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Hätten die Bewohner des zwielichtigen mexikanischen Grenzstädtchens gewusst, was da in der flirrenden Hitze des Sommertages in Gestalt eines schwarzgekleideten Desperados über sie kommt, sie hätten die Fensterläden geschlossen und keinen Fuß mehr vor die Tür gesetzt! Denn der mysteriöse Fremde ist auf einem blutigen Rachefeldzug der Drogenbaron Bucho erschoss seine Geliebte. Seitdem hat der dunkle Mariachi-Sänger die Gitarre in seinem Koffer gegen ein Arsenal großkalibrige Waffen getauscht. Nichts kann ihn aufhalten- und jeder, der sich ihm in den Weg stellt, endet blutend im Straßenstaub...

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Quelle: themoviedb.com

Kritik

"Carolina, sagte ich schon danke?" - "Nein." - "Kommt noch."

Irgendwo in Mexiko, einige Stadt nördlich von Zaragoza gelegen. Ein Mann ohne Namen (Steve Buscemi, The Big Lebowski) betritt eine heruntergekommene Spelunke, um den versammelten Suffköppen sowie dem Barkeeper (Cheech Marin, From Dusk Till Dawn) eine Geschichte über einen Mann zu unterbreiten, der viele Namen besitzt: Ein Mexikaner, größer als alle anderen, soll von Kneipe zu Kneipe wandern, um Bucho (Joaquim de Almeida, Kill Bobby Z), den Mörder seiner Frau, ausfindig zu machen. Sollte man diesem Mexikaner, für den sich das Licht von ganz alleine dimmt, wenn er einen Raum betritt, keine Antworten geben können, zieht er kurzerhand einige Kanonen aus seinem Gitarrenkoffer und richtet ein regelrechtes Blutbad an. Und dieser Mexikaner, augenscheinlich mehr Legende als Mensch, befindet sich bereits auf dem Weg in diese Spelunke.

Mit Geschichten ist das ja bekanntlich immer so eine Sache: Wenn sie gut klingen und ordentlich Eindruck schinden können, dann trägt man sie natürlich gerne in die Welt hinaus, schmückt sie aus, baut neue Pointen in sie hinein und betrachtet die Wirkung seiner Worte in den Gesichtern der Zuhörer, um damit einen Mythos zu erschaffen, dem man selbst schon am meisten verfallen ist. Robert Rodriguez (The Faculty) inszeniert Desperado nach einem sehr ähnlichen Prinzip, macht sich zu Anfang aber erst einmal einen Spaß daraus, nachdem sich herausstellt, dass der Mann ohne Namen mit dem sagenumwobenen Mariachi (Antonio Banderas, Die Haut, in der ich wohne) unter einer Decke steckt. Die Geschichte aber war zu packend erzählt – und trug vor allem durchweg das nötige Etwas Wahrheit in sich. 

Deswegen gingen wir ihr gerne auf den Leim. Dass dieser Mexikaner wirklich für Blutbäder sorgen kann, wird sich noch einige Male im Laufe der etwas mehr als 100-minütigen Laufzeit bestätigen. Überlebensgroß ist er deswegen aber noch lange nicht, auch er blutet, wenn Kugeln in seinen Körper einschlagen. Robert Rodriguez zeigt großen Gefallen daran, den Bogen zu überspannen, wenn er seine bis ins kleinste Detail durchkomponierten Schusswechsel in Szene gießt. Mit der Realität haben diese tänzerischen (Todes-)Choreographien natürlich nichts zu tun. Die Wahrheit beziehungsweise die Wahrhaftigkeit aber erhält ebenfalls Einzug in diese Geschichte, wenn es schließlich nicht mehr nur darum geht, den Tod einer alten Liebe zu rächen, sondern darum, sich der Chance auf eine neue Leidenschaft hinzugeben. Carolina (Salma Hayek, Wild Wild West), schärfer als jedes Chili, betritt die Bühne. 

Robert Rodriguez ist es in seinem erst zweiten abendfüllenden Spielfilm spürbar daran gelegen, die Reaktionen des Zuschauers in Erfahrung zu bringen, was ihn dazu anhält, diese möglichst groß ausfallen zu lassen. Und das ist ihm überaus gelungen, denn Desperado ist astreines Schauwertkino geworden, welches den Zuschauer aus zwei Gründen ins Staunen versetzt. Einerseits sind es die formidablen Action-Sequenzen, mit denen sich Rodriguez inmitten der schwülen Neo-Western-Atmospähre vor der überstilisierten Ästhetik des klassischen Heroic Bloodshed verbeugt. Ebenso beeindruckend erweist sich aber die ökonomische Arbeitsweise, mit der Robert Rodriguez dieses stürmisch-feurige Kugelballett verwirklichen konnte, denn obgleich er gezwungen war, mit einem verhältnismäßig überschaubaren Budget von gerade einmal 7 Millionen US-Dollar hauszuhalten, wirkt Desperado weitaus hochwertiger. Daran lässt sich das Talent des Filmemachers festmachen. 

Die finanziellen Einschränkungen dienen Robert Rodriguez als kreativer Treibstoff und nicht als Blockade. Die Fabulierlust, mit der sich Desperado artikuliert, ist dabei schlichtweg ansteckend und mitreißend. Nicht nur, weil das Geschehen immer in Bewegung bleibt, sondern, weil sich Rodriguez einfallsreich gibt und sich nicht allein auf Referenzen ausruht. Er sucht gleichwohl nach Bildern, die es in dieser Form noch nicht gegeben hat. Damit ist natürlich auch Hauptdarsteller Antonio Banderas gemeint, der sich zuvor als Charakterdarsteller im spanischen Kino (vor allem unter Pedro Almodovar) bewiesen hat und mit Desperado seinen ersten Actionfilm verantworten musste. Dass ihm das so wunderbar gelungen ist, liegt an seiner natürlichen Spannung aus Coolness und Subtilität: Banderas ist glaubwürdig, wenn er die Waffen sprechen lässt, aber er ist genauso betörend, wenn er sich im Rausch der Sinne der anbetungswürdigen Salma Hayek hingibt.

Fazit

Mit seinem zweiten Spielfilm liefert Robert Rodriguez eine wahre Machtdemonstration ab. Es ist schlichtweg beeindruckend, was der Regisseur aus seinem überschaubaren Budget von 7 Millionen US-Dollar herauszuholen vermag. "Desperado" ist eine temporeiche, wunderbar durchkomponierter Action-Sause, die sich gerade durch ihre Fabulier- und Inszenierlust auszeichnet. Erzählerisch sicherlich weitestgehend simpel, aber handwerklich eine Wucht. Den Rest regeln Antonio Banderas und Salma Hayek, die das Geschehen zusätzlich mit Leidenschaft aufladen.

Autor: Pascal Reis

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