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Kino 2010 bis 2019: Die besten Filme der Dekade

Huch, schon wieder eine Dekade um! Haben wir uns nicht erst gestern den Kopf wegen des angeblichen Y2J-Problems zerbrochen? Na ja, auch egal. Kümmern wir uns lieber und die Kinofilme der letzten zehn Jahre (!!!), die bei Moviebreak eine offizielle Kritik spendiert bekamen. Davon gab es einige, aber hier geht es um die Besten! Deswegen wurden auch nur Kinofilme aufgenommen, die mind. eine 9,0 Punkte Wertung erhielten. Selbstverständlich wurden so auch viele Filme aussortiert, die es eigentlich verdient hätten Teil dieser Liste zu sein, aber das Leben ist nicht immer fair.

Was waren eure Top-Filme der Dekade? Wie würdet ihr die filmische Dekade bewerten und was war euer Top-Film der letzten zehn Jahre?

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127 Hours

9,0

Für den Zuschauer sind es nur insgesamt 94 Minuten, die er an der Leidensgeschichte von Aron Ralston teilnimmt. Für ihn waren es jedoch 127 Stunden voller Qualen, Schmerzen und Leid, welche sich trotz der hervorragenden Inszenierung von Danny Boyle nur im Ansatz erahnen lassen. Dennoch ist "127 Hours" ein herausragendes Drama, welches durch einen grandiosen James Franco sowie einer unglaublichen Geschichte zu überzeugen weiß. Aron Ralston selbst sagt, für ihn habe nach dem Vorfall ein zweites Leben begonnen, welches er nun viel intensiver durchlebe als das vorherige. So sollte man auch die Kernbotschaft nicht außer Acht lassen: Genieße das Leben, denn es könnte schneller vorbei sein, als einen lieb ist.

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The Act of Killing

9,0

„The Act of Killing“ ist eine meisterlich inszenierte Dokumentation über Propaganda, Manipulation und Lügen, die ihrerseits zu Macht und Terror führen. Noch nie hat es ein Regisseur geschafft, das Innenleben von Mördern, Psychopathen und Faschisten so nach außen zu kehren und somit den Schrecken fassbar zu machen. Joshua Oppenheimer demaskiert das Grauen, indem er die Täter so darstellt, wie sie sich selbst am liebsten sehen. Das ist oft schwer erträglich und schockierend, gleichzeitig jedoch unglaublich mutig inszeniert.

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Argo

9,0

Glücklicherweise begibt sich „Argo“ zu keinem Zeitpunkt in die Abgründe des plakativen Patriotismus. Die Menschen stehen im Vordergrund, der Rest ist brisante Politik – und glücklicherweise kein Pathos. Zwar greifen im entscheidenden Moment die Abläufe des US-Geheimdienstes, doch ohne die selbstlose Tat einer Bürgerin Teherans wäre das gewagte Vorhaben von Anfang an vergebens. Diese Schlüsselszene beherbergt vielleicht die größte Menschlichkeit in einem von Paranoia getriebenen Spionagestück der Extraklasse.

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Bad Lieutenant - Cop ohne Gewissen

9,0

Eines der großen Meisterwerke des bizarr-abseitigen Kinos, welches so manchen Zuschauer so richtig schön auf dem falschen Fuß erwischen könnte. Wer erwartet, mit „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“ konventionelle Genre-Kost serviert zu bekommen, wird sich angesichts des durchweg entfesselten Wahnsinns schnell in die Ecke gedrängt fühlen und sich vor der genuine Klasse verschließen. In Wahrheit ist „Bad Lieutenant – Cop ohne Gewissen“ ein Paradebeispiel dafür, wie man festgefahrene Erzählstrukturen nach Strich und Faden transzendiert. Ein irrer Trip. Ein echter Rausch, mit einem auf den Punkt gecastet Nicolas Cage, der vermutlich nie besser war, als hier unter der Ägide von Werner Herzog.

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Banksy - Exit Through the Gift Shop

9,0

Zu guter Letzt verraten Texttafeln, wie es mit den Protagonisten weiterging. Der supercoole Thierry alias Mr. Brainwash hat angeblich das Cover von Madonnas neuer CD entworfen. Banksy wird nie, nie, nie wieder an einen Dokumentarfilm mitarbeiten. Catch me if You can, I´m the spray can man.

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Biutiful

9,0

Ein emotional aufwühlender Trip in die Hölle mit einem Javier Bardem in absoluter Bestform. Der Film ist traurig, belastend, düster und brutal, ein Schlag in die Magengrube des Zuschauers, der nicht leicht zu verkraften ist aber dennoch ganz gewiss eines ist, nämlich absolut "Biutiful".

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Black Swan

9,0

Wer glaubt, der Schwanensee sei ein verstaubtes Thema und Kammerspiele gehören der Vergangenheit an, wird mit diesem Film eines Besseren belehrt. „Black Swan“ schafft es im Einklang mit aller möglichen Darbietung das Stück neu zu entfachen und dabei ein beispielhaftes wie gar horrorhaftes eindrucksvolles Kinoerlebnis zu offerieren, welches den Zuschauer fesseln wird.

