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Maria Cobretti, genannt "Cobra", ist als Bulle in Los Angeles für seine harte Gangart bekannt und wenig geschätzt. Man übergibt ihm den Fall des "Schlitzers", der es vor allem auf Frauen abgesehen hat. Cobra macht eine Zeugin ausfindig, das Model Ingrid, und bereitet sich mit deren Hilfe darauf vor, bei Schlitzers nächstem Angriff zuzuschlagen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Die 80ger Jahre… Das Actionkino war eher Testosteronkino. Ging es mehr um die Schauspieler selbst, als um die Filme. Die Actionhelden waren Ikonen. Wortkarge Kampfmaschinen, bei denen die Bad Boys alleine vom Anblick her die Hose voll hatten. Bei diesen männlichen Männerfilmen ging es weniger um die Geschichte oder um Charaktere sondern eher darum, wie unsere muskelbepackten Hünen möglichst viele böse Jungs möglichst brutal um die Ecke bringen. Wenn man solche Filme wie „Das Phantom-Kommando“, „Rambo“, „The Running Man“ oder auch „Mad Max 2“ in eine Art Subgenre stecken würde, würde sich auch der Film „Die City Cobra“ mit Sylvester Stallone dort einreihen. Bei Fans beliebt und trotzdem unbekannt. Dies mag an der Indizierung liegen, welche erst 2012 zurückgezogen worden ist. Doch kann „Die City Cobra“ wirklich überzeugen, oder reiht Sie sich in eine endlose Liste des Testosterongeladenen Actionkinos ein?

Eigentlich hat „Die City Cobra“ alles, was das Subgenre benötigt. Einen wortkargen Helden, welcher so dermaßen cool ist, dass es fast weh tut. Einen Antagonisten, welcher alleine schon durch seine Optik wie das pure böse aussieht. Eine Story, die man grundsätzlich auf einen Bierdeckel schreiben kann und ganz viel Gewalt. Ja genau, damit geizt George Pan Cosmatos, Regisseur von „Die City Cobra“, keineswegs. Zwar ist die Indizierung aus heutiger Sicht etwas überholt und selbst die neue FSK 18 Freigabe ist fraglich, dennoch ist seine Inszenierung äußerst gewaltverherrlichend. Doch der Funke will den ganzen Film über einfach nicht überspringen. Dies könnte daran liegen, dass „Die City Cobra“ einiges anders machen möchte als seine Genrevertreter und genau damit die falsche Richtung einschlägt. Doch fangen wir ganz vorne an.

Im Rot der untergehenden Sonne fährt Maria „Cobra“ Cobretti mit seinem Motorrad durch die Straßen von L.A. Nachdem ein Wahnsinniger wahllos Menschen in einem Supermarkt erschießt, kann nur Cobretti helfen. Er wird angefordert, wenn die anderen Polizisten keine Chance haben. Eine Einmannarmee, welche auch gerne mal die Vorschriften vergisst. Soweit, so gut. Innerhalb der Anfangssequenz bekommt der Zuschauer ein genaues Bild von „Cobra“. Ein rücksichtsloser Antiheld. Denkt man. „Die City Cobra“ driftet nach einem starken Anfang eher ins Thrillergenre als ins Actiongenre ab. Doch leider funktioniert dies nur bedingt. Eine Art Sekte, die Nachtschlitzer, terrorisieren Nacht für Nacht die Stadt. Doch Spannung kommt bei den fast schon rituellen Opferungen nicht auf. Fast 2/3 des Filmes versucht Cosmatos den Focus auf Suspens als auf Action zu legen. Dafür ist Sylvester Stallone nicht der richtige. Der Zuschauer will sehen, wie er Menschen vermöbelt oder erschießt. Sein Schauspiel ist hier einfach zu unglaubwürdig, um Mitgefühl, Spannung oder gar Realismus zu vermitteln. Auch Brigitte Nielsen bringt neben gutem Aussehen nicht wirklich viel mit. Einzig Brian Thompson als Anführer der Sekte spielt seine Rolle überzeugend. Dies ist aber jetzt nicht wirklich positiv, da seine Rolle so hölzern wie eine Europalette ist. Mehr als böse und grimmig gucken, kann er nicht.

