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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Yojimbo aus dem Jahre 1961 ist ein kleines geschichtliches Meisterwerk. Selbst heute noch wird die Geschichte rund um einen Helden, der sich in einem Dorf die Feindschaft zweier Familien zu Nutze macht, regelmäßig kopiert und neu interpretiert. Die wohl bekannteste Kopie stammt aus dem Jahre 1964 von einem Genie der Regie-Kunst. Viele Male soll sich Sergio Leone den Film von Kurosawa angesehen haben, bevor er sich an sein erstes größeres Projekt setzte und dieses umzusetzen versuchte. Was er damit schaffen würde, war ihm damals vermutlich noch nicht ganz klar, denn mit diesem Projekt sollte er die Filmindustrie verändern, ja gar ein ganzes Sub-Genre mitgründen und ganze Generationen prägen.

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Quelle: themoviedb.org

Kritik

Schon der Anfang von Für eine Handvoll Dollar bricht mit der bisherigen Tradition der Westernfilme und macht deutlich, dass hier etwas Neues geschaffen wurde. Die alten Western haben weitestgehend abgedankt, sowie ihre alten Haudegen mit ihnen, allen voran John Wayne. Eine neue Zeit bricht an und mit ihr eine neue Art von Helden.

Ein einsamer Reiter durchstreift die Wüste und trifft auf das kleine und ziemlich stille Örtchen San Miguel irgendwo in Mexiko. Die Sonne brennt heiß am Horizont und er macht Rast an einem Brunnen um sich zu stärken. Er schaut hinauf, erblickt den Ort und verschafft sich einen Eindruck. Die Augen sind stets etwas zugekniffen und erfassen doch alles, ein markanter Stoppelbart ist prägend, sowie ein Poncho sein ständiger Begleiter. Heute ist der Darsteller dieser Figur eine Legende, damals noch ein recht unbekannter Serienschauspieler. Die Rede ist von Clint Eastwood, der mit Sergio Leones Film den Durchbruch schaffte und heute selbst lieber Platz auf dem Regiestuhl nimmt. Im Film spielt er  Joe, der von den Einheimischen nur als Americano bezeichnet wird. In einer der ersten Sequenzen sieht Joe, wie ein Kind von Banditos bedroht, sowie der Vater zusammengeschlagen wird. Er beobachtet und trinkt sein Wasser weiter. Er ist zwar die Hauptfigur, doch dennoch nicht das personifizierte Gute, er ist tiefer und der Charakter breiter gefächert, er muss sich nicht immer an die Regeln halten. Die Grenzen von Gut und Böse verschwimmen, sie sind nicht mehr so eindeutig. Der Antiheld – ein modernerer Typus von Held erobert den Film.

Was die Geschichte selbst betrifft, so hält sich Leone strikt an die Vorlage von Kurosawa. So trifft Joe in San Miguel auf zwei verfeindete Schmugglerbanden: Rojo und Baxter. Beide hassen sich bis aufs Blut und lassen lieber Blei anstatt Worte sprechen. In dieser angespannten Situation wittert Joe das ganz große Geschäft und mischt frei nach dem Motto Teile und herrsche mit. Seine wahren Absichten bleiben dabei stets unerkannt, außerdem  scheint er seinen Gegner immer einen Schritt voraus zu sein. Zug für Zug geht er vorwärts, spielt bei beiden Banden mit und versucht den größtmöglichen Profit rauszuholen. An Regeln braucht er sich dabei nicht zu halten, er nutzt daher die gleichen Mittel und Wege wie die Gegner selbst. Nur ein einziges Mal im ganzen Film, sagt Joe dass er Ungerechtigkeiten nicht ausstehen kann, ansonsten ist er mehr Gauner als alles andere.