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Blau ist eine warme Farbe

9,0

Trotz des recht zweifelhaften Einsatzes von künstlerischem Sex bleibt "Blau ist eine warme Farbe" wohl einer der faszinierendsten wie warmherzigsten Filme des Jahres. Gerade das Schauspiel von Adèle Exarchopoulos und Léa Seydoux überzeugt in jeglicher Hinsicht und entfaltet zusammen mit der meisterlichen Erzählweise sowie der gekonnten Inszenierung ein Liebesepos, welches von seiner Leidenschaft, der authentischen wie intelligenten Story sowie der unglaublichen Leidenschaft lebt. Ein Film, der das Liebes-Genre in vielen Belangen überflügelt und revolutioniert.

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Boyhood

9,0

"Boyhood" ist sowohl konzeptionell, erzählerisch als auch schauspielerisch schlichtweg großartig. Eine Hymne an das Leben, die man sich unter keinen Umständen entgehen lassen sollte. Kinomagie pur!

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The Broken Circle

9,0

„The Broken Circle“ ist Glück und Trauer. Schweigen und Musik. Die Lust am Leben und die zerstörerische Kraft des Todes. Regisseur Felix Van Groeningen drückt sehr offensichtlich auf die Tränendrüse, kann spätestens in seiner letzten Einstellung aber dennoch ernten: selten lagen lachendes und weinendes Auge so nah beieinander wie in den letzten Minuten dieses oscarnominierten Arthouse-Dramas aus Belgien. 

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Burning

9,0

Irgendwo zwischen Mystery-Thriller, Charakterdrama, Gesellschaftsstudie und Liebesdreieck angesiedelt, hat Lee Chang-dong mit "Burning" ein furioses Meisterwerk geschaffen, das sich über die zweieinhalb Stunden der Laufzeit hinweg langsam beim Zuschauer anschleicht und nach dem Abspann lange Zeit nicht mehr loslassen wird. Die mit dezent surrealen Entwicklungen gespickte Geschichte des Films ist mit schauspielerischen Nuancen und Bildern gespickt, die mitunter unvergesslich sind und ein Geflecht aus Eifersucht, Frustration, Einsamkeit und Begierde entfalten, das den Film passend zum Titel irgendwann in Flammen aufgehen lässt. 

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Citizenfour

9,0

„Was man früher Freiheit nannte, das nennen wir jetzt Privatsphäre. Und im selben Atemzug sagen wir, die Privatsphäre sei tot. Deshalb mache ich mir wirklich sorgen um meine Generation.“ - Josh Applebaum

Dieses Zitat sollte und muss als Fazit reichen.

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The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten

9,0

"The Descendants" ist eine warmherzige wie menschliche Tragikomödie, die gerade durch ihre ausdifferenzierten wie speziellen Charaktere aufzufallen weiß. Regisseur Alexander Payne gelingt es so erneut durch eine punktgenaue Inszenierung sowie eigenwillige Erzählweise aufzufallen und einen Film zu präsentieren, der den Zuschauer bewegt. Klarer Oscar-Favorit und somit klares Pflichtprogramm.

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Django Unchained

9,0

Regisseur Quentin Tarantino liefert mit "Django Unchained" ein fabelhaftes Western-Epos ab, welches gleich mit mehreren hervorragenden Merkmalen überzeugen kann. So ist die Story wendungsreich, vielschichtig sowie intelligent, die Darsteller durchweg grandios, die Western-Atmosphäre gelungen, der Soundtrack fantastisch und die Inszenierung typisch Tarantino herausragend. Einzig ein paar Längen sowie ein paar Fragen Richtung Finale, trüben den Spaß. Was bleibt ist aber dennoch ein Southern, der einen Tarantino mehr als würdig ist und mit Jamie Foxx einen Helden parat hält, der begeistert. Somit stellt "Django Unchained" nicht minder ein modernen fabelhaften Western dar, der sich ohne Mühen gekonnt zu den besten der letzten vierzig Jahre zählen darf.

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Drive

9,0

"Drive" ist ein wahrer Filmgenuss, wie er nur im Kino eine richtige Entfaltung findet. Die Regieleistung von Nicolas Winding Refn ist außergewöhnlich, die Optik, gehalten am 70er Jahre B-Movie-Kino, ungewöhnlich sowie einzigartig und Ryan Gosling liefert als Driver eine fantastische Performance ab, die schon für sich genommen ein Blick Wert ist. Und spätestens beim lauschen der hervorragenden Filmmusik von Cliff Martinez dürfte klar sein, dass hier ein Kultfilm entstanden ist, der ein Erlebnis darstellt, welches man nicht so schnell vergisst.

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Ein Letzter Tango

9,0

»Un Tango Más« ist ein Dokumentarfilm, der alle seine Techniken ganz in den Dienst einer großen Geschichte stellt und sie atmosphärisch dicht, sorgsam komponiert und vor allem gekonnt choreographiert erzählt. Realität und Inszenierung werden hier meisterhaft miteinander verwebt. Man muss kein Tangoliebhaber sein, um an »Un Tango Más«, seinen Bildern und seinen Klängen Freude zu haben — man ist es aber höchstwahrscheinlich spätestens dann, wenn sich der Kinovorhang schließt.