Doch eigentlich braucht niemand in diesem Subgenre gute schauspielerische Leistungen. Wichtig ist die Action. Doch die kommt leider etwas zu kurz. Wie gesagt, orientiert sich „Die City Cobra“ anfangs eher an einen Thriller. Erst im großen Finale darf Stallone zeigen, wie gut er mit Waffen umgehen kann. Doch auch hier läuft vieles falsch. Wir erleben einen absoluten Overload, sodass es schwer fällt alles zu verfolgen. Die fehlende Action des vorherigen Filmes muss nun in ca. 15 Minuten abgearbeitet werden. Dies ist ganz nett, überzeugt aber nur bedingt. Zumal die Baddy`s sich scheinbar unvorstellbar schnell vermehren können. Immer kommt von irgendwo noch einer her, der zufällig in die Schussbahn von Stallone gelangt. Es fehlt hier etwas an Nachvollziehbarkeit. Somit hat der Zuschauer eher ein ungläubiges Lachen im Gesicht, als vor Spannung am Bildschirm zu kleben.

Dies wäre allerdings nicht so schlimm, wenn man es richtig angehen würde. Filme wie „Das Phantom-Kommando“ zeigen, wie es richtig geht. Er nimmt sich nicht so ernst. „Die City Cobra“ im Gegenzug nimmt sich so ernst, dass vieles paradoxerweise zu albern wirkt. Eine gewisse Selbstironie wäre wünschenswert gewesen. Jedoch versucht der Film mit einer angedeuteten, schlecht erzählten Liebesgeschichte sowie moralkritischer Dialoge sich von ähnlichen Genrevertretern abzuheben und scheitert. Zu den Dialogen sollte noch gesagt werden, dass diese stellenweise absolut grausam sind. Hochgestochen, klischeehaft und lächerlich. Was in den 80gern vielleicht noch funktioniert, wirkt heute befremdlich. Auch versucht Cosmatos zu allem Überfluss auch noch Motive eines „Buddy Movies“ allá „Lethal Weapon“ einfließen zu lassen. Dies geht gehörig schief. Die Witze kommen gar nicht an. Die „lustigen“ Wortwechsel sind eher peinlich als witzig. Glücklicherweise hält er sich mit den Versuchen galant zurück und es fällt nicht so dermaßen ins Gewicht. Schlimmer sind da nur die klischeeüberladenen Charaktere. Jede Person, welche in „Die City Cobra“ vorkommt, ist ein Klischee seiner selbst. Der Chef von „Cobra“, der ihn überhaupt nicht mag. Der Polizeichef, der „Cobra“ eher aus der Stadt vertreiben möchte, als seine Hilfe anzunehmen. Das arme weibliche Opfer, welches sich in den Armen des Helden erst sicher fühlt. Der witzige Partner. Alles bereits zigmal gesehen. Selbst Mitte der 80ger Jahre sind diese Klischeepersonen bereits hunderte Male recycelt worden.

Wenn man nochmal „Das Phantom-Kommando“ als positives Gegenstück nimmt, merkt man schnell, woran es bei „Die City Cobra“ hapert. „Das Phantom-Kommando“ macht sich nie vor, ein anspruchsvoller Film zu sein. Es geht um eine Einmannarmee, welche ganz im Sinne der Zuschauer, so viele Bad Boys wie möglich tötet. Er ist so stumpf, dass es schon wieder gut ist. „Die City Cobra“ versucht einen gewissen Anspruch zu erreichen, anders als die anderen zu sein und genau das hindert den Film daran, sich mit den Genrevertretern zu messen. Leider geht Stallone mit seinem Film im Durchschnitt verloren. Actionfans bekommen gerade am Anfang und am Ende was geboten, doch auch bei den Actionszenen merkt man dem Film sein Alter an. Alles in allem eine ziemlich unrunde Sache, da der Focus immer hin und her springt. „Die City Cobra“ weiß einfach nicht was Sie sein möchte. Unabhängig der Dialoge, der Klischees oder gar der Schauspieler, worüber man  gegebenenfalls noch hinweg sehen kann, ist der ständig sprunghafte Genrewechsel das größte Manko und trübt das Filmvergnügen ungemein.

Fazit

„Die City Cobra“ geht bei der ganzen Masse an Actionfilmen vollkommen zu Recht unter. Er bietet eindeutig zu wenig Schauwerte um sich durchzusetzen. Genrefans werden zwar bedingt ihren Spaß haben, jedoch kann man auch getrost zu anderen Genrevertretern greifen.

Autor: Christian Kühnemann

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