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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Im Hauptquartier des britischen Geheimdienstes kommt Öl-Multi Sir Robert King bei einem Bombenanschlag ums Leben. Agent 007 (Pierce Brosnan) soll den Mörder entlarven und gleichzeitig Elektra (Sophie Marceau), die bildhübsche Erbin des Milliarden-Imperiums, vor berüchtigten internationalen Terroristen beschützen.
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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Nach Der Morgen stirbt nie hatte der inzwischen 19. Bond-Film (um das jetzt nicht jedes Mal zu erwähnen: aus dem Hause Broccoli, nach dem Tod des Vaters nun komplett in der Hand von Barbara Broccoli) reichlich Luft nach oben und einen leichten Auftrieb gibt es definitiv zu verzeichnen. Aber um dem Titel treu zu bleiben: Der Schwung ist nicht genug.

Zwei Dinge fallen jedoch direkt zu Beginn auf und wenn es in diesem Rhythmus weitergehen würde, ständen hier alle Türen offen für den vielleicht nächsten Top-Bond nach GoldenEye. Da wäre die übliche Actionsequenz am Anfang, die diesmal außergewöhnlich umfangreich ausfällt und nicht nur ein isoliertes Schmankerl darstellt, das nur einen groben Bezug zum weiteren Verlauf bereitstellt. Sie leitet direkt und schnörkellos den Plot ein. Diesmal wird dem MI6 und somit auch Bond direkt vor die Haustür geschissen, was nicht nur in einer spektakulären Boots-Verfolgung (gab es in der Reihe ja schon oft, aber die hier ist schon sehr stark) über die Themse mündet, sondern das Ganze unmittelbar persönlich gestaltet. Da kommen Vibes zu den Dalton-Bonds und insbesondere Lizenz zum Töten auf, und der war aus besagten Gründen auch ein kleines Highlight der Reihe. 007 wird aus der unantastbaren Wohlfühlzone gerissen, was dem Geschehen nicht nur eine Spur Ernsthaftigkeit, sondern auch der Figur Bond wieder mehr Profil verleiht, nachdem sie bei Der Morgen stirbt nie so beschichtet und aalglatt wie Teflon wirkte. Gekrönt wird dieser furiose Auftakt dann noch von dem Titelsong von Garbage, der sich nach dem Totalausfall des Vorgängers wieder in die Top Ten der hauseigenen Hitparade einreiht. Also, nach den ersten 15 Minuten ist man extrem auf Kurs, doch den versteht Regisseur Michael Apted (Halbblut) leider nicht aufrecht zu erhalten.

An ihm liegt es noch am wenigsten, denn rein handwerklich ist Die Welt ist nicht genug ordentlich inszeniert. Woran es ihm mangelt, ist eine packende Geschichte und entsprechende Szenen, die überhaupt Nährboden für Spektakel oder wenigstens erinnerungswürdig Momente schaffen. Dabei hat man mit Robert Carylye (28 Weeks Later) abermals einen großartigen Darsteller als Gegenspieler, dessen Figur sich aber trotz interessanter Voraussetzungen kaum wirklich entfalten mag. Dessen „Superkraft“, aufgrund einer nicht entfernbaren Kugel in seinem Nervensystem keinerlei Schmerzen zu empfinden, wird erstaunlich selten und dann auch nicht sehr effektiv eingesetzt. Nicht auszudenken, was man damit alles hätte anstellen können. Generell wirkt dieser Bond-Film wie ein äußerlich schicker Sportwagen, der aber durchgehend mit angezogener Handbremse durch die Gegend tuckert. Bond selbst, zum dritten Mal in Folge verkörpert von Pierce Brosnan, ist wieder etwas mehr am struggeln und dadurch menschlicher als im Vorgänger, so richtig konsequent wird diese Karte aber auch nicht gespielt. Da hilft auch ein leichter Plot-Twist nichts, da man diesen eigentlich sofort schon drei Meilen gegen den Wind riecht. Dieser sorgt eigentlich nur noch mehr dafür, den potenziell spannenden Antagonisten noch mehr in den Hintergrund zu schieben. Ein klassisches Eigentor. 

Ein kleiner positiver Nebeneffekt: Robbie Coltrane (Harry Potter und der Stein der Weisen) kehrt in seiner Rolle aus GoldenEye zurück, hat diesmal deutlich mehr Screentime und ist darin durchaus amüsant. Dem gegenüber steht allerdings die vielleicht katastrophalste Nebenfigur in der Bond-Geschichte, wenn Denise Richards (Wild Things) als Dr. Christmas Jones (!) die Bildfläche betritt. Als Physikerin (ja, genau…) im Lara Croft-Outfit wird sie von Bond durch den halben Film mitgeschleppt und erfüllt einzig und allein den Zweck, den Frauen in Bond-Filmen und Denise Richards in ihrer gesamten Karriere immer zu erfüllen hatte. Ein dusseliges Eye-Candy mit wenig Nutzen, aber sehr hohem Nerv-Potential in meist körperbetonter Bekleidung. Übrigens gibt es auch mal wieder eine deutsche Beteiligung im Cast: Neben Justus von Dohnányi (Der Vorname) hat man hat man diesmal wirklich ganz unten im Regal gewühlt und ist irgendwie über Claude-Oliver Rudolph (Das Boot) gestolpert, dessen Auftritt sich aber (verständlicherweise) auf nur wenige Minuten und zwei bis drei Sätze beschränkt. Trotzdem hatte das in der öffentlichen Wahrnehung diesen Ralf Moeller-Gladiator-Effekt, dass er auch Jahre danach immer noch davon zehren konnte. Herzlichen Glückwunsch. 

Ein ganz trauriger Fakt ist jedoch der letzte Auftritt von Urgestein Desmond Llewelyn als Q, der hier den Staffelstab bereits an John Cleese (Ein Fisch namens Wanda) weitergibt, um dann im wirklichen Leben kurz nach der Premiere an den Folgen eines Verkehrsunfalls zu versterben. Das hat schon einen fast unheimlich-makabren Beigeschmack.

Fazit

Etwas besser als „Der Morgen stirbt nie“, doch bis auf den starken Opener, den großartigen Titelsong und einen Robert Carylye, der aus seinen wenigen Momenten und der leider viel zu bedeutungslosen Rolle wenigstens versucht etwas zu machen, ist auch „Die Welt ist nicht genug“ ein eher enttäuschender Beitrag ins Franchise. Dank seiner positiven Aspekte noch solides Mittelmaß, aber das ist in dieser inzwischen sehr kritisch beäugten und erwartungsvollen Bond-Welt schon längst nicht mehr genug. 

Kritik: Jacko Kunze

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