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The Favourite - Intrigen und Irrsinn

9,0

Yorgos Lanthimos entdeckt die Emotionen. Anders als etwa in „Dogtooth“ oder „The Lobster“ verabschiedet sich der Regisseur in „The Favourite“ vom charakterlich prosaischen Tonus. Jetzt wird mit großen Gestus gearbeitet. Eine Kehrtwende seines Stils? Mitnichten. Die Geschichte der abtrünnigen Adeligen Abigail, die am Hofe der bipolaren und gichtverseuchten Queen Anne gegen ihre Cousine intrigiert, besitzt den typischen Lanthimos-Kick: Der Film ist bösartig, hinterlistig und darüber hinaus auch hinreißend amüsant. Ein köstliches wie grandioses Werk, dessen deutscher Beititel „Intrigen und Irrsinn“ wie die Faust aufs Auge passt.

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The Fighter

9,0

"The Fighter" ist in erster Linie ein eindringliches wie vielschichtiges Drama geworden, welches sich als großes Schauspielerkino offenbart. Die vielen Leistungen sind grandios, fügen sich perfekt ein und ergeben so einen atmosphärisch stimmigen Film, der authentisch die Geschehnisse von Micky "Irish" Ward erzählt. Regisseur David O. Russell ist so eine packende Charakterstudie gelungen, welches durch intensive Boxkämpfe ergänzt wird und so dem Zuschauer die Welt von Micky und seiner Familie präsentiert. Bewegendes Kino, welches man nicht so schnell vergisst.

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Flight

9,0

Ein Held, der keiner sein will – aus dieser einfachen Feststellung heraus bezieht „Flight“ die subtil inszenierte Kraft, mit der das eigentliche Thema immer mehr in den Hintergrund tritt. Entgegen der Annahme, die der Titel vermitteln mag, driftet man als Zeuge zusammen mit der Hauptfigur immer weiter ab, um letztlich sich fragen zu müssen, ob eine Heldentat etwas wert ist, wenn man sein sonstiges Leben nicht mehr im Griff hat. Hier haben die Macher ein ungewöhnlich ausgerichtetes und vielschichtig geschriebenes Werk am Start, in denen leise Töne überzeugen können. Nicht mal die kleinste Logiklücke trübt den Film, und mit dem passenden sowie hochklassigen Cast lebt der Film seine Stärken voll aus. Das ist sicherlich kein Popcorn-Kino, aber eine weitere Perle im Dramagenre.

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Gegen den Strom

9,0

„Gegen den Strom“ ist ein kleines filmisches Glanzstück aus Island, das die Verflechtung aus brandaktuellem Polit-Thriller und persönlichem Charakterdrama mit Bravour leistet. Das liegt zum einen am künstlerischen Händchen von Regisseur Benedikt Erlingsson und zum anderen an Hauptdarstellerin Halldóra Geirharðsdóttir, die mit unwiderstehlicher Präsenz die Rolle der Umweltaktivistin und werdenden Adoptivmutter einnimmt. Ein eindringliches filmisches Erlebnis, das seine wichtige Botschaft in behutsamer Ästhetik überbringt und im Gedächtnis hinterbleibt, als käme es mit Pauken und Trompeten.

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A Girl Walks Home Alone At Night

9,0

Inszenatorische Perfektion, bei dessen audiovisueller Brillanz ein Tarantino in Begeisterungsstürme ausbrechen würde, eine unvergleichlich dichte und immersive Atmosphäre, als auch die darstellerische Genialität von Hauptdarstellerin Sheila Vand formen „A Girl walks Home alone at Night“ von Debütantin Ana Lily Amirpour zu einem der eindringlichsten und hübschesten Filme der letzten Jahre. Ein wahres Freudenfest für Cineasten, in welchem sich diese Vampir-Western-Romanze unzähligen Film- und Musikgenres annimmt, sich vor jedem angemessen verbeugt und daraus etwas Eigenes erschafft, was man in dieser emotionalen Komplexität und ausdrucksstarken Ruhe in letzter Zeit selten auf dem großen oder kleinen Bildschirm bestaunen durfte.

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Gold

9,0

Thomas Arslans "Gold" ist ein Highlight der diesjährigen Berlinale gewesen. Nina Hoss stellt ihre schauspielerische Klasse mal wieder unter Beweis und Marko Mandic zeigt, dass er zu den ganz großen neuen Gesichtern des europäischen Kinos gehört. Der Film schafft es auf vielen Ebenen die Entwicklung seiner Charaktere zu zeigen und diese mit dem Zuschauer zu teilen. In wunderschönen und immer mehr zur Ödnis tendierenden Bildern, spielt Arslan mit dem Western und zeigt eine sehr nüchterne und vielleicht auch deutsche Version dieses Genres. Ein rundum gelungener Film, den man in Ruhe und am besten auf der großen Leinwand genießen sollte. Bei solchen Filmen merkt man doch, dass das deutsche Kino noch zu leben scheint...

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Der Gott des Gemetzels

9,0

Roman Polanskis Adaption von Yasmina Rezas "Der Gott des Gemetzels" ist ein perfektes Stück Kino geworden, welches zum einen mit einer exzellenten Schauspielerriege aufzuwarten weiß, zum anderen aber auch inszenatorisch, gekonnt die schlichte wie grandiose Geschichte vom Theater auf die große Leinwand überträgt. Wer intelligente, gesellschaftskritische und sarkastische flotte wie spaßige Unterhaltung mag, wird an diesem fantastischen Werk nicht vorbeikommen.

