bei Laune zu halten. All jene, die mit den Hannibal-Geschichten bisher keinerlei Berührungspunkte hatten, brauchen allerdings keine Vorkenntnisse.

Für eine TV-Serie, die von einem Mainstream-Sender wie NBC gesendet wird, traut sich „Hannibal“ so einiges. Die Themen und der Aufbau vieler Folgen sind zwar aus anderen Thriller- oder Krimiserien bekannt, doch „Hannibal“ schafft es auf faszinierende Art und Weise tief in die Gedankenwelt des Ermittlers Graham einzutauchen und vermag dies auch in bedrückenden Bildern zu visualisieren, vor allem im Hinblick auf die kranken Phantasien der Täter und das Leiden der Opfer. In der Serie geschieht dies durch blutige Rückblicke am Tatort. „Hannibal“ so brutal, düster und verstörend, wie man es eher von Filmen wie „Saw“ gewohnt ist, ohne dabei jedoch in eine Splatterorgie auszuarten.
Die Spezialeffekte, der visuelle Look und besonders die Kameraführung sind durchweg auf dem Niveau von Kinoproduktionen, jedoch spielt wohl aus Kostengründen ein Großteil der  Szenen in Innenräumen. Von der Ausstattung einer HBO-Serie ist man dann doch Lichtjahre entfernt.

Nach all dem Lob gibt es jedoch auch einige Schwachpunkte, die man nicht unerwähnt lassen sollte. Die erste und fulminant von David Slade inszenierte Folge schmeißt den Zuschauer gleich mitten ins Geschehen und stellt die Weichen für eine komplexe und spannende Handlung. Doch eben diese Handlung tritt im Laufe der Staffel mehr und mehr in den Hintergrund und verkommt zur losen Rahmenhandlung, die sich bis zum extrem schweißtreibenden Finale eher als roter Faden durch die Staffel zieht. Dazwischen muss Will Graham klassische Serienkiller-Fälle lösen, die mehr als einmal an die Kultserie „Akte X“ erinnern. Meist gibt es zu Beginn einer Folge einen mysteriösen Mord, den sich keiner erklären kann. Bis Will Graham gerufen wird, der sich in die Gedankenwelt eines Mörders einklinken kann und so fast jeden Fall zu lösen vermag – als Nebeneffekt jedoch immer schizophrener wird. Pro Fall hat er jedoch gerade einmal 42 Serien-Minuten Zeit, abzüglich eben jener Zeit, die für die Rahmenhandlung draufgeht. Spannung und Charaktere, die nur in einer Folge auftauchen, können sich da nicht entwickeln und so werden die Fälle oft unlogisch und unspektakulär, teils sogar auf alberne Weise, aufgelöst. Im Lauf der 13 Folgen gibt es dann auch einige sich wiederholende Schemata, welche folglich zu einer gewissen Vorhersehbarkeit führen. Das ist zwar immer noch extrem unterhaltsam und jederzeit optisch ein Hingucker. Aber die Ideen wiederholen sich in mehreren Folgen, welche von den Drehbuchautoren oft zu konstruiert wirken und den Zuschauer so leider auch vom Konflikt zwischen Hannibal und Graham abgelenken. Apropos Hannibal. In zuvor genannten „Wer ist der Mörder?“-Folgen kommt er natürlich so gut wie nicht vor und wird in gut der Hälfte der Staffel zur Randfigur degradiert. Das ist zu wenig, denn schließlich wurde die Serie ja nach dem bekannten Doktor der Psychologie benannt.
Man kann trotzdem gespannt auf die zweite Staffel sein, die kürzlich abgedreht wurde. Es ist zu vermuten, dass nach dem Season-Finale hauptsächlich Lecter und Graham im Mittelpunkt stehen werden. Auch einige interessante weibliche Charaktere bekommen hoffentlich mehr Raum zur Entfaltung, denn „Hannibal“ ist eine sehr männerdominierte Serie, in der Frauen hauptsächlich zu Mord- und Gewaltopfern degradiert werden.
Laut Fuller soll schließlich mit der dritten Staffel „Roter Drache“ verfilmt werden, gleichzeitig bemüht man sich um die Rechte an „Das Schweigen der Lämmer“.

Staffel 1 von „Hannibal“ verteilt sich auf drei Blu-Rays in 16:9 Vollbild. Bild und Ton sind hervorragend. Wobei das Bild trotz durchweg toller Schärfe in manch dunkler Szene etwas körnig ist, was sicherlich auf Verfremdungsfilter zurückzuführen ist. Das Bonusmaterial ist für eine Serie außergewöhnlich umfangreich. Es gibt viele Interviews und Einblicke in die Dreharbeiten und Spezialeffekte, die die Entstehung der Serie ausführlich dokumentieren.
Lobend erwähnen muss man auch die deutsche Synchronisation, die genau die Emotionen transportiert, die notwendig sind. Der deutschen Version dürften einige Untertitel-Muffel den Vorzug geben, da insbesondere Mads Mikkelsen oft unverständlich nuschelt und so viele Details in der doch sehr dialoglastigen Serie untergehen.

Fazit

Oberflächlich betrachtet ist „Hannibal“ eine solide, etwas vorhersehbare und sehr dialoglastige Crime-Thriller-Serie, die Fans des Genres aber auf jeden Fall einmal antesten sollten. Was die Serie so besonders macht, ist die extrem gelungene düstere Atmosphäre, die eigenwillige visuelle Inszenierung und vor allem auch das spannende Zusammenspiel zwischen dem FBI-Profiler Will Graham und dem ihm überlegenen Psychopathen Dr. Hannibal Lecter. Gerade was dieses Duell anbelangt, hat die Serie für weitere Staffeln noch viel Luft nach oben.

Kritik: André Schiemer

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