Für eine Handvoll Dollar ist nicht Leones Meisterwerk, dennoch sieht man, dass er handwerklich ein Perfektionist war. Mit viel Liebe zum Detail, schönen Schnitten sowie Kamerapositionen versucht Leone jede Einstellung perfekt in Szene zu setzen und maximale Spannung aufzubauen. Vor allem bei den Shootouts gelingt ihm das in Vollendung. Mit tiefen Blicken in die Gesichter der Protagonisten wird jegliche Anspannung zum Zuschauer transportiert und das Ganze mit einer hervorragenden Musikkulisse von Ennio Morricone untermalt. Schon hier machte sich die vollkommene Symbiose beider bemerkbar, immerhin waren sie schon lange Freunde und sind schon gemeinsam zur Schule gegangen. Allgemein prägten die Kameraführung und die Musik eine ganze Reihe von Filmen, sogar Quentin Tarantino adaptiert heute gerne diesen Stil.

Beim Thema Gewalt ist Leone auch nicht zimperlich. So sterben nicht nur durch die Hand von Joe etliche Banditos, sondern es wird sogar eine ganze Mexikanische Kavallerie dem Erdboden gleich gemacht.  Hierbei hilft eine Gatling, die später noch in einigen Filmen ihren Auftritt haben sollte, so wie zum Beispiel in Django. Durch den hohen Gewaltgrad durfte Für eine Handvoll Dollar sehr lange nicht in den USA im Fernsehen gezeigt werden. 1977 wurde dann ein 5 minütiger Prolog eingefügt, der der Gewalt eine legale Seite geben sollte. Joe sollte in diesem durch einen Gesetzeshüter gezwungen werden in San Miguel aufzuräumen. Clint Eastwood weigerte sich in diesem Prolog Joe zu spielen, sodass man Joe nur von hinten sieht und allenfalls kurzzeitig sein Gesicht aus einer anderen Szene des Films. Nach Leones Film kam eine ganze Flut von brutalen Western, die allgemein auch als Italo-Western bezeichnet werden oder spöttisch als Spaghetti-Western.

Für eine Handvoll Dollar ist der erste Teil der sogenannten Dollar-Trilogie. 1965 folgte Für ein paar Dollar mehr und 1966 Zwei Glorreiche Halunken. Bedenkt man die kurzen Zeitabstände, ist Leone ein wahres Meisterwerk mit diesen Filmen gelungen. Clint Eastwood spielt in allen drei die Hauptrolle, aber auch andere Figuren kamen stets öfters vor. So zum Beispiel Gian Maria Volonté, der im ersten und zweiten Teil den Bösewicht verkörpert, oder Lee Van Cleef, der im zweiten einen aufrechten Colonel spielt, und im dritten ein abgebrühtes Schlitzohr. Clint Eastwood konnte in der Dollar-Trilogie sein wahres Können zeigen. Zuvor war er hauptsächlich Serienstar und spielte zum Beispiel in der Serie Cowboys mit. Durch sein markantes griesgrämiges Auftreten und die stetige Präsenz, die Eastwood in den Dollar-Filmen ausstrahlte, gelang ihm der Durchbruch zum Superstar. Ein Grund warum Leones Filme so erfolgreich waren und immer noch sind, ist die authentische Wirkung der Figuren. Sie sind dreckig, gemein und haben viele Makel, aber genau dies macht den Charme der Streifen aus.

Fazit

Sergio Leone gehört zu den wichtigsten Regisseuren des letzten Jahrhunderts, und das obgleich er nur insgesamt 7 Filme gedreht hat. Doch mit diesen hat er ganze Generationen geprägt. "Für eine Handvoll Dollar" ist der Auftakt seiner Meisterwerke, und man erkennt schon die Genialität hinter seinem Können. Hervorragende Kameraeinstellungen, tolle Schnitte, eine schöne Musikuntermalung gepaart mit einer Geräuschkulisse die Spannung aufbaut und nicht auszuhaltende Shootouts. Das Ganze wurde dann weiter perfektioniert und fand mit "Zwei glorreiche Halunken" und vor allem mit "Spiel mir das Lied vom Tod" einen fulminanten Abschluss.

Kritik: Thomas Repenning

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