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The Guard

9,0

Wer schon bei "Brügge sehen... und sterben?" herzhaft über die zynische bitterböse Stimmung lachen konnte sowie die geistreichen Dialoge als fesselnd empfand, wird sich bei "The Guard - Ein Ire sieht schwarz" sofort heimisch fühlen. Sergeant Gerry Boyle, hervorragend gespielt von Brendan Gleeson, ist ein fantastischer Charakter, der trotz oder gerade wegen seinen reichlichen Fehlern, für eine stimmige Atmosphäre sorgt, bei der kein Auge trocken bleibt. Schwarz, humorvoll, voller interessanter Ideen und somit ganz klar einer der besten Filme des Jahres.

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Guardians of the Galaxy Vol. 2

9,0

Was für eine Spaß! „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ ist ein buntes, schrilles, vergnügliches und gleichsam auch emotionales Sahnestück. Regisseur und Autor James Gunn stellt ihr erneut seine Qualitäten unter Beweis. Er ordnet sich nicht dem MCU unter, sondern zieht sein eigenes Ding durch. Die noch kommenden Blockbuster des Jahres werden sich wohl an diesem Film messen lassen müssen. Sie können einem jetzt schon leid tun, denn „Guardians of the Galaxy Vol. 2“ gehört wohl zu den besten Sequels, die es gibt. Der beste Film der Marvel Studios ist er außerdem.

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Halt auf freier Strecke

9,0

„Halt auf freier Strecke“ sollte eigentlich mit einem kleinen Warnhinweis versehen werden, wenn sich nicht jeder zwingend diesen ungemein wichtigen Film ansehen müsste. Er betrifft uns irgendwo alle. Auch die, die hoffentlich von derart drastischen Krankheitsverläufen verschont bleiben, sei es aktiv oder passiv. Denn sterben müssen wir definitiv alle, wie wir alle definitiv irgendwann jemand gehen lassen müssen, den wir sehr lieben. Dieser Film kann tatsächlich dabei helfen. Zumindest behandelt er dieses Thema in all seinen Facetten so behutsam, trotzdem knallhart ehrlich und immer unglaublich menschlich, er sollte Pflichtprogramm werden. Nicht nur an der Schule, gewisse Dinge lernt man nur im Leben selbst, manchmal auch auf die harte Tour.

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La La Land

9,0

Damien Chazelle zaubert mit „La la Land“ ein zeitgemäßes Musical aus dem Hut, das die Tradition der großen Musical-Klassiker in eine moderne audio-visuelle Ästhetik überführt. Die farbprächtigen Kulissen bieten sowohl Platz für die beschwingten Höhenflüge in die Traumwelten der lebenslustigen Idealisten als auch für bitterernste Konfrontationen mit der nackten Wirklichkeit. Ein Rausch aus schwindelerregenden Kamerafahrten, halsbrecherischen Choreografien und herzerwärmenden Melodien macht sich unser habhaft, bevor wir La La Land stottern können. Und doch sind es gerade die stillen Momente, die Klang- und Bildpausen, welche diesen Film so stark machen. Ein magisches Märchen über die Liebe und das Leben, das die unentbehrliche Prise Besinnlichkeit besitzt.       

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Lincoln

9,0

“Lincoln” offenbart, trotz seiner langen Laufzeit von insgesamt 150 Minuten, ein Werk, welches wohl kaum besser einen Mann präsentieren könnte, der ungemein die Geschichte der USA bewegte. Somit erzählt Regisseur Steven Spielberg eine beispiellose Biografie über Abraham Lincoln, die gerade von seinen politischen Anekdoten lebt, seinen hervorragenden Darstellern sowie der historischen Genauigkeit. Und gerade Daniel Day-Lewis und Tommy Lee Jones zeigen eine unglaubliche Darstellung, weshalb sich alleine deshalb ein Blick lohnt. Wer jedoch überschwängliche Emotionen sucht oder ausufernde Dramatik, ist bei diesem ruhigen poetischen Werk deutlich falsch. Für alle anderen ist indes der Gang ins Kino Pflicht.

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Looper

9,0

"Looper" ist eine hervorragende Mischung aus intelligenter Story, grandiosen Darstellern, einer tiefen moralischen wie philosophischen Herangehensweise sowie gekonnten Sci-Fi-Elementen. Wer indes einen reinen Actionfilm sucht, ist bei diesem Neo-Noir-Thriller jedoch falsch, denn was hier dem Zuschauer offenbart wird, ist schlichtweg ein atemberaubender Zeitreise-Thriller sowie ein starkes Charakterdrama, welches begeistert.

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Mad Max: Fury Road

9,0

Lasst den Kids ihre „Avengers“ und den Halbstarken „Fast & Furious“. Diese beiden Franchise haben im Blockbusterjahr 2015 nur einige Striemen auf der glatt polierten Oberfläche des Mainstream-Kinos hinterlassen. „Mad Max: Fury Road“ aber reicht das nicht. Regisseur George Miller fräst seine Initialen regelrecht in die heutige Kinolandschaft. Sein Film ist zwar definitiv nicht der Erneuerer der modernen Event-Cineastik, aber ganz klar deren frisch gekrönter Throninhaber. Ein König mit Hang zum Vollgas. In seinem Windschatten bringt er Chaos, Schweiß und Wahnsinn mit. „Mad Max: Fury Road“ ist kein Film den man sich anschaut, sondern einer den man erlebt. Hail to the King, Baby!

