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Als intergalaktische Außerirdische die Video-Übertragung klassischer, alter Arcade Spiele als Kriegserklärung gegen sie missverstehen, greifen sie die Erde an. Dabei benutzen sie die Spiele als Vorlage für ihre unterschiedlichen Attacken. Präsident Will Cooper ist auf seinen alten Freund aus Kindertagen, den 80er Jahre Video Game Champion Sam Brenner angewiesen, der nun als Installateur von Heimkinoanlagen arbeitet, um ein Team von Old School Arcaders anzuführen. Sie sollen die Aliens besiegen und den Planeten retten. Lieutenant-Colonel Violet Van Patten steht den Arcaders dabei als Expertin zur Seite und stattet sie mit besonderen Waffen aus, die ihnen dabei helfen sollen, die Außerirdischen zu bekämpfen.

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

Es ist fast schon etwas kurios, aber als „Pixels“ sich mit ersten Bildern und Trailern der Weltöffentlichkeit zeigte, war die Resonanz äußerst positiv. Nur sehr selten wurde das Argument herausgekramt, dass der Film nicht gut sein kann, weil Adam Sandler mitspielt. Das ist durchaus verblüffend, denn „Pixels“ ist durch und durch ein Adam Sandler-Film. Zugegeben, hier ist es ein gemäßigter Sandler, also mehr ein Sandler der in „Urlaubsreif“ oder „Eine Hochzeit zum Verlieben“ zu sehen war und nicht der nervige Komiker, den man in „Der Chaos-Dad“ oder “Jack & Jill“ zu Gesicht bekam.

Das „Pixels“ im Allgemeinen als Komödie ohne Sandler-Stigmata wahrgenommen wird, liegt natürlich an der eigentlichen Geschichte. Der Film von Chris Columbus („Harry Potter und der Stein der Weisen“) definiert sich voll und ganz dadurch. Warum auch nicht? Zwar griffen Aliens in Filmen schon mehr als einmal unseren Planeten an, aber noch nie wählten sie dafür Videospielfiguren, eine Idee die übrigens so neu gar nicht ist und so ähnlich bereits bei „Futurama“ umgesetzt wurde. Dort , wie auch in dem „Pixels“-Kurzfilm auf den der Kinoinvasion beruht, hatten den Vorteil einer kurzen Laufzeit und auch wenn Columbus Film kein schlechter ist (so viel sei vorm finalen Fazit verraten), man merkt schon recht deutlich, dass die Grundidee von „Pixels“ keinen wirklichen Spielfilm zu tragen vermag.

Durch seine Kurzfilm-Herkunft musste die Geschichte natürlich gedehnt und gestopft werden. Zumindest bei den Figuren hat das gut geklappt. Egal ob Sandler als Fernsehtechniker oder Kevin James als Präsident der Vereinigten Staaten, die Darsteller funktionieren in ihren Rollen, auch wenn Michelle Monaghan als typische, weibliche Alibi-Nebenfigur genauso lieblos in die Geschichte aufgenommen wird, wie Josh Gad als Mega-Nerd und rein auf Funktionalität getrimmter Comic Relief-Charakter. Aber diese Diskrepanzen sind soweit es geht vergessen, wenn die Außerirdischen in Form von Retro-Games angreifen. Das geschieht recht rasch, doch bevor „Pixels“ so richtig in Fahrt kommt, vergehen ein paar Minuten zu viel, auch wenn Regisseur Columbus ordentlich Tempo macht und (meist recht erfolgreich) versucht auch Gags zu integrieren und etablieren, die außerhalb der invasiven Nonsens-Ideen von angreifenden Videospielfiguren, funktionieren.

Die größte Schwäche von „Pixels“ ist, dass er aus seiner hanebüchenen und liebevoll bescheuerten Grundidee viel zu wenig herausholt. Videospiele greifen die Erde an? Okay, kümmern wir uns drum. Der wahnwitzige Gagaismus dahinter wird im Grunde nie wirklich ausgereizt. Letztlich bleibt „Pixels“ ein Blockbuster nach Maß. Das ist schade. Zum einen weil da mehr drin wäre, zum anderen weil es auch den kreativen Abstieg von Regisseur Chris Columbus beweist. Dieser war einst für Drehbücher verantwortlich, die mit großer Wahrscheinlichkeit im jetzigen Hollywood-System nie zu einem Film werden würden. Doch aus dem Miterschaffer der „Gremlins“ und der „Goonies“ ist über die Jahre ein sehr gewöhnlicher Konformitätsregisseur geworden. „Pixels“ hätte aber nicht den Regisseur von Percy Jackson - Diebe im Olymp gebraucht, sondern den Regisseur, der mit „Kevin – Allein zu Haus“ weihnachtlich Idylle mit Cartoongewalt und-Humor kreuzte.

Trotz seiner allüberwiegenden Konformität erledigt „Pixels“ aber im Grunde seine Aufgabe und beschert nette, aber niemals wirklich besonders pfiffige und herausstechende Unterhaltung, die trotz Retro Games vom visuellen Look eher heutige Kinogänger anspricht und nicht die Zocker von einst. Auch dass das Drehbuch sich die Regularien der Invasion vor allem gegen Ende so zu recht biegt, wie es gerade ins Konzept passt, hinterlässt ein unschöne Kerben auf dem Gesamteindruck von „Pixels“, einem Film der so herrlich verrückt, albern und einzigartig klingt, der dann aber doch nicht mehr ist als gängiges Blockbusterkino, welches nach Marktforschungen und Kalkulationen entsteht, nicht nach der Lust einfach mal etwas wirklich Bescheuertes zu versuchen.

Fazit

Familienfreundlicher Invasion-Blockbuster, dem es nicht gelingt die Irrwitzigkeit seiner Ausgangssituation zu seinem Vorteil zu nutzen und letztlich seine Liebe für Retro-Games alleine schon durch seine effektüberladenen Aufmachung hintergeht. Regisseur Columbus, der früher mal Scripts wie „Gremlins“ oder „Goonies“ verfasste und nun eine Paradebeispiel für öde Konformitätsware des US-(Familien-)Kinos ist, inszeniert aber mit ordentlich Tempo und einem recht guten Gespür für Witz und Timing. Im Grunde ist „Pixels“ wie eine Neuauflage eines alten Arcade-Klassikers fürs Smartphone: Macht eigentlich schon irgendwie Spaß, aber früher war’s dann doch irgendwie geiler.

Autor: Sebastian Groß

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