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Marvel's The Avengers

9,0

Ich hatte meine großen Zweifel. Zweifel, die berechtigt waren. Dass Joss Whedon sie ins All gekickt hat, gleicht fast einem Wunder. „The Avengers“ ist kein besonders schlauer Film, auch keine Charakterstudie. Es ist ein Actionfilm mit einem Finale, das seines Gleichen sucht, einer perfekt-gesetzten Gag-Dichte mit ultimativer Wirkung, äußerst sympathischen Charakteren und einer sehr spannenden Story, die natürlich von der Action und einem grandiosen Antagonisten lebt. Wie die Überschrift schon sagt: „The Avengers“ ist Awesomeness in Reinkultur!

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Mr. Nobody

9,0

Narrativ, schauspielerisch und auch handwerklich ist "Mr. Nobody" eine Glanzleistung. Ein ganz besonderer Film, den man nicht verpassen sollte.

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Mommy

9,0

"Mommy" ist ein starkes Stück Film und nichts für einen netten Filmabend unter Freunden, will man nicht die Stimmung im Keller sehen. Mit dem zeitgenössischen Soundtrack und dem speziellen Bildformat, besonders aber mit der schauspielerischen Leistung aller Beteiligten, liefert Xavier Dolan einen der besten Filme des vergangenen Jahres ab.

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Moon

9,0

Bei seinem Spielfilmdebüt liefert Duncan Jones einen intelligenten sowie spannenden Sci-Fi-Thriller ab, der besonders durch seine leisen Töne überzeugen kann. Es braucht eben kein 100 Millionen CGI-Effektgewitter, um eine interessante und nachdenkliche Geschichte auf die Leinwand zu bringen.

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Nightcrawler - Jede Nacht hat ihren Preis

9,0

„Nightcrawler“ ist eine bitter-böse Medien- und Gesellschaftskritik, die den Zuschauer als die eigentliche Ursache dessen enttarnt, weshalb Leute wie Lou Bloom dafür bezahlt werden, wenn sie die Ersten an einem Unfallort sind und bei hilfsbedürftigen Verletzten erstmal lieber die Kamera drauf halten, anstatt ihnen zu helfen. Lou Bloom ist mit seinem soziopathischen Charakter und seinem nicht-existenten Ethos dabei nur der Lieferant dessen, was das Volk sehen will. So wie der Imperator im Alten Rom, der den nach Blut lechzenden Pöbel befriedigt. Ob Gladiatoren oder ob Mordopfer; ob man die Gladiatoren applaudiert und bejubelt oder ob man bei einer Berichterstattung, in der eine Familie in einem Autounfall umkam, sich die Hand vor den Mund hält und immer wieder wiederholt, wie grauenvoll es doch ist. Das Ergebnis ist das gleiche: das nächste Mal sind sie alle wieder da, um ihre Blutlust erneut zu stillen – und schicken Lou mit ihren Klicks und Quoten erneut auf die Suche nach Leid und Elend.

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Nostalgia de la luz

9,0

Der philosophische Dokumentarfilm zeigt in Aufnahmen voller Symbolkraft die Individuen zwischen Staub und Sternen. Bilder zwischen Erhabenheit und Tragik erzählen auf berührende Weise von der Unmenschlichkeit und zugleich von unverbrüchlicher zwischenmenschlicher Zuneigung.

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Oh Boy

9,0

Jan-Ole Gerster versetzt seine betörend lockere Tragikomödie mit personifizierten Großstadt(alb)träumen, seichtem Jazz und dezenter Gassenpoesie. „Oh Boy“ wird so zur anspruchsvollen Bühne, auf der sich Hauptdarsteller Tom Schilling eine der besten Leistungen seiner Karriere gönnt. Sein Niko wird zum angenehm selbstironischen Spiegel einer generationsübergreifenden Subkultur der krampfhaft Unentschlossenen.

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The Road

9,0

Drehbuchautor Joe Penhall und Regisseur John Hillcoat ist es zu verdanken, dass der Film nicht in schierem Action-Kitsch endet, wie es in Hollywood üblich ist. Es ist ein zutiefst aufwühlendes und nachdenkliches Werk geworden, was wahrlich jeden berühren kann. Erstklassiges Kino.

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Rush - Alles für den Sieg

9,0

Noch niemals war die Formel 1 (trotz grandioser Dokumentationen wie "Senna") so spürbar und treibend wie in Ron Howards "Rush". Der Film bietet somit ein actionreiches, höchst spannendes wie äußerst sensibles Renn-Drama, welches selbst Rennsport-Muffel begeistern wird.

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Shame

9,0

„Shame“ ist verstörend, gleichzeitig aber auch lebensbejahend eingestellt und bezieht hier klar Stellung gegenüber den nihilistisch geprägten Hardcore-Pendants. Hier ist Sex keinem Selbstzweck zuzuordnen, sondern eine Parabel für den Lebensstil eines modernen Großstädters. Dass sich Regisseur McQueen nach „Hunger“ wieder für Fassbender in der Hauptrolle entschied, gleicht einem Jahrhundertphänomen. So können er und Carey Mulligan eine Lehrstunde in Sachen altmodischer Schauspielkunst abliefern, was zusammen mit der bewegenden Story Hitpotenzial versprach und vollends gerecht wurde.

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Shutter Island

9,0

Der vierte Streich DiCaprio/Scorsese weiß auch wieder zu funktionieren, weil er sich inhaltlich eines komplett anderen Themas annimmt. So wurde "Shutter Island" keine Episodenfilmreihe á la Spencer/Hill-Teil 20, sondern ein in sich geschlossenes Werk mit einer komplexen sowie genial aufgezogenen Story und einem furiosem Finale. DiCaprio zieht wieder alle Register seiner Schauspielerkunst, ist aber trotz weit weniger Starbeteiligung kein Übermensch, der sich lieber der Story unterordnet. Wer alte Hitchcock-Klassiker verehrt und neue Überraschungshits wie "Identität" mochte, dürfte mit "Shutter Island" voll auf seine Kosten kommen.

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Silence

9,0

Mutig, zermürbend, im bestmöglichen Sinne anstrengend: "Silence" ist ein gewaltiger und großartiger Film, der schwere Fragen stellt und keine einfachen Antworten gibt. Mit Martin Scorsese ist also auch im Jahr 2017 noch zu rechnen.

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Son of Saul

9,0

Eindringliches und aufwühlendes Kino, dass uns den Holocaust nicht nur sehen sondern - soweit eben möglich - durchleben lässt.

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Stories We Tell

9,0

„Stories we tell“ ist lustig, spannend und rührend – und damit ein echter Geheimtipp. Dazu gewährt Regisseurin Polley ein Blick hinter die Kulissen des filmischen Geschichtenerzählens und liefert damit zahlreiche Gedankenanstöße für tiefschürfende Debatten.

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Stromberg: Der Film

9,0

Das Kino-Konzept zu Stromberg geht auf. In seiner Länge weiß der Film zu unterhalten, zu belustigen, zu berühren und zum würdigen Abschluss zu verhelfen. Das Ende einer Ära hätte man sich nicht besser wünschen können.

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Submarine

9,0

"Submarine" ist unbestritten die Indie-Perle des laufenden Kinojahres. Die Musik, der visuelle Stilmix und die Gedaken der Hauptfigur ergeben kombiniert einen unvergesslichen Rausch. In Richard Ayoade scheint die Szene indes einen frischen Quell der Kreativität gefunden zu haben. Er verführt seine Zuschauer dazu, mittels Oliver Tate noch einmal verschmitzt lächelnd auf ihre eigene Jugend zurückzublicken.

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Suspiria

9,0

In formvollendeter Optik und lebensechter Kulisse inszeniert Luca Guadagnino einen enigmatischen Totentanz, gekrönt von einer blutrünstigen, in mehrfacher Weise symbolreichen Wiedergeburt. Gewagte künstlerische Abstraktion, eigenwillige Ästhetik und zahlreiche Bezüge zu Kunstgeschichte, Geisteswissenschaft und Weltgeschehen machen die in Akte unterteilte Schauer-Symphonie teils opak. Die Komplexität steigert indes nur die Faszination der triumphalen Metamorphose eines Kultfilms in ein makaberes Manifesto revolutionärer Innovation.

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Wie der Wind sich hebt

9,0

Hayao Miyazaki verabschiedet sich mit einem sehr persönlichen Meisterwerk. Vielleicht hat er sich mit „Kaze Tachinu“ nochmal den eigenen Traum vom Fliegen erfüllt, jedenfalls merkt man dem Film die Leidenschaft seines Schöpfers deutlich an. Bleibt nur zu hoffen, dass Miyazaki einen ähnlichen Ruhestand antritt wie die Rolling Stones.

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Ziemlich beste Freunde

9,0

"Ziemlich beste Freunde" ist eine berührende, humorvolle, warmherzige sowie teils auch traurige Geschichte über eine ungewöhnliche Freundschaft, die vor allem durch die perfekte Inszenierung sowie den fantastischen Darstellern zu überzeugen weiß. Den beiden Regisseuren Olivier Nakache und Eric Toledano gelingt so die perfekte Mischung aus Komik und Tragik, die einen fabelhaften Überraschungshit präsentiert, der bereits jetzt zu einer der besten Komödien des Jahres zählt.

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12 Years a Slave

9,5

Es kommt nicht oft vor, dass ein Film in seiner gesamten Länge so aufwühlend und emotional belastend ist, dass er einen förmlich „fertig macht“. „12 Years A Slave“ ist die härteste und brutalste Portion Film, seit „Die Passion Christi“, aber genau wegen der Ungerechtigkeit in ihrer Handlung einfach nur so überwältigend. [...] Es ist ein Gemüter vernichtender Film, den die meisten absolut zerstört und immer noch innerlich bebend verlassen werden, bei jeder noch so kleinen Folter-Szene an den Haaren reißend immer tiefer in den Sitz sinken werden, weder in der Lage hinzusehen, noch fähig sich der intimen Intensität zu entziehen. Kauft euch ein Kinoticket und seht euch „12 Years A Slave“ an. Denn nicht alle Bücher der Welt werden euch besser zeigen, was es bedeutet Sklave zu sein, als die zwölf Jahre der Qual des Solomon Northup.

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Alles steht Kopf

9,5

Selten war es so einfach ein Fazit für einen Film zu ziehen! „Alles steht Kopf“ ist ein facettenreiches Meisterwerk, welches dank einer geradezu verschwenderischen Fülle von Ideen und Kreativität den Thron des heutigen Animationskinos besteigt. Auch emotional überzeugt Pixars neuster Geniestreich, da er uns durch phantasievolle Weise mit der Vergänglichkeit konfrontiert. Der unserer Erinnerungen und unserer selbst. Wie gesagt, ein Meisterwerk.

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Ame und Yuki – Die Wolfskinder

9,5

Ein neues Meisterwerk. Es ist keinesfalls übertrieben Mamoru Hosoda mit dem Großmeister Hayao Miyazaki zu vergleichen, denn nur diese beiden Menschen können auf ihre jeweils eigene Weise solch zauberhafte Märchen erzählen. "Wolfskinder" ist ein Stück Magie in unserer hektischen Zeit, es ist ein Film über die Kindererziehung, über das Erwachsenwerden und über den ganz persönlichen Sinn des Lebens.

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The Artist

9,5

Es mag im ersten Moment verrückt sein, einen Stummfilm in die heutigen Kinos zu bringen. Doch trotz scheinbaren Risikos, gelingt Regisseur Michel Hazanavicius mit "The Artist" ein wahres Meisterwerk der Erzählkunst, welches eben gerade durch seine ungewöhnliche Optik sowie Erzählweise aufzufallen weiß. So präsentiert sich der Film über den Umbruch der Stummfilmzeit als ein magisches und zeitloses Kinoerlebnis sowie als eine Reise zurück in die Kinogeschichte. Ein Werk für Nostalgiker und Fans romantischer Geschichten. Eben Kino, bei dem ein Lächeln mehr als nur garantiert ist.

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Beasts of the Southern Wild

9,5

Das letzte Glanzstück in einem Film, der selbst so perfekt scheint wie das vielbedachte Universum der wilden Heldin, ist die von Regisseur Zeitlin eigenhändig komponierte Filmmusik. Dem Opener "Once There Was a Hushpuppy" ist es zu verdanken, dass "Beasts of the Southern Wild" keinerlei Anlaufzeit benötigt, um die Zuschauer vollends in sein einzigartiges Südstaaten-Märchen zu entführen. Dass dieses irgendwann auch wieder enden muss, ist vielleicht der einzige Kritikpunkt an Zetlins perfektem Erstlingswerk. Doch wenn dies geschieht, hat uns ein kleines Mädchen bereits gelehrt, wie wir damit am besten umgehen sollten.

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I Am Not Your Negro

9,5

Leidenschaft, Kampfgeist, Schmerz und Feingefühl eines bewundernswerten Lebens transzendieren die Leinwand in diesem dokumentarischen Meisterwerk. Raoul Peck sprengt die Schranken von Biopic, Chronik und Adaption, um gleichsam die mentalen (Selbst)Beschränkungen des Publikums zu durchbrechen. James Baldwin ist lebendig, denn große Geister leben fort in ihrem Wirken.

14
Big in

Inside Llewyn Davis

9,5

Ein Folk-Song. Ein begnadeter Schauspieler. Eine simple Story. Eine Katze und die Brüder Joel und Ethan Coen. Das ist alles, was Inside Llewyn Davis braucht und hat. Der Film ist vielleicht weniger massentauglich als ihr dreifacher Oscar-Erfolg No Country For Old Men, doch mindestens genauso genial wie das stille Werk A Serious Man. Inside Llewyn Davis überzeugt auf voller Linie, in jeglicher Hinsicht.

13
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James Bond 007 - Skyfall

9,5

Höchst passend zum 50. Geburtstag von James Bond, gelingt es Regisseur Sam Mendes mit "Skyfall" das Franchise nochmals eine Stufe nach vorne zu bringen. Vielschichtig, rau, kühl, actionreich sowie intensiv, darf 007 erneut auf die Jagd gehen. Zwar lassen sich kleinere Schwächen nicht übersehen, dennoch bildet der 23. Bond eine Art Neustart, der nicht minder wohl den besten Bond darstellt, den es seit Jahren gibt. Für alle Fans ist so der Gang ins Kino Pflicht und den Rest erwartet ein Action-Thriller der besonderen Art, der einen nicht so schnell loslassen wird.

12
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The King's Speech - Die Rede des Königs

9,5

"The King's Speech" hat im Vorfeld der Oscars für einige Diskussionen gesorgt. Insgesamt 12 Normierungen für einen Film. Oscar-Hype oder nicht? Nun, es mag etwas übertrieben sein und Regisseur Tom Hooper wird wohl auch kaum alle goldenen Statuen abgreifen können, doch die die er bekommen wird, sind vollkommen gerechtfertigt. Hooper hat es mit Leichtigkeit geschafft, einen Historienfilm zu drehen, der perfekt Anspruch und Unterhaltung in Einklang bringt. Er präsentiert die kaum bekannte geschichtliche königliche Anekdote mit einer solchen exzellenten Inszenierung, dass zu keiner Zeit auch nur der Funke von Langweile aufkommt. Dies zusammen mit dem grandiosen Schauspiel seiner beiden Protagonisten, erschafft ein Kino-Erlebnis, was man nicht so schnell vergisst.

11
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Mary & Max oder Schrumpfen Schafe wenn es regnet?

9,5

Was Adam Elliot 2003 erschaffen hat, konnte er nun zur Perfektion führen. Die Geschichte um eine tiefe Brieffreundschaft zwischen zwei Außenseitern, ist geprägt von einer kreativen tiefe, die so in nur wenigen Filmen zum Ausdruck kommt. Auf der einen Seite humorvoll, skurril und herzlich, auf der anderen Seite traurig, tiefsinnig und melancholisch. Beides vereint, ergibt ein wahres Meisterwerk des Animationskinos, dass nicht nur Genrefans gesehen haben sollten.

10
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Der Schamane und die Schlange

9,5

Selten erlebt man eine solch perfekte Symbiose aus Bild, Schauspiel und Sound, wie in „Embrace of the Serpent“. Unglaubliche schwarz-weiß Bilder an einem der interessantesten Settings der Welt, mit Darstellern die alles geben und einem Sound, der uns sofort in den Dschungel holt. And the Oscar goes to...

9
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Senna

9,5

Absolut sehenswerte, emotionale und eindrucksvolle Dokumentation über einen tollen Fahrer und interessanten Menschen. Freunde des motorisieren Sports werden hier ihre Freude haben. Doch auch für alle anderen die sich im Entferntesten dafür interessieren ist dies ein empfehlenswerter Film!

8
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The Wolf of Wall Street

9,5

Diese schwarze Komödie ist sehr vieles: Gier, Sex, Erfolg, Lust, Sucht. Martin Scorsese verfilmt die Memoiren eines durchtriebenen Aktienhändlers als berauschende Orgie und ergänzt seine ohnehin schon einzigartige Vita um ein weiteres Meisterwerk. Martin Scorsese ist ein wahrer Rockstar von Film gelungen.

7
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Her

10

"Her" ist trotz seiner anfänglich recht simplen Prämisse einer der tiefgründigsten Filme der letzten Jahre. Jeder sieht hier eigene Fragen, eigene Ansetzpunkte sowie persönliche Empfindungen. Und somit hat Regisseur Spike Jonze mit seiner ungewöhnlichen Liebesgeschichte sowie Erzählung kurzerhand, und dies trotz einer Geschichte die in den nächsten Jahre Realität werden könnte, ein zeitloses Meisterwerk geschaffen, welches Sci-Fi-Enthusiasten wie auch Fans von schmerzvollen Romantikfilmen gleichermaßen ergreifen wird. Denn hier stimmt einfach alles…

6
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Kubo - Der tapfere Samurai

10

Mit Kubo lotet Laika einmal mehr die Grenzen des Animierbaren aus. Der ohne Zweifel beste Animationsfilm des Jahres funktioniert auf allen Ebenen. Seine Kreativität und Schönheit versetzt den Zuschauer ins Staunen und holt die schon lange abwesende Magie zurück in unsere Kinosäle. Nie hat Stop-Motion besser ausgesehen.

5
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Liebe

10

"Liebe" zählt zu den schönsten Liebesfilmen, die jemals gedreht wurden, vielleicht ist es sogar der Schönste. Weil er so anders ist. Weil er so ehrlich ist. Weil er in seiner Traurigkeit so schön ist. Ganz wundervoll und das ultimative Gegenargument für die ewigen Haneke-Kritiker und die unreflektierten Vorwürfe gegen ihn und seine angeblich „gefühlskalte“ Inszenierung.

4
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The Master

10

Ein in allen Belangen herausragendes Stück Kino: Kinematographisch einnehmend, schauspielerisch hypnotisierend und tiefenpsychologisch äußerst fordernd. „The Master“ ist ein Brocken von Film, der, wenn man ihm nur einmal nicht mit der entsprechenden Aufmerksamkeit begegnet, gnadenlos über den Zuschauer hinwegrollt. Wer sich aber auf Paul Thomas Anderson und seine vielschichtigen Gedankengänge einlässt, der erlebt eines der reichsten Meisterwerke der jüngeren Filmgeschichte.

3
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Mustang

10

[...] "Mustang" betont die Wichtigkeit der Freiheit eigene Entscheidungen zu treffen, Fehler und Erfahrungen zu machen, eine Person zu sein, statt nur “die Hausfrau” anhand fünf Teenagern, die das Herz des Zuschauers im Sturm durch ihre ungesugarcoatete Authentizität erobern.

2
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Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot

10

"Mein Bruder heißt Robert und ist sein Idiot" ist ein Meisterwerk. Ein Film, der Kino als Raum der bedingungslosen Erfahrung versteht und selbst ein einziges Erlebnis darstellt, der sich der Radikalität der Philosophie verschrieben hat und die wohl erschütterndste Geschichte über das Erwachsenwerden der letzten Jahre erzählt.

1
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The Party

10

Perfektes Timing, grandiose Darsteller und messerscharfe Dialoge werden mit einem guten Schuss Zynismus in minimalistischer Kulisse gut durchgerüttelt. Das ist Sally Potters Rezept für einen berauschenden Cocktail aus Beziehungsparodie und existenzialistischer Gesellschaftskritik, der nicht nur das Berlinale-Kinomenü bereichert. Der persönliche Kandidat für den Goldenen Bären! Wie die britische Regisseurin und Autorin sagt: „Complexity is a good thing